„Vorzeigebetrieb“

In Schönwies wird u. a. Speck verpackt. RS-Foto: Haueis

Ex-BM Schramböck besuchte Handl Tyrol in Schönwies

 

Karl Christian Handl gab Ex-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck einen Einblick in die Produktion des echten Nordtirolers. Sie ist begeistert vom „Vorzeigebetrieb, auf den man in ganz Österreich stolz sein kann“.

 

Von Daniel Haueis

 

1902 wurde der Grundstein des Unternehmens Handl Tyrol in -Pians gelegt. Später wurde um Naturns in Südtirol erweitert, der Standort Schönwies wurde 1997 als Servicecenter eröffnet. Haiming ist Standort Nummer vier: Dort wird seit vergangenem Jahr Speck produziert. Speck machen zu können, ist die Grundvoraussetzung – genügt heutzutage aber natürlich nicht mehr: „Früher hatten wir viel mehr Metzger, heute auch Mechatroniker u.a.m.“, sagt Karl Christian Handl, der den Betrieb in vierter Generation leitet. In Weltwirtschaft muss er ebenso beschlagen sein wie in technischen Fragen. „China kauft uns leer“, sagt Handl etwa in puncto Schweinefleisch – Preissteigerungen bis zu 50 Prozent sind die Folge. Karl Christian Handl kennt sich aber z.B. auch bei der Kontrolle, der Dichtheit der Packungen oder der Etikettierung aus – diesbezüglich wurden Geräte der Pharmazietechnik und der Fliesenindustrie adaptiert und weiterentwickelt. Und man muss die Wünsche der Kunden und Handelsketten kennen: „In Österreich kennt man Handl Tyrol vor allem für Speck, Kaminwurzen und Landjäger“, sagt Karl Christian Handl, im Ausland sind Wurst, Braten & Co. ebenso bekannt.

 

NEUIGKEITEN. Ein Trumpf von Handl Tyrol ist die Flexibilität: „Von einem Stück bis 100000 oder 200000“, so Handl, reicht das Angebot an Kunden. In Schönwies, wo aufgrund des neuen Standorts Haiming Kapazitäten freigemacht werden können, werden künftig vor allem Sonderthemen und Kleinserien behandelt. Entwicklungsleiter ist Spitzenkoch Christoph Zangerl – auf ihn und sein Team gehen Entwicklungen wie „Klettermaxi“ zurück: fett- und salzreduziert und ohne Zucker kommt das Würstchen aus. Vorgestellt wird nun auch eine Bio-Schiene. Jedenfalls nur Tiroler Produkte will Handl Tyrol produzieren – keine Salami o.ä. Es gebe rund 20 Grundartikel, so Handl, dabei aber natürlich viele Varianten.

Margarete Schramböck, ehemalige Wirtschaftsministerin und nun ÖVP-Spitzenkandidatin in Tirol bei der Nationalratswahl, war nach der Führung durch den Betrieb in Schönwies begeistert: „Ein großartiges, innovatives Unternehmen, das Arbeitsplätze und Wohlstand für Familien“ schaffe, sei Handl Tyrol. Auf den Vorzeigebetrieb könne man in ganz Österreich stolz sein. Mit VP-Vertretern wie Toni Mattle oder Pepi Raich diskutierte sie anschließend Themen wie Fachkräftemangel u.ä.

 

Margarete Schramböck mit Karl Christian Handl (r.) und Toni Mattle RS-Foto: Haueis