Wahnsinns-Skills in den Routen des Sonnendecks

Das Bild täuscht, ist nicht verzerrt: Aber die höllische Routenführung und wie sich Mathias Posch wenige Augenblicke vor dem überhängenden Top streckt, birgt für Otto-Normalverbraucher Schwindelndes. RS-Foto: Unterpirker

Kletter-Jugend-Europameisterschaft: Sportlich und atmosphärisch top

436 Athleten aus 27 Nationen verwandelten das Kletterzentrum Imst bei der Jugend-EM am vergangenen Wochenende in ein farbenfrohes Meer aus europäischen Ländern. Sportlich gesehen brachte die Großveranstaltung wieder Top-Leistungen – inklusive Spitzenplatzierungen von Oberländer Kletterassen.

Von Albert Unterpirker

An diesem Wochenende ging es am Sonnendeck wieder so richtig rund. Routen mussten geschraubt, Griffe vorher gewaschen werden, und hinter den Kulissen gingen die Athleten vor ihren Einsätzen in ihre wettkampfübliche Vorbereitung und Konzentration. Das Kribbeln war spürbar, und die Spannung strebte bei den Finalkämpfen dem Höhepunkt entgegen. Unter den lauten Anfeuerungsrufen ihrer Fans und Kollegen blieben die Athleten bei ihren sportlichen Leistungen nichts schuldig, und präsentierten sowohl im Lead- (Vorstieg) als auch beim Speedbewerb hervorragende und bahnbrechende Skills in der Kletterwand. Während es in ihren jeweiligen Altersklassen Jana Rauth (ÖAV Imst Oberland) bis ins Halbfinale schaffte, erreichte Julia Lotz (ÖAV Climbing Team Telfs) das Finale und reüssierte dort mit Rang acht. Tja, und dann gab es ja noch zwei Stockerlplätze: Louis Gundolf sicherte sich in der Jugend den starken dritten Platz („Podium! Ein Wahnsinn!“), noch einen drauf setzte Mathias Posch (beide ÖAV Imst Oberland): Er holte bei den Junioren den zweiten Rang. „Das hat sehr gut funktioniert“, strahlte Posch nach seinem Routengang, „es ist einfach schön, wenn die harte Arbeit nun Früchte trägt!“ Ein dickes Bussi gab es anschließend von seiner Freundin Lisa De Martini (ital. Nationalteam, Anm.). Außerordentlich beeindruckt vom vorbildhaft inszenierten Event zeigte sich Eugen Burtscher, Präsident vom Kletterverband Österreich: „Imst ist der ideale Veranstaltungsort für die Jugend, hier gibt es Platz und Freiraum. Außerdem hat das Imster Team weitreichende Erfahrung in der Umsetzung solch großer Wettkämpfe!“ Nachsatz: „Und das landschaftliche Ambiente hier ist ebenfalls großartig!“

Begeisterung.

Voll des Lobes waren ebenfalls Bürgermeister Stefan Weirather und Sportreferent Thomas Schatz: „Für die Stadt Imst sind solche Events sehr wichtig – und der Tourismus freut sich über die vielen Gäste“, erklärt das Stadtoberhaupt. Thomas Schatz fügt an: „Es geht auch darum, die Jugend für den Sport zu begeistern. Außerdem ist die Organisation hier wie immer top!“ Andy Knabl vom Kletterzentrum Imst freute sich über soviel Lorbeeren dementsprechend. „Danke an unsere Mitarbeiter, die hier wieder tolle Arbeit geleistet haben“, so der Event-Boss, der weiß (und vielen aus der Seele spricht): „Tief im Herzen bleibt Imst das familäre Klettermekka von Tirol.“

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