Zirl ist nun wieder unter „roter Flagge“

Iris Zangerl-Walser gratulierte Thomas Öfner zum Wahlerfolg

Thomas Öfner konnte sich in der Stichwahl gegen Iris Zangerl-Walser behaupten – Öfner geht nun mit Listen in Klausur

Die Marktgemeinde Zirl hat nun wieder einen SP-Bürgermeister Thomas Öfner (Für Zirl – Liste Thomas Öfner) konnte sich bei der Stichwahl am Sonntag klar gegen Gegenkandidatin Iris Zangerl-Walser (Zukunft Zirl – Volkspartei) behaupten. Öfner erhielt 64,69 Prozent der 3.585 gültigen Stimmen, auf Zangerl-Walser entfielen 35,31 Prozent. „Mit einem derart deutlichen Votum habe ich nicht gerechnet, das ist ein überaus respektables Ergebnis“, freute sich Thomas Öfner nach der Stichwahl. Iris Zangerl-Walser gab ihre Enttäuschung zu: „Ich habe mir mehr erwartet!“

Thomas Öfner ist bereits seit 30 Jahren in der Gemeindepolitik verankert. Vorerst als Ersatzgemeinderat, die vergangenen sechs Jahren als aktiver Gemeinderat. „Meine Erfahrung in der Gemeindepolitik dürfte ebenso zum Wahlerfolg beigetragen haben wie das ausgeprägte Wahlprogramm meiner Liste“, kommentierte Öfner das deutliche Wahlergebnis. Er will nun mit den anderen Listen in Klausur gehen. „Auf den Wahlprogrammen der einzelnen Listen fanden sich viele Themen, die auf gemeinsames politisches Interesse stoßen. Diese müssen nun auch miteinander aufgearbeitet werden. So besteht zum Beispiel im Bereich der Bildung, Kinderbetreuung und der Verkehrsbelastung im Ort Handlungsbedarf. Wir dürfen aber auch auf die Wirtschaft nicht vergessen, die weiterhin Unterstützung braucht“, erklärte Öfner beim RUNDSCHAU-Telefonat.

freude bei Landes-SPö. Freude herrschte am Sonntag natürlich auch in der SP-Landes- und Bezirksparteileitung. „Ein großartiges Ergebnis und ein toller Beweis dafür, dass engagierte, sozialdemokratische Politik honoriert wird. Ich gratuliere von ganzem Herzen“, freute sich SPÖ-Landesparteivorsitzender Ingo Mayr über den grandiosen Erfolg von Thomas Öfner bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Zirl. Bezirksparteivorsitzender Georg Dornauer jun. sprach von einer „gewaltigen Leistung“: „Thomas und sein Team haben die harte Arbeit der letzten Wochen, Monate und Jahre gekrönt. Ich gratuliere und danke für all den Einsatz. Den Bürgermeistersessel in Zirl zurückzuholen gibt der gesamten SPÖ Aufwind.“ Öfner konnte mit seiner Liste „Für Zirl“ am 28. Februar 26,5 Prozent der Stimmen und sechs Mandate auf sich vereinen. Die Zirler Wähler hatten die Sozialdemokraten damit bereits zur stimmenstärksten Partei gemacht.

„habe mir mehr stimmen erwartet!“. Weniger erfreut war Iris Zangerl-Walser nach der Stichwahl: „Natürlich habe ich mir mehr erwartet. Als der abgewählte Bürgermeister Josef Kreiser von der Liste ‚Zirl Aktiv‘ kürzlich über die Presse verlautbaren ließ, dass er keine Wahlempfehlung für die Stichwahl abgeben werde, sich aber ‚einen Bürgermeister mit Erfahrung wünsche‘, war das für mich doch eine Wahlempfehlung, die eventuell dazu beigetragen hat, dass der bürgerliche Wählerstrom nicht zu mir, sondern in die andere Richtung geflossen ist!“ Aufgeben will Iris Zangerl-Walser nicht. „Ich werde auch die kommenden sechs Jahre für die Menschen in unserem Dorf arbeiten. Die Gemeinderatswahlen waren für mich trotz der Niederlage bei der Stichwahl ein voller Erfolg. Als Quereinsteiger auf Anhieb fünf Mandate zu erzielen, schafft nicht jeder!“ Iris Zangerl-Walser will nun als Vize-Bürgermeisterin kandidieren.
236 VP-Dorfchefs. Insgesamt stellt die SPÖ nun 24 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Tirol. „Die SPÖ ist und bleibt damit die einzige echte Alternative zu bürgerlichen und konservativen Kandidaten“, sagt SPÖ-Landesvorsitzender Ingo Mayr. Freude natürlich auch in der ÖVP-Landeszentrale: „Mit nunmehr 236 VP- und VP-nahen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern konnten wir unser hohes Niveau von bisher 234 sogar nochmals leicht ausbauen. Unsere Kandidatinnen und Kandidaten haben einen unglaublichen Einsatz an den Tag gelegt und in den vergangenen zwei Wochen nochmals alles in die Waagschale geworfen. Auch für uns als Landespartei waren die vergangenen Monate eine große Herausforderung. Ich bin froh, dass sich die Arbeit gelohnt hat, auch wenn die beiden verlorenen Bürgermeistersessel in Zirl und in Rattenberg natürlich einen Wermutstropfen darstellen“, erklärte VP-Parteimanager Martin Malaun am Sonntag unter anderem in einer Aussendung.