„Detlef, der leidgeprüfte Schwerenöter“
Heimatbühne Tarrenz mit der Komödie „Geht die Katze, tanzen die Mäuse!“ in „Bargers Theater- und Kulturstadl“
Startschuss für den heurigen Theaterreigen der „Heimatbühne Tarrenz“ war am Donnerstag letzter Woche in „Bargers Theater- und Kulturstadl“ des „Gasthof Sonne“. „Geht die Katze, tanzen die Mäuse!“ nennt sich die Komödie, die die Schauspieler heuer zum Besten geben. Die Premiere am Nationalfeiertag ging vor ausverkauften Zuschauerrängen über die Bühne.
Ewald Krismer
31. Oktober 2023
Von Ewald Krismer
War Detlef Brösel in jungen Jahren ein umtriebiger Herzensbrecher, so zeigt er sich nun als flattriger Pantoffelheld, der seit 25 Jahren unter der Fuchtel seiner herrschsüchtigen Frau Erika zu leiden hat. Nichts erinnert mehr an seine Blütezeit als Casanova. Doch plötzlich ist das Schicksal auf seiner Seite. Die resolute Erika muss nach einer Knie-Operation für einige Wochen zur Kur. Detlef sieht einer erholsamen, ruhigen Zeit entgegen denn: „Wenn d‘ Kåtz außer Haus isch, håbe d‘ Meis Kirchtig“. Zusammen mit seinem Kumpel Eberhard möchte Detlef an alte Zeiten anknüpfen und so richtig die Sau rauslassen. Doch Detlef hat die Rechnung ohne seine holde Erika gemacht, die ihren Göttergatten nur zu gut zu kennen glaubt. Das hinterlistige Weib hat Vorkehrungen getroffen und ihre Freundin Klothilde beauftragt, ein Auge auf den Strohwitwer zu werfen. Misstrauisch beäugt das alte Schrapnell den Hallodri, wo er gerade geht und steht. Dabei gerät sie selbst in eine zwielichtige Situation, die sie aber augenscheinlich nicht als unangenehm empfindet.
DAS STÜCK. Von der von Beate Irmisch geschriebenen Komödie sind zwei Manuskripte unterschiedlichen Dialekts verfügbar: Einmal auf Hoch- und einmal auf Plattdeutsch. Aber keine Angst liebe Theaterbesucher, die Schauspieler bringen das Stück selbstverständlich „auf Tårreterisch“. Und wie immer agieren die Akteure beherzt und professionell. Die mundartliche Anpassung des Textes, gespickt mit landläufigen Phrasen, gelang vortrefflich, was beim Publikum euphorisches Gelächter ausbrechen lässt. Das Stück ist aber kein bäuerliches, sondern spielt in einem bürgerlichen Haus, in dem es mehr ungesittet als gesittet zugeht. Abermals unter der genialen Regie von Waltraud Pohl sowie den exakten Einflüsterungen von Souffleuse Evelyn Neururer und den optischen Verwandlungen durch die Visagistinnen Karin Wörle und Manuela Schnegg, agieren die Protagonisten meisterhaft und verliehen so dem Bühnenwerk eine unübertreffliche Einzigartigkeit.
VOR FAST AUSVERKAUFTEM HAUS. Leider sind auch die restlichen acht Aufführungen fast zur Gänze ausverkauft. Lediglich für den 10. November, den 26. November und den 1. Dezember sind noch Restkarten zu haben. Kartenreservierung täglich von 18 bis 20 Uhr unter 0676 60 56 305. Und wer noch vor der Theateraufführung Hunger verspürt, dem sei „Bargers Küche“ sehr ans Herz gelegt.
War Detlef Brösel in jungen Jahren ein umtriebiger Herzensbrecher, so zeigt er sich nun als flattriger Pantoffelheld, der seit 25 Jahren unter der Fuchtel seiner herrschsüchtigen Frau Erika zu leiden hat. Nichts erinnert mehr an seine Blütezeit als Casanova. Doch plötzlich ist das Schicksal auf seiner Seite. Die resolute Erika muss nach einer Knie-Operation für einige Wochen zur Kur. Detlef sieht einer erholsamen, ruhigen Zeit entgegen denn: „Wenn d‘ Kåtz außer Haus isch, håbe d‘ Meis Kirchtig“. Zusammen mit seinem Kumpel Eberhard möchte Detlef an alte Zeiten anknüpfen und so richtig die Sau rauslassen. Doch Detlef hat die Rechnung ohne seine holde Erika gemacht, die ihren Göttergatten nur zu gut zu kennen glaubt. Das hinterlistige Weib hat Vorkehrungen getroffen und ihre Freundin Klothilde beauftragt, ein Auge auf den Strohwitwer zu werfen. Misstrauisch beäugt das alte Schrapnell den Hallodri, wo er gerade geht und steht. Dabei gerät sie selbst in eine zwielichtige Situation, die sie aber augenscheinlich nicht als unangenehm empfindet.
DAS STÜCK. Von der von Beate Irmisch geschriebenen Komödie sind zwei Manuskripte unterschiedlichen Dialekts verfügbar: Einmal auf Hoch- und einmal auf Plattdeutsch. Aber keine Angst liebe Theaterbesucher, die Schauspieler bringen das Stück selbstverständlich „auf Tårreterisch“. Und wie immer agieren die Akteure beherzt und professionell. Die mundartliche Anpassung des Textes, gespickt mit landläufigen Phrasen, gelang vortrefflich, was beim Publikum euphorisches Gelächter ausbrechen lässt. Das Stück ist aber kein bäuerliches, sondern spielt in einem bürgerlichen Haus, in dem es mehr ungesittet als gesittet zugeht. Abermals unter der genialen Regie von Waltraud Pohl sowie den exakten Einflüsterungen von Souffleuse Evelyn Neururer und den optischen Verwandlungen durch die Visagistinnen Karin Wörle und Manuela Schnegg, agieren die Protagonisten meisterhaft und verliehen so dem Bühnenwerk eine unübertreffliche Einzigartigkeit.
VOR FAST AUSVERKAUFTEM HAUS. Leider sind auch die restlichen acht Aufführungen fast zur Gänze ausverkauft. Lediglich für den 10. November, den 26. November und den 1. Dezember sind noch Restkarten zu haben. Kartenreservierung täglich von 18 bis 20 Uhr unter 0676 60 56 305. Und wer noch vor der Theateraufführung Hunger verspürt, dem sei „Bargers Küche“ sehr ans Herz gelegt.
Johanna Streusel (Carina Juen), Besitzerin eines Tante Emma-Ladens, beliefert die Hallodris mit kleinen Gabelbissen und spioniert dabei im Haus herum. RS-Foto: Krismer







