Wir sind Weltmeister!

Liebe Freunde euphorischer Freuden nach Siegen heimischer Sportlerinnen und Sportler!

Laura Stigger, unser 18-jähriges Radsporttalent, hat es geschafft. Die mehrfache Welt- und Europameisterin im Mountainbiken ist jetzt auch Juniorenweltmeisterin im Radrennfahren auf der Straße. Das ist phänomenal. Außergewöhnlich. Sensationell. Und diese Leistung der jungen Haimingerin heften wir Sportpatrioten natürlich gerne auf unsere Fahnen. Wir Österreicher, wir Tiroler und ganz besonders wir Haiminger – schließlich bin ich ja selbst ebenfalls in diesem wunderbaren Ort aufgewachsen – sind jetzt auch Weltmeister! Ein grandioses Gefühl. Vor allem deshalb, weil viele von uns ja kurz vor dieser Sensation sich auch schon absolut weltmeisterlich verhalten haben. Diese Rad-WM. Eine einzige Belästigung. Straßensperren. Lästige Umfahrungen. Unzumutbar für die Bevölkerung. Und sündteuer. So viele Millionen für eine einzige Großveranstaltung. Wer soll das bezahlen? Bringt uns das überhaupt was? Und so weiter und so fort. Genau bis zu dem Zeitpunkt, an dem Laura ihren historischen Endsprint ansetzte, waren wir schon Weltmeister – im Sumsen und Jammern! Was sich für einen gelernten Österreicher natürlich binnen Augenblicken ins Gegenteil verkehrt. War schon toll, diese Rad-WM. Und Radfahren hat ja große Zukunft. Diese tollen Radwege, die sogar wir Alten neuerdings ja mit den E-Bikes bestens bewältigen, sind schon ein riesiger Gewinn für unser Land. Da werden jetzt viele Gäste kommen. Laura sei Dank! Übrigens: Der Erfolg von Stigger gehört in erster Linie der Athletin selbst. Dann ihrem Trainer- und Betreuerteam. Und natürlich ihren Eltern und anderen Familienmitgliedern, die das Supertalent jahrelang gefördert und unterstützt haben. Doch jetzt, wo Laura im zweiten Namen „Erfolg“ heißt, hat sie viele Väter. Dazu gehört jedenfalls der Herrgott, der ihr erst die Berge und dann auch noch die Asphaltstraßen gemacht hat…

Meinhard Eiter

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