Dramatische Hochwassersituation im Bezirk
Hochwasser sorgte für Schäden und Sperren – GeoSphere gab „Rote“ Regenwarnung für das Ötztal aus
Heftige Niederschläge sorgten Anfang der Woche in ganz Tirol für Überschwemmungen und große Schäden. Betroffen war vor allem auch der Bezirk Imst. So erreichte etwa die Ötztaler Ache bei Huben einen Pegel, der statistisch gesehen alle 100 Jahre auftritt.
Martin Grüneis
29. August 2023
Die Ötztaler Ache trat am Montag über die Ufer und sorgte für große Schäden.
RS-Foto: Martin Grüneis
RS-Foto: Martin Grüneis
Von Martin Grüneis
Die „GeoSphere“ gab Montagfrüh auf Basis der aktuellen Informationen und Prognosemodelle die Regenwarnung „rot“ (Stufe 4 von 4) für die Regionen Ötztal, Stubaital, Wipptal und das hintere Zillertal aus. Bei einer Stufe vier ist von einer großen Gefahr von Muren und Hangrutschungen sowie Überschwemmungen auszugehen. „Derzeit haben beispielsweise die Pegelstände der Ötztaler Ache bei Tumpen, der Krössbach und der Valserbach in St. Jodok am Brenner Marken erreicht, die alle 30 Jahre auftreten. In Huben im Ötztal wurde an der Ötztaler Ache bereits ein HQ100 verzeichnet. Die Niederschläge setzen sich auch im Laufe des Tages fort, die Schneefallgrenzen liegen höher als in ersten Modell angenommen, wodurch weniger Wasser als Schnee in hohen Lagen gespeichert werden kann. Es ist daher größte Vorsicht geboten“, berichtete Elmar Rizzoli, Leiter des Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes. Die Ötztaler Ache trat über die Ufer und die B 186 Ötztal Straße zwischen Längenfeld und Sölden musste gesperrt werden. Darüber hinaus ist im Laufe des Tages ein Teil der Ötztalstraße zwischen Umhausen und Längenfeld weggebrochen. In Tumpen mussten 30 Haushalte mit rund 70 Personen evakuiert werden – sie wurden im örtlichen Vereins- und Feuerwehrhaus untergebracht. Zudem waren die Sautner-Brücke und die Silzer Innbrücke gesperrt. Zu Straßensperren kam es auch im Pitztal. Außerdem mussten in Jerzens Häuser evakuiert werden. Laut Informationen der TINETZ kam es zudem zu Versorgungsunterbrechungen im Pitztal. Die ÖBB mussten aufgrund der Hochwassersituation die Weststrecke zwischen Bahnhof Imst-Pitztal und Schönwies sperren. Für die Reisenden (Fernverkehr) wurde zwischen Ötztal-Bahnhof und dem Bahnhof Landeck-Zams ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Für den Nahverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Imst-Pitztal und Landeck-Zams eingerichtet. „Wir stehen im engen Austausch mit den Einsatzorganisationen wie Feuerwehr, Polizei, Rettung, Wasserrettung sowie der Stadt Innsbruck, dem Bundesheer, den Bezirkshauptmannschaften, den Gemeinden und den Expertinnen und Experten der GeoSphere sowie des Hydrografischen Dienstes des Landes. Die Lage bleibt weiterhin angespannt und wird genauestens beobachtet. Um eine landesweite bestmögliche Koordination zu gewährleisten, wird auch vonseiten des Landes nun die Landeseinsatzleitung aktiviert“, sagte Sicherheitslandesrätin Astrid Mair im Anschluss an die erste Lagebesprechung im Innsbrucker
Landhaus.
Die „GeoSphere“ gab Montagfrüh auf Basis der aktuellen Informationen und Prognosemodelle die Regenwarnung „rot“ (Stufe 4 von 4) für die Regionen Ötztal, Stubaital, Wipptal und das hintere Zillertal aus. Bei einer Stufe vier ist von einer großen Gefahr von Muren und Hangrutschungen sowie Überschwemmungen auszugehen. „Derzeit haben beispielsweise die Pegelstände der Ötztaler Ache bei Tumpen, der Krössbach und der Valserbach in St. Jodok am Brenner Marken erreicht, die alle 30 Jahre auftreten. In Huben im Ötztal wurde an der Ötztaler Ache bereits ein HQ100 verzeichnet. Die Niederschläge setzen sich auch im Laufe des Tages fort, die Schneefallgrenzen liegen höher als in ersten Modell angenommen, wodurch weniger Wasser als Schnee in hohen Lagen gespeichert werden kann. Es ist daher größte Vorsicht geboten“, berichtete Elmar Rizzoli, Leiter des Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes. Die Ötztaler Ache trat über die Ufer und die B 186 Ötztal Straße zwischen Längenfeld und Sölden musste gesperrt werden. Darüber hinaus ist im Laufe des Tages ein Teil der Ötztalstraße zwischen Umhausen und Längenfeld weggebrochen. In Tumpen mussten 30 Haushalte mit rund 70 Personen evakuiert werden – sie wurden im örtlichen Vereins- und Feuerwehrhaus untergebracht. Zudem waren die Sautner-Brücke und die Silzer Innbrücke gesperrt. Zu Straßensperren kam es auch im Pitztal. Außerdem mussten in Jerzens Häuser evakuiert werden. Laut Informationen der TINETZ kam es zudem zu Versorgungsunterbrechungen im Pitztal. Die ÖBB mussten aufgrund der Hochwassersituation die Weststrecke zwischen Bahnhof Imst-Pitztal und Schönwies sperren. Für die Reisenden (Fernverkehr) wurde zwischen Ötztal-Bahnhof und dem Bahnhof Landeck-Zams ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Für den Nahverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Imst-Pitztal und Landeck-Zams eingerichtet. „Wir stehen im engen Austausch mit den Einsatzorganisationen wie Feuerwehr, Polizei, Rettung, Wasserrettung sowie der Stadt Innsbruck, dem Bundesheer, den Bezirkshauptmannschaften, den Gemeinden und den Expertinnen und Experten der GeoSphere sowie des Hydrografischen Dienstes des Landes. Die Lage bleibt weiterhin angespannt und wird genauestens beobachtet. Um eine landesweite bestmögliche Koordination zu gewährleisten, wird auch vonseiten des Landes nun die Landeseinsatzleitung aktiviert“, sagte Sicherheitslandesrätin Astrid Mair im Anschluss an die erste Lagebesprechung im Innsbrucker
Landhaus.





