Was das neue Jahr bringt

Blickte in Vergangenheit und Zukunft: Bürgermeister Stefan Weirather RS-Foto: Matt

Neujahrsempfang im Imster Stadtsaal

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste zog Bürgermeister Stefan Weirather beim Neujahrsempfang im Imster Stadtsaal seine Bilanz der vergangenen Jahre und gewährte ebenso einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben der Stadtgemeinde.

Von Manuel Matt

„Das Jahr geht immer wieder flott vorbei“, urteilt Stefan Weirather und lässt seinen alljährlichen Bericht als Imster Bürgermeister mit Zahlen beginnen. 11400 Menschen leben mittlerweile in Imst, 15 Ausschüsse lenken die Entwicklung der Stadtgemeinde, die 2019 knapp 34 Millionen Euro im außerordentlichen Haushalt verbuchte – eine Steigerung von rund zehn Millionen Euro im Vergleich zu 2009. Die Einnahmen aus der Kommunalsteuer unterstreichen ebenso die positive Tendenz und belaufen  sich mittlerweile auf rund fünf Millionen Euro (2009: 2.000.000 Euro). Bezüglich Stadtentwicklung verweist Weirather auf die Gründung des Stadtmarketings auf Investitionen von etwa 47 Millionen Euro in den letzten fünf Jahren. „Viel, viel Geld“, betont der Bürgermeister, was durch Sparen und Reduzierung des Schuldenstandes möglich gewesen sei.

Bildung

Kräftig investiert wurde auch in Schulen und Kindergärten – eine Notwendigkeit, beispielsweise aufgrund der Reduzierung der Gruppen- beziehungsweise Klassengrößen und neuen Angeboten wie Ganztagsbetreuung. Allein im Kindergartenbereich wussten die laufenden Kosten von 800.000 Euro (2008) auf über zwei Millionen Euro anzuwachsen. Im Bereich der Mittelschulen warten in naher Zukunft bereits die nächsten Herausforderungen, sollen doch kleinere Gruppen in verschiedenen Unterrichtsfächern forciert werden. In Summe werden es wohl etwa vier bis fünf Millionen Euro pro Schule sein, beziffert Weirather: „Ich glaube aber, dass speziell im Bildungsbereich viel Geld investiert wird.“ Bereits in diesem Jahr soll ebenso die Sanierung der Volksschule Unterstadt in Angriff genommen werden – damals „eine sehr moderne Schule“, heute aber „die letzte Schule, die noch nicht saniert ist“, erklärt der Bürgermeister. Während der Arbeiten werden die Kinder im Bereich Auf Arzill untergebracht.

Von Sport, Pflege und Hochwasserschutz

Stolz zeigt sich Weirather auf die zwölf Vereine, die alleine im Sportzentrum untergebracht sind. Dessen Errichtung sei damals trotz Kritik an den Kosten eine „wichtige und gute Entscheidung“ gewesen und wurde jüngst um eine Lauf- sowie eine E-Trial-Strecke erweitert. Auch das Dach wurde saniert. In den kommenden Jahren werde weiter in das Sportzentrum investiert, verspricht das Stadtoberhaupt. Eine andere Säule im Sportbereich bleiben die Bergbahnen, wo zuletzt der finale Abschnitt der neuen Beschneiungsanlagen realisiert werden konnte. „Wir sind zwischenzeitlich in einem Prozess, dass man schaut, welche Anlagen für eine Sanierung in Frage kommen“, erläutert Weirather. Was gemacht werden kann, was es kosten wird „und auch, was es im Bereich der Parkplätze auf sich hat“, werde am 21. Jänner dem Gemeinderat präsentiert, kündigt der Bürgermeister an. Momentan würden Gespräche mit der Landesumweltabteilung laufen, „ob das Ganze so, wie wir es am Tisch liegen haben, umsetzbar ist oder ob es K.O.-Kriterien gibt“. „Sehr viel Geld“ braucht es jedenfalls im Pflegebereich, der Startschuss für die Erweiterung des Pflegezentrums soll heuer fallen. Zu erwarten sei ein Investitionsvolumen von rund 14 Millionen Euro, die Imst dank Pflegeverband und Landesförderungen aber nicht allein zu tragen hat. „Nicht ganz so einfach“, so Weirather, gestalte sich der Hochwasserschutz im Malchbach-Bereich. Die Planung des dementsprechenden Projekts sei aber so weit fertig, dass es vorgestellt werden könne. „Wir wissen aber, dass das Projekt wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum dauern wird, weil es natürlich viel Geld kosten wird“, prophezeit der Bürgermeister.

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