Zahl der Katholiken zurückgegangen
Der Kirchenbeitrag ist das Rückgrat der Kirchenfinanzierung
Die Österreichische Bischofskonferenz hat unlängst die Kirchenstatistik für das Jahr 2022 veröffent-licht. Das amtliche Datenmaterial zeigt, dass die Zahl der Katholiken im letzten Jahr zurückgegangen ist. Die Einnahmen der Diözesen aus dem Kirchenbeitrag haben sich auf rund 500 Millionen Euro erhöht. Leichte Zunahmen wurden außerdem auch bei Taufen und Trauungen verzeichnet.
Martin Grüneis
17. Oktober 2023
Amtliche Kirchenstatistik 2022: Steigerungen bei Austritten, Wiedereintritten, Taufen, Trauungen und beim Kirchenbeitrag. Foto: stock/jeremetok
Von Martin Grüneis
Mit Stichtag 31. Dezember 2022 gab es in Österreich rund 4,73 Millionen Katholiken, die Diözese Innsbruck zählte 359169 (2021: 365151). Das Dekanat Imst weist 20045, das Dekanat Silz 23972 und das Dekanat Telfs – zu dem unter anderem auch die Pfarre Rietz gehört – 27425 Katholiken auf. Ein Grund für den leichten Rückgang ist die gestiegene Anzahl an Kirchenaustritten: Im vergangenen Jahr traten insgesamt 90975 Personen aus der Katholischen Kirche aus, die Diözese Innsbruck zählt 6004 Austritte (Imst: 310, Silz: 337, Telfs: 530). Es wurden aber auch 4771 Personen in die Kirche wieder oder neu aufgenommen. Das ist mehr als 2021 (4520) und 2020 (4068). Die Diözese Innsbruck verzeichnete im vergangenen Jahr 314 Eintritte (2021: 373), im Dekanat Imst gab es 15 Wiedereintritte, im Dekanat Silz 14 und im Dekanat Telfs 23. Ein weiterer Faktor für den Rückgang der Katholikenzahl ist außerdem auch das Verhältnis von Taufen zu Sterbefällen.
STEIGERUNGEN BEI TAUFEN UND TRAUUNGEN. Die Zahl der Taufen lag 2022 österreichweit bei 45706 (Imst: 237, Silz: 312, Telfs: 648). Das ist eine leichte Steigerung gegenüber 2021 (45541). Die Zahl der kirchlichen Begräbnisse betrug im vergangenen Jahr 54525 (Imst: 213, Silz: 258, Telfs: 297). Über die Jahre betrachtet ist die Zahl der kirchlichen Begräbnisse stabil geblieben. Die amtliche Statistik weist für 2022 zudem auch 9503 Trauungen aus (Imst: 49, Silz: 66, Telfs: 70). 2021 waren es 6674 Trauungen.
PRIESTER. Die Zahl der in Österreich wirkenden Priester betrug laut der amtlichen Kirchenstatistik im vergangenen Jahr 3403. Damit ist die Zahl gegenüber 2021 (3425) leicht zurückgegangen. Die aktuelle Gesamtzahl für 2022 setzt sich aus 1692 Diözesanpriestern, 485 ausländischen Priestern und 1226 Ordenspriestern zusammen. Die Zahl der Diözesanpriester ist damit wieder leicht zurückgegangen (2021: 1740, 2020: 1786) und die Zahl der ausländischen Priester leicht gestiegen (2021: 441, 2020: 437). Auch die Zahl der Ordenspriester ist leicht gesunken (2021: 1244, 2020: 1326). Zu den angeführten Zahlen kommen noch weitere 145 Diözesanpriester aus Österreich, die in anderen Ländern der Welt ihren priesterlichen Dienst versehen – diese Zahl ist konstant (2021: 148, 2020: 146).
KIRCHENBEITRAG IST FINANZIELLE BASIS. Die Finanzen der katholischen Diözesen in Österreich können für 2022 eine leichte Steigerung beim Kirchenbeitragsaufkommen verzeichnen. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2022 waren es fast 500 Millionen Euro (75 Prozent der Gesamteinnahmen), 2021 lagen die Kirchenbeiträge bei knapp 499 Millionen Euro. Die meisten Diözesen bilanzieren aber leicht negativ. Gründe dafür sind teuerungsbedingt erhöhte Aufwendungen und ein negatives Finanzergebnis infolge der Entwicklungen auf den Finanzmärk-
ten. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 55,7 Millionen Euro und somit 8,3 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen Einnahmen stammen aus der Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und sonstigen Erträgen. Der Großteil der Ausgaