„Wir fühlen uns verpflichtet“

Der Bau zur Errichtung der Unterkünfte für Modulbauweise ist derzeit im Gange. RS-Foto: Zangerl

St. Anton: Bau der Asylwerberunterkunft begonnen

In St. Anton wurde kürzlich mit dem Bau von Asylwerberunterkünften in der Nähe des Bahnhofs begonnen. Die in Modulbauweise errichtete Einrichtung für ca. 26 Menschen kann voraussichtlich Anfang 2017 bezogen werden.

 

„Wir fühlen uns dem Bund und dem Land gegenüber verpflichtet, einen sozialen Beitrag zu leisten“, erklärt der St. Antoner Bürgermeister Helmut Mall über die Asylantenunterkunft, denn: „St. Anton wurde bei diversen Projekten, so z.B. der Austragung der Alpinen Skiweltmeisterschaft im Jahr 2001 durch das Land und den Bund unterstützt – wir wollen etwas zurückgeben.“ Und: „Es kann nicht sein, dass sich eine Tourismusgemeinde der aktuellen Flüchtlingsproblematik nicht annimmt“, so Mall über diesen „notwendigen sozialen Beitrag“. Die Asylantenunterkunft wird in Modulbauweise auf Gemeindegrund nahe des Bahnhofs errichtet und bietet 26 Menschen Platz (zudem ist eine vierköpfige Flüchtlingsfamilie im Ortsteil St. Jakob privat untergebracht). Die Betreuung übernehmen der Verein SoViSta und freiwillige Helfer.

„Eine dynamische Situation“. „Der Vertrag wurde auf fünf Jahre unterzeichnet, eine Verlängerung um zwei Jahre ist möglich“, informieren Bgm. Mall und Dr. Georg Mackner von der Tiroler Soziale Dienste GmbH. Asylanten sollten Anfang 2017 einziehen, bei schnellem Baufortschritt eventuell auch früher, so Mackner. Mit Wechsel ist zu rechnen: „Da es sich um ein Heim handelt und darin AsylwerberInnen mit unterschiedlichen Antragsprognosen leben, ist es eine dynamische Situation, das heißt, es werden über die Laufzeit verschiedene Konstellationen des Belages entstehen.“ Aktuell werden im Bezirk übrigens keine weiteren AsylwerberInnenheime errichtet, weiß Dr. Mackner.

Von Elisabeth Zangerl

Bgm. Helmut Mall: „Wir fühlen uns verpflichtet, diesen sozialen Beitrag zu leisten.“ RS-Foto: Zangerl

Georg Mackner: eine dynamische Situation RS-Foto: Haueis

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