Zu Jahresbeginn droht vorzeitiges Saisonende

Zirl stellte Tabellenführer Kundl ein Bein. Martin Sturm (rechts) traf 67 Sekunden vor der Schlusssirene zum 3:3. Foto: Alex Dosch

In der Woche der Wahrheit gilt für Zirl das Motto „Siegen oder Fliegen“ – Sonntag, 7. Jänner, um 19.30 Uhr steigt das Derby gegen Silz

Schaffen die „Gunners“ das Unmögliche und ziehen doch noch in das Play-Off der besten vier Elite-Liga-Teams ein? Eine Frage, die in der Woche der Wahrheit mit größter Wahrscheinlichkeit beantwortet wird. Denn in den vier Spielen gegen Kufstein, Hohenems (jeweils nach Redaktionsschluss), Wattens (Freitag) und Silz (Sonntag) braucht es Punkte satt, um zumindest die theoretische Chance zu wahren.    

„Fünf Punkte in etwa sollten es schon werden, damit wir effektiv von einer Play-Off-Chance reden können“, weiß Georg Walpoth um die Bedeutung, aber auch um die Schwere der Spiele zwischen Weihnachten und knapp nach dem Dreikönigstag. „Auswärts können wir eigentlich nur überraschen. Wir müssen unsere Punkte zuhause machen.“

Heißt, dass am Sonntag gegen den direkten Play-Off-Konkurrenten aus Silz – Spielbeginn ist um 19.30 Uhr – nur ein Sieg zählt. „Das steht außer Frage. Gegen Silz müssen drei Punkte her“, ist Zirls Headcoach dennoch bemüht, die Erwartungshaltung nicht allzu groß werden zu lassen. „Es bringt nichts, unnötig Druck aufzubauen. Die Jungs sollen unbeschwert, ohne große Erwartungshaltung in das Match gehen. So wie gegen Kundl.“

Gegen den Vizemeister kamen die „Gunners“ am Stephanitag zu einem überraschenden Punktgewinn, mussten sich erst in der Overtime geschlagen geben. „Wir haben aus dem letzten Spiel (4:7, Anmerk.) gelernt und nicht mehr so aggressiv verteidigt. Wir haben die Räume sehr eng gemacht. Pässe an der blauen Linie abgefangen und Kundl dadurch besser von unserem Tor fern halten können“, sprach Walpoth von einer ausgeglichenen Partie. Auch dank einer wiedererstarkte Offensive. „Unser Spiel nach vorne war sehr variantenreich und mutig. Ich kann mich kaum erinnern, dass wir heuer irgendeinmal zu ähnlichen vielen Torchancen gekommen sind.“

Auch der obligate körperliche Einbruch im Schlussdrittel blieb diesmal aus. Im Gegenteil: „Nach dem 2:2-Ausgleich hatten wir sogar die Oberhand. Nur schade, dass wir im einzigen Unterzahlspiel prompt den Treffer zum 2:3 kassiert haben. Zum Glück hat sich die Mannschaft mit dem Empty-Net-Goal kurz vor Schluss noch selbst belohnt und gezeigt, was sie wirklich kann.“

Der einzige Wermutstropfen folgte nach dem Gang in die Kabine, als die Kunde vom überraschenden 5:3-Sieg des direkten Play-Off-Kontrahenten Silz über Meister Kufstein die Runde machte.

Von Alex Dosch

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.