„Wo man musiziert, da lass’ dich ruhig nieder“

Mit Pauken, Trompeten und allen anderen Instrumenten, welche die Blasmusik zu bieten hat, wurde am Wochenende das Bezirksmusikfest des Bezirksblasmusikverbandes Imst zelebriert. Foto: Kathrin Eberhart

Das Bezirksmusikfest in Imst sorgte für Harmonie unter den Menschen

Wenn zwölf Blasmusikkapellen aus dem Bezirk Imst und die Imster Schützen zusammenkommen und gemeinsam am Sparkassenplatz musizieren, treffen sich Jung und Alt, um der schönen Musik zu lauschen.

Von Katharina Huter

Das Bezirksmusikfest in Imst fand am 29. Juli statt und startete mit der Festmesse am Sparkassenplatz. Die große Menge an Musikanten wurde von Bezirkskapellmeister Martin Scheiring dirigiert und Pfarrer Thomas Ladner hielt die Messe in feierlichem Rahmen ab. Selbstverständlich waren auch einige Ehrengäste anwesend, darunter der Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Stefan Weirather, der Landesrat Bernhard Tilg, Hannes Staggl, der Obmann des Tourismusverbandes Imst, sowie alle Bürgermeister und Vizebürgermeister des Bezirkes Imst. Nach der Messe fanden die Ehrungen statt und es wurden einige Abzeichen für die langjährige Mitgliedschaft in einer Blasmusikkapelle und Tätigkeiten als Funktionäre vergeben. Ausgezeichnet wird man ab dem 20. Jubiläum des eigenen Mitwirkens in einer Kapelle.

Marsch durch Imst.

Nach den Ehrungen und der Festmesse marschierten alle Kapellen in geordneter Reihenfolge durch die schön beflaggte Schustergasse und gingen durch die Postgasse zum Stadtplatz, wo die Defilierung, also das feierliche Vorbeimarschieren während eines Musikstückes an den Ehrengästen, stattfand. Danach ging es weiter zum Glenthof, wo die Musikkapellen Arzl und Zaunhof jeweils ihr Können präsentierten.

Gehörsturz.

Ein großer Auftritt begann am frühen Nachmittag im Event Dome Imst mit der Bläsergruppe „Gehörsturz“ aus Tirol. 13 junge Musikanten beschreiben ihre Musik als „Pop Rock Blasmusik“ und versprechen alles andere als einen Tinnitus. Mit selbst komponierten Liedern und Hits wie „Walking on sunshine“ regten sie einige Blasmusikkapellen-Mitglieder und Zuseher zum Tanzen und natürlich ausgelassenem Feiern des gelungenen Bezirksmusikfestes an.

Speis und Trank.

Vor dem Glenthof wurde natürlich für Essen und Trinken gesorgt. Bei den verschiedensten Ständen gab es von Currywurst über Grillhendln bis zu Pommes Frites und gekühlten Getränken, die bei dieser Hitze wohl durchaus nötig waren, so gut wie alles. Auch die Weinlaube in der gut gefüllten Halle lud zu einem Gläschen fabelhaften Weins, Knabbereien und zum gemütlichen Plaudern ein.

Alte Tradition.

Musikkapellen gibt es überall und regelmäßig gegebene Konzerte sind schon seit Jahrhunderten nichts Ungewöhnliches mehr. Mittlerweile können auch zahlreiche Jugendliche unter den Musizierenden gesehen werden, was deren Freunde hoffentlich dazu aufruft, Auftritte und Feste zu besuchen. Dies wiederum fördert den Zusammenhalt der Bevölkerung als auch die Weiterführung solcher Traditionen. Musikfeste sind für jedes noch so kleine Dorf und jede noch so große Stadt wichtig, da sämtliche Generationen aufeinandertreffen, sich austauschen können und somit dazu beitragen, das Band innerhalb des Volkes zu stärken. Der Spruch „Wo man musiziert, da lass’ dich ruhig nieder, denn böse Menschen haben keine Lieder“ sorgt immer wieder für Harmonie unter den Besuchern eines Konzertes als auch unter den Musikanten.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.