VP Telfs unterstützt Härting nicht

VP-Chef Christoph Stock (3.v.l.) mit seinem Team: V.l. Peter Larcher

Unerwartete Rückwärtsrolle von VP-Chef Christoph Stock bei der Listenpräsentation

Die Telfer ÖVP-Fraktion wird bei den Gemeinderatswahlen am 28. Feber keinen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken und auch den amtierenden Marktgemeindechef Christian Härting (Wir für Telfs) nicht unterstützen. Das gab ÖVP-Listenführer Vize-Bgm. Christoph Stock vergangenen Donnerstag bei einem Pressegespräch bekannt.

Grund für die Entscheidung, keinen Bürgermeisterkandidaten zu nominieren und auch keinen Kandidaten einer anderen Liste zu unterstützen, sei der, dass man sich innerhalb der ÖVP-Liste zu 100 Prozent auf die Gemeinderatsarbeit konzentrieren will. „Als mandatsstärkste Liste setzen wir auf ein gutes Klima und eine ordentliche Zusammenarbeit nach der Wahl. Eine Stimme für die Telfer Volkspartei ist eine Stimme für aktive, verlässliche und konstruktive Arbeit im Gemeinderat. Um den Wettstreit der besten Ideen im Gemeinderat nicht zu beeinträchtigen, wird die Telfer Volkspartei keinen Bürgermeisterkandidaten unterstützen. Je breiter die Zusammenarbeit in der nächsten Periode gestaltet werden kann, desto bessser“, lässt die ÖVP Telfs wissen. Vor einigen Monaten hieß es von Seiten der ÖVP Telfs allerdings noch, dass man den amtierenden Bürgermeister Christian Härting unterstützen werde. (Siehe Härtings Konter auf die ÖVP-Rückwärtsrolle auf Seite 8).

gute mischung. Bei der Erstellung der ÖVP-Liste mit 42 Telfern wurde stark darauf geachtet, dass die Telfer Bevölkerung repräsentativ und qualitativ abgebildet wird. „So ergibt sich eine gute Mischung aus arrivierten Gemeinderäten und neuen Kräften“, erklärt Stock. Hinter ihm sind Angelika Mader, Cüven Tekcan, Vinzenz Derflinger, Manfred Lerch, Johannes Neuner, Melanie Glatz, Walter Fartek, Christoph Tschabitscher und Peter Larcher gereiht. Stock will als hauptberuflicher Touristiker durch professionelles Management und mit innovativen Ideen eine gute Basis an Kulturveranstaltungen schaffen sowie Sportstätten und Sportangebote für die Bevölkrung noch zugänglicher gestalten. Ankelika Mader erklärte, dass sie ihr Hauptaugenmerk auf die Wirtschaft legen will. „Telfs muss beim Schaffen neuer Arbeitsplätze die Nummer eins in der Region sein. Die Belebung der Wirtschaft verlangt zwingend nach einer Belebung des Ortskerns und der dafür notwendigen Revitalisierung. Mehr Arbeitsplätze und ein lebendiger Ortskern halten auch die Kaufkraft in Telfs“, so Mader. Güven Tekcan, Intergrationsbeauftragter der Gemeinde Telfs, betonte, dass das Zusammenleben in Telfs weiter verbessert werden muss und es gilt, Hürden abzubauen. Gleichzeitig sei es wichtig, klare Grenzen und Regeln aufzuzeigen, die das Zusammenleben in der Marktgemeinde seit Generationen bestimmen.
Vinzenz Derflinger kündigte an, sich mit aller Kraft für die Vereine einzusetzen. Er denkt auch an eine jährliche erscheinende Vereinsbroschüre und an eine Vereinsmesse. Manfred Lerch will sich verstärkt auf die Anliegen der Telfer Jugend konzentrieren.