Waldfest in Biberwier

Diverse Musikensembles zeigten auf der Bühne des Waldfestes ihr Können: Hier das Musikantentreffen der Loisachtaler und Sunnaspitzmusikanten. RS-Foto: Schrettl

Reibungloser Ablauf beim 9. Biberwierer Waldfest, das zwischen Freitag, dem 1. und Sonntag, dem 3. Juli stattfand

Trotz des schlechten Wetters am Freitag und Samstag fanden doch zahlreiche Musikbegeisterte den Weg zum Waldfest in Biberwier. Die Veranstalter, die Musikkapelle Biberwier, die mit diesem dreitägigen Fest ihr 190-jähriges Bestehen feierte, zog jedenfalls positive Bilanz. Diverse Musikerensembles, wie etwa die Loisachtaler, die Sunnaspitzmusikanten, die Mooskirchner, die MK Nassereith und natürlich die MK Biberwier sorgten an allen drei Tagen für Stimmung.

Das Waldfest in Biberwier findet alle zwei Jahre statt und wird von der örtlichen MK veranstaltet. Dieses Jahr gab es etwas ganz Besonderes zu feiern, denn die MK Biberwier besteht nun seit 190 Jahren und ist somit eine der ältesten Musikkapellen Tirols. Am Freitagabend, um 19 Uhr, begann das vielseitige Programm des diesjährigen Waldfestes.

Vielseitiges Programm. Das erste Highlight war mit Sicherheit das Sommerkonzert der Tiroler Blaskapelle Gehörsturz, die ab 20.30 Uhr aufspielte. Zeitgleich konnten Fußballbegeisterte – wie auch an den restlichen Abenden, das Viertelfinale der EM auf einer großen Leinwand beim Lagerfeuer mitverfolgen. Am Samstagnachmittag wurde die „Waldfestrally“ abehalten. Bei diesem sportlichen Wettkampf handelte es sich um ein Schubkarrenrennen, bei dem verschiedene Teams, trotz der widrigen Witterungsverhältnisse, gegeneinander antraten. Im Mittelpunkt stand dabei natürlich der Spaß. Am Samstagabend heizten dann die Mooskirchner aus der Oststeiermark den BesucherInnen ein.

Freundschaft über den Fernpass. Eine ganz besondere Freude bereitete die MK Nassereith der MK Biberwier, da diese den beschwerlichen Weg über den Fernpass auf sich nahm und somit das musikalische Programm des Waldfestes tatkräftig mitgestaltete. So marschierten sie gemeinsam mit der MK Biberwier und den Jungmusikanten vom Kirchplatz zum Festplatz, wo eine Feldmesse abgehalten wurde. Danach begeisterten die Gäste von der anderen Seite des Fernpasses noch mit einem Frühschoppen. Eine derartige Partnerschaft, die über die Bezirksgrenzen hinaus bestehe, sei schlichtweg großartig, betonte der Obmann der MK Biberwier, Harald Schennach, ausdrücklich. Ab 13 Uhr gab es ein „Musikantentreffen“, bei dem die Loisachtaler gemeinsam mit den Sunnaspitzmusikanten etliche Stücke zum Besten gaben.
Ausgezeichnete Jugendarbeit. „Die Einnahmen fließen zu 100% in die Jugendarbeit, beziehungsweise in die Anschaffung neuer Instrumente“, wusste Kapellmeister Melvin Schennach, der einst der jüngste Kapellmeister Tirols war, zu berichten. Diese Investitionen scheinen sich auch zu lohnen, denn die MK Biberwier zählt zu den durchschnittlich jüngsten des Bezirks und wahrscheinlich ganz Tirols. In den letzten 15 Jahren sei das Engagement der jungen MusikantInnen stetig weiter gewachsen, freute sich Harald Schennach. Vom Können und Einsatz der jungen MusikantInnen konnten sich die Besucher des Festgottesdienst am Sonntag überzeugen, weil dieser zur Gänze von den Jungmusikanten der MK Biberwier gestaltet wurde.

Unglaublicher Enthusiasmus. Der BM von Biberwier, Paul Mascher, war sichtlich beeindruckt und stolz auf seine MusikantInnen. „Ich bin als BM aber auch als Vater eines Musikanten sehr froh, dass bei der MK – aber auch bei der Freiwilligen Feurerwehr – so gut gearbeitet wird. Sie leisten hervorragende Vereinsarbeit und ich kann behaupten, dass etwa die MK meinen Sohn im positivsten Sinne miterzogen hat.“ Der Enthusiasmus der jungen Truppe sei hervorzuheben, meinte er weiters.
musikalisches Biberwier. Das nächste Waldfest soll wieder in zwei Jahren ausgerichtet werden – dann hoffentlich bei etwas besserem Wetter. Wer sich schon früher vom musikalischen Können der BiberwiererInnen überzeugen lassen möchte, hat ab dieser Woche bis in die erste Septemberwoche jeden Donnerstag um 20.15 Uhr bei den Platzkonzerten die Gelegenheit dazu. Das abschließende Platzkonzert findet am Freitag, dem 9. September statt. Ein Musikspektakel der etwas anderen Art findet am 30. Juli in der Biberwierer Rochuskapelle statt. Dann wird der Münchner Konzertgitarrist Stephan Stienz bereits zum dritten Mal ein klassisches Gitarrenkonzert spielen.