Wichtige Wirtschaftsimpulse

WK-Präsident Christoph Walser und WK-Bezirksobmann Josef Huber (v.r.) RS-Foto: Grüneis

Die Herausforderungen der Zukunft und wie der Bezirk Imst als Standort attraktiv bleibt

Der Bezirk Imst hat eine ausgezeichnete wirtschaftliche Entwicklung erlebt. Damit dies auch in Zukunft der Fall ist, braucht es praktische Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft.

Von Martin Grüneis

In den letzten Jahren hat die Tiroler Wirtschaft deutliche Impulse gesetzt. „Wir sind seit 2017 österreichweit quasi auf der Überholspur unterwegs“, sagt WK-Präsident Christoph Walser und verweist auf niedrigste Arbeitslosigkeit (4,7 Prozent; Stand Juli 2019), beinahe 27 Millionen Nächtigungen im ersten Halbjahr und die mehr als 11 Milliarden Euro Absatz der Tiroler Unternehmen. Den Grund für die gute Performance sieht Walser in den fleißigen und innovativen Betrieben in allen Tiroler Bezirken, aber auch die Politik habe in letzter Zeit gute Arbeit geleistet.

Herausforderungen der Zukunft

Seit dem Sommer des Vorjahres ist im Konjunkturverlauf ein wenig Normalität beziehungsweise Stagnation eingekehrt. „Damit ist jetzt die beste Zeit, um neue Anreize für unsere Bezirke zu setzten“, hält Walser fest. Vor allem die fehlenden Fachkräfte, der Verkehr, die Behörden- und Genehmigungsverfahren, die Raum- und Bauordnung sowie die Digitalisierung sind brennende Themen. Der derzeit so präsente Klimaschutz wird als Chance gesehen, um heimisches Knowhow in die Welt zu exportieren. Da Tirol wirtschaftlich sehr breit aufgestellt ist, spüre das Land die derzeit schwächelnde Wirtschaft in Deutschland nicht so sehr wie andere Bundesländer. „Wir haben so viele tolle Unternehmen, die mit ihren Mitarbeitern fantastisches leisten. Wir haben Leitbetriebe und Weltmarktführer hier in Tirol und in keinem anderen Land auf der ganzen Welt versteht man zum Beispiel so viel von Tourismus wie wir hier in Tirol. Was wir aber schaffen müssen beziehungsweise woran wir arbeiten müssen, ist, dass die Tiroler wieder stolz sind auf ihre Arbeit und ihre Betriebe“, sagt der WK-Präsident.

Die Zukunft des Bezirk Imst

Mit den Bereichen Gewerbe und Handwerk, Handel sowie Tourismus habe man drei dynamische Hauptstandbeine, aber auch in allen anderen Sparten verfügt der Bezirk Imst über ausgezeichnete Betriebe. Der Wirtschaftsstandort soll attraktiv bleiben und bestehenden als auch neuen Unternehmen Perspektiven bieten. Dazu passend hat sich die Wirtschaftskammer Imst die Schwerpunkte Betriebsübergabe und Unternehmertum an die Fahne geheftet. Um den Fachkräftemangel entgegenzutreten, wurden Initiativen wie die „Plattform Schule-Wirtschaft“ und Schülerstromanalysen geschaffen. Gleichermaßen herausfordernd für die Bevölkerung und die Wirtschaft im Bezirk Imst gestaltet sich die Verkehrsentwicklung. Es wird einen Mix aus Überlegungen und konkreten Maßnahmen erfordern, um eine „Verkehrsvision 2025“ für den Bezirk realisieren zu können. Diesbezüglich fordert die Wirtschaftskammer von der Politik neue Ideen statt weitere Verbote.

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.