Wenn der Frühling kommt …

Noch immer wird Schotter aus dem Lech entnommen. Geld aus der Schotterentnahmegebühr wird wieder in Maßnahmen am Lech investiert. Foto: Baubezirksamt Reutte

… fällt der Startschuss für die Bausaison

Straßenbau und Wasserwirtschaft hoffen auf gutes Wetter nach Ostern. Verschiedene Baumaßnahmen, die gutes Wetter voraussetzen, müssen getätigt werden.

Noch immer wird Schotter aus dem Lech entnommen. Geld aus der Schotterentnahmegebühr wird wieder in Maßnahmen am Lech investiert. Foto: Baubezirksamt Reutte„Gerade im Straßenbau haben wir einige größere Projekte vor, die nicht ohne Verkehrsbehinderungen umgesetzt werden können. Die Arbeiten, die in diesem Bereich geleistet werden, dienen all jenen, die unsere Straßen dann wieder sicher benützen wollen“, erklärt Wolfgang Haas,  der Amtsleiter des Baubezirksamtes Reutte. Rund zehn Millionen Euro sind im Bezirk Reutte für den Straßenbau veranschlagt und decken Erhaltungsmaßnahmen wie Winterdienst, Felsräumungen, Brückensanierungen und Verbesserungen am Bestand ab.
Ein wichtiger Baubereich wird im Zwischentoren die Ortsdurchfahrt Ehrwald sein. Wenn möglich, soll nach Ostern mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Die vier Abschnitte, mit Beteiligung aller Leistungsträger, sollen bis Sommer 2019 abgeschlossen sein. Die Reinigungsarbeiten im Lermooser Tunnel starten wegen der Maßnahmen in Ehrwald in diesem Jahr schon früher.
Die B 187 wird im Bereich Höchelrainerbrücke bis Schanzerbrücke  am Bestand auf den Stand der Technik gebracht. Die Baumaßnahmen auf der B 187 sind dann abgeschlossen.
Auf der L 21 – Aufstieg Berwang bis Ortsanfang Berwang – stehen Belagssanierungen auf einer Länge von 1,5 km an. Im Raum Reutte wird bei der Anschlussstelle Reutte Süd der B179 eine 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand Richtung Neumühle/Lähn errichtet. Zeitgleich wird die Brücke über die Planseestraße generalsaniert. Der Baubeginn ist für nach Ostern geplant. Der Verkehr Richtung Norden wird während der Bauzeit ausgeleitet, der Verkehr Richtung Süden bleibt auf der B 179. An ein bis zwei Tagen – während der Deckenaufbringung – muss der Verkehr in beide Richtungen ausgeleitet werden.
Die Asphaltierungsmaßnahmen auf der Postwiesgerade – ca. 300 m vor der Abfahrt Ehrenberger Klause bis zur Ewigkeitskurve – betreffen ebenfalls die B179. Die obere Tragschicht wird über Nacht aufgebracht. Für den Deckenaufbau sind zwei Bautage veranschlagt, an je einem Tag wird es in einer Richtung eine Straßensperre geben. Während der notwendigen Felsräumungsarbeiten am Katzenberg muss mit kurzen Wartezeiten gerechnet werden. „Die B179 ist aufgrund des starken Verkehrsaufkommens äußerst stark belastet. Der Instandhaltung dieser Straße wird daher große Aufmerksamkeit geschenkt”, erläutert Wolfgang Haas.
Auf einer Länge von ca. 350 m wird auf der Planseewerksbrücke die Randleiste auf der Südseite saniert. Der Verkehr bleibt hier immer zweispurig aufrecht. Im Ortsgebiet Reutte wird der Bereich Isserplatz bis Hauptkreisverkehr, inklusive Randsteinen und Gehsteigen, komplett saniert. Während dieser vier Tage dauernden Aktion wird eine Komplettsperre notwendig sein. Da diese Baumaßnahme wetterabhängig ist, kann kein fixer Bautermin genannt werden.
Belagsmaßnahmen wird es auch auf der Wänglerstraße in Lechaschau geben. Sie betreffen den Abschnitt von der Lechaschauer Kirche bis Ortsende. Auf der Lechbrücke werden die Pflastersteine am Gehstreifen durch Asphalt ersetzt. Im Lechtal wird im Herbst mit dem Baulos Ortsdurchfahrt Unterstockach begonnen. Die Dauer wird zwei Jahre sein und sich ab der Kirche bis zum Ortsende erstrecken. Belagssanierungen werden an der Ortsdurchfahrt Vorderhornbach Richtung Martinau vorgenommen. Steeg/Kaisers schließt die Straßenbaumaßnahmen ab. Sperrzeiten werden notwendig sein. Bei weiteren Lechtaler Projekten sind noch Verhandlungen ausständig. Geplant ist eine fußläufige Verbindung von der Dürnauer Brücke bis zum Ortsanfang Holzgau. Zusätzlich soll hier ein Fahrbahnteiler für eine Geschwindigkeitsreduktion sorgen. Die Lechleitener Straße (Abschnitt Holzgauerhaus bis Lechleiten) befindet sich in schlechtem Zustand und soll saniert werden.
Im Bereich Tannenhof ist auf einer Länge vom 800 m eine Linienverbesserung, inklusive Gehsteig und Busbuchten, geplant.
Auch im Tannheimertal wird gebaut. Größtes Vorhaben wird der Kreuzungsbereich B 199 mit der L 261. Dieser Bereich wird Bestandteil der geplanten Umfahrung Haller/Haldensee sein. Errichtet wird ein neuer Kreisverkehr, die beiden Brücken über die Berger Ache werden durch eine neue Brücke ersetzt. Umgesetzt wird auch eine Unterführung für den Radweg und die Loipe. In Schattwald sind Belagssanierungsarbeiten an der Ortsdurchfahrt notwendig.

