VW-Busse soweit das Auge reicht beim 2. Lechtaler Bulli-Treffen

Vor dem Autohaus Schweiger, dem größten VW-Bus-Zentrum Europas, tummelten sich am letzten Wochenende Bullis aus Deutschland, Italien, Österreich, Belgien, Ungarn, Großbritannien, der Schweiz und Tschechien. RS-Foto: Zeller

Die original Bullis – „legendary since 1950”

The Beatles, the Rolling Stones, Led Zeppelin – wer kennt diese Größen der 60er-Jahre nicht? Es ist schier unmöglich, an diese Bands oder das legendäre Woodstock-Festival zu denken, ohne dabei einen bunten VW-Bus vor dem inneren Auge zu haben. Die Kultobjekte haben bis heute kaum an Charme eingebüßt, wie beim Lechtaler Bulli-Treffen des Autohauses Schweiger am vergangenen Wochenende klar wurde. Vom „Hippie-Bus“ T1 bis zum modernen VW-Bus-Modell T6 waren rund 200 Bullis aus ganz Europa vertreten.

Von Jenni Zeller

Für Laien der VW-Bus-Welt stellt sich zunächst die Frage: Woher kommt der Kosename „Bulli“? Gemäß einer der geläufigsten Erklärungen ist der Name eine Kombination aus „Bus“ und „Lieferwagen“ und diente zur Bezeichnung von betriebsinternen Transportfahrzeugen bei VW. Seit der Bulli-Geburtsstunde im Jahr 1950 sind Nachfolge-Modelle des VW T1 zirka im 10-Jahres-Rhythmus erschienen, womit das aktuellste Modell nun der VW T6 ist.

Ein Charakterwagen für alle(s).
Der Zahn der Zeit mag zwar an den Bullis nagen, nicht aber an ihrem Kultstatus. RS-Foto: Zeller

Schon von Beginn an gab es den VW-Bus in verschiedensten Ausführungen: als Kleinbus, Kastenwagen, Campingbus oder auch als Einsatzfahrzeug. Bernhard Warter vom Autohaus Schweiger erklärte begeistert: „Die Bullis gibt es in allen Farben und Formen. Das macht sie zu Charakter-Wagen für ein sehr breites Publikum, das von Familien über Reiselustige bis hin zu Hobbyköchen reicht.“ Tatsächlich waren am Wochenende die unterschiedlichsten VW-Busse anzutreffen; beispielsweise ein zum Fischereimobil umgebauter T6, ein roter T1 mit Blaulicht der Freiwilligen Feuerwehr Dietenheim, ein knalloranger T3 einer Innsbrucker Bürgergruppe inklusive Anhänger und zahlreiche, als Wohnschlafwagen eingerichtete Modelle. Warter zufolge zeichne die Bulli-Community eine besondere Herzlichkeit aus, die der Vielfalt der Bullis und ihrer Liebhaber zu verdanken sei.

Zu Gast beom größten VW-Bushändler Europas.
Hans-Jörg Müller, Simon Schweiger und Bernhard Warter (v.l.) vom Autohaus Schweiger freuten sich über ihr gelungenes zweites Lechtaler Bulli-Treffen. RS-Foto: Zeller

Vor rund zwei Jahren rief Geschäftsführer Simon Schweiger mit Bernhard Warter „The Bulli-Show“ ins Leben, um die prominente Stellung des Autohauses Schweiger im VW-Bus-Marktsegment nach außen zu tragen. Seine Stellung als größter VW-Bus-Händler Europas ehrte das Autohaus heuer zum zweiten Mal mit dem exklusiven Lechtaler Bulli-Treffen. „Die Idee dahinter war, einerseits unser Autohaus im malerischen Ausserfern sichtbarer zu machen und andererseits die faszinierende Vielfalt von alten sowie neuen VW-Bus-Modellen vorzuführen“, schilderte Schweiger, der das Bulli-Treffen auch in Zukunft weiterführen möchte.

Ausfahrt.

Zum „Bulli abwechslungsreichen” Wochenendprogramm gehörte neben der großen Fahrzeugschau inklusive Fan-Shop eine Ausfahrt über das Allgäu zum Plansee, an dem die VW-Busliebhaber campierten und den Samstagabend mit Andy Veith und seiner Live-Band genossen. Sonntags fand noch ein gemütlicher Frühschoppen beim Autohaus Schweiger statt, ehe die farbenfrohe Bulli-Community nach einer geselligen Zusammenkunft wieder die Heimreise antrat.

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