Von Mäusen und Detektiven

Volksschuldirektor Gerhard Guem (l.) begrüßte Kinder, Eltern und Großeltern am 3. Tiroler Vorlesetag zu einer ganz besonderen Schulveranstaltung.

Die Bücherei Ehrwald lud Volks- und NMS-Schüler zum 3. Tiroler Vorlesetag ein

Bereits zum dritten Mal fand am 28. November 2018 der Tiroler Vorlesetag statt. Denn Vorlesen und Lesen machen Spaß, entführen in phantastische andere Welten und bieten in Schule und Leben einen echten Startvorteil. Auch die Bücherei Ehrwald war bei den landesweiten Aktionen mit dabei und lud die Kinder der Volksschule und NMS Ehrwald ein.

Von Juliane Wimmer

„Im Jahr 2016 hat unsere Bildungslandesrätin Beate Palfrader den Tiroler Vorlesetag ins Leben gerufen. Das Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Kindern das Lesen näher- zubringen und sie zum Lesen anzuregen“, erklärte Volksschuldirektor Gerhard Guem den Schülern seiner 2. Klasse sowie anwesenden Eltern und Großeltern. Denn Kinder werden nicht als Leser geboren, sie brauchen Anregungen, Ermutigung und Vorbilder. Darum dankte Herr Guem den Lesepatinnen der Volksschule und den Eltern & Großeltern für ihren wichtigen Vorlese-Einsatz.

Wer liest, gewinnt.
Auch die Schüler und Schülerinnen der zweiten Klassen der NMS Ehrwald statteten der Ehrwalder Bücherei am 28. November einen Besuch ab. RS-Fotos: Wimmer

Inzwischen beschäftigen sich viele Studien mit dem Thema Vorlesen und sie alle kommen zum gleichen Schluss: Vorlesen ist eine wichtige, wenn nicht sogar die wichtigste Grundlage, um Lesen und Schreiben bei Kindern zu fördern. Kinder, denen vorgelesen wird, sind nicht nur aufnahmefähiger und konzentrierter, sie haben später auch einen bedeutenden Vorteil bei der Sprachentwicklung und bei den kognitiven Fähigkeiten. Und das gilt für alle Kinder – unabhängig von Herkunft, Bildungsgrad oder Status der Eltern. Vorlesen ermöglicht also wichtige Grundvoraussetzungen im (Schul-)Leben eines Kindes und schafft durch Rituale auch eine innige Beziehung zwischen Kind und Vorleser, was wiederum die Erziehungsarbeit erleichtert.

Frederick und Thabo.

Am vergangenen Mittwochvormittag drehten die Volksschüler der 2. Klasse den Spieß einmal um. Sie lasen ihren Angehörigen aus dem herzerwärmenden Bilderbuch-Klassiker „Frederick“ von Leo Lionni vor. Darin geht es um verschiedene Mäuse, die Vorräte für den Winter sammeln. Nur nicht Frederick. Er bewahrt Sonnenstrahlen, Farben und Wörter auf (ein Sinnbild für Hoffnungen und Träume), um die kalte Jahreszeit zu überstehen.

Büchereileiterin Rosmarie Schöpf las aus Kirsten Boies charmantem und spannendem Krimi „Thabo: Detektiv & Gentleman – Die Krokodil-Spur“ vor.

Den Erst- und Zweitklässlern der Neuen Mittelschule las Büchereileiterin Rosmarie Schöpf aus Kirsten Boies „Thabo: Detektiv & Gentleman“ vor. Diese Buchreihe handelt von einem Jungen aus dem südafrikanischen Swaziland, der spannende Kriminalfälle löst. „Ich möchte den Kindern aber auch die Problematik der vielen Aids-Waisen in diesem Gebiet näherbringen“, erklärte Frau Schöpf im Gespräch mit der RUNDSCHAU.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.