Wichtiger Schritt für „Verkehrskonzept 2035“

Das "Verkehrskonzept 2035" wird mit Sicherheit auch eine Verkehrsberuhigung im Marktgemeindezentrum mit sich bringen. RS-Foto: Schnöll

Telfer Gemeinderat machte bei jüngster Sitzung 112.000 Euro frei – Bevölkerung soll beim Projekt mitreden können

GeSch/RS) In Telfs wird schon lange ein Verkehrskonzept diskutiert – nun wird von Seiten der Marktgemeinde ernst gemacht. 112.000 Euro werden vorerst in die Ausarbeitung des „Verkehrskonzeptes 2035“ investiert. Das hat der Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung beschlossen. „Es geht dabei um eine ganzheitliche Sicht. Wir wollen alle Verkehrsteilnehmer optimal einbinden – und das Projekt langfristig gemeinsam mit der Bevölkerung entwickeln“, erklärte Vizebürgermeister Christoph Walch (Grüne).

Bürgerneister Christian Härting (WFT) hat den Gemeinderat nochmal auf die Dringlichkeit des „Verkehrskonzeptes 2035“ hingewiesen. Einerseits, weil es gerade zu Stoßzeiten etliche problematische Stellen gibt, andererseits, weil mehrere Bauvorhaben im Ortszentrum anstehen, für die ein nachhaltiges und klares Verkehrskonzept eine wichtige Voraussetzung sei. Bauamtsleiter DI Andreas Kluibenschedl erläuterte den Mandataren den Ablauf und die Eckpunkte des Konzeptes, das an den Best- und Billigstbieter vergeben wurde. „Unser Zeitplan ist sportlich. Wir wollen noch heuer die Verkehrszählung durchführen und analysieren und im kommenden Jahr unter Einbeziehung der Politik, der Wirtschaftstreibenden und der Bevölkerung einzelne Varianten berechnen!“ Die konkrete Umsetzung erfolge dann stufenweise bis 2035.

Das Planungsgebiet umfasst den erweiterten Ortskern. Eine Schlüsselstraße ist dabei die Anton-Auer-Straße. „Da ist auch das Land als zuständige Stelle gefordert. 35.000 Euro fließen von Landesseite in das Verkehrskonzept“, erklärte Bürgermeister Härting. GR Norbert Tanzer (PZT/SPÖ) meinte: „Man sollte vor Ausarbeitung eines solchen Konzeptes schauen, was in den nächsten Jahren im Dorf passiert!“, GV Michael Ebenbichler (FPÖ) sieht es anders: „Die Bevölkerung erwartet, dass wir die Verkehrsprobleme rasch lösen. Wir brauchen das Konzept, bevor gebaut wird!“ GR Sepp Köll („Telfs Neu“) warf ein, dass hier 112.000 Euro für „Visionen“ ausgegeben werden. „Das sind keine Visionen, sondern knallharte Realität“, konterte Marktgemeinde-Chef Christian Härting. 19 Mandatare stimmten für die Vergabe des Verkehrskonzeptes an das Planungsbüro „Planoptimo Büro Dr. Köll ZT-GmbH“ aus Reith bei Seefeld. GR Norbert Tanzer und Kaufleuteobmann GR Sepp Köll waren dagegen.

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