Wasserwirtschaft.

Im Bereich Wasserwirtschaft liegt das Hauptaugenmerk auf dem Life-Projekt. Es handelt sich dabei um Renaturierungsmaßnahmen, Verbesserungen und den Hochwasserschutz. Baustellen bestehen in Ehenbichl, Vorderhornbach und Elbigenalp. Hochwasserschutzmaßnahmen in Obergiblen werden das Gebiet aus der gelben Zone (durch Wildbäche oder Lawinen gefährdete Flächen, deren ständige Benützung für Siedlungs- oder Verkehrszwecke infolge dieser Gefährdung beeinträchtigt ist) ziehen. In Steeg wird im Bereich Kirchenbrücke der Hochwasserschutz erneuert – geplanter Abschluss im Herbst 2018. Am „Gächtle“ (Bereich alte Einfahrt Höfen) steht als Instandhaltungsmaßnahme die Ufersicherung an. Im vergangenen Jahr wurde am Lech die Geschiebefalle eröffnet. Aktuell wird bei Pflach noch Schotter (in Summe 80000m3) aus dem Lech entnommen. Die Schotterentnahmegebühr in Höhe von 2,55 Euro pro m3 kommt schlussendlich wieder dem Lech zugute. Dieses Geld wird vom Erhaltungsverband (Anliegergemeinden von Pinswang bis Steeg) für Maßnahmen am Lech verwendet.
Insgesamt werden inklusive EU-Mitteln 2,4 Millionen Euro für den Lech – Instandhaltung und Hochwasserschutz – aufgewendet.
Für laufende Erhaltungsmaßnahmen gibt der Leitfaden „Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzepte“ vor, was wünschenswert bzw. notwendig ist – etwa Maßnahmen an der Berger Ache im Bereich Vilsalpsee bis Schotterwerk Beirer. Projektiert sind Maßnahmen am Mühlbach in Höfen und am Katzenbach in Reutte, wo es bereits eine Vorstudie für ein Rückhaltebecken in der Klause gibt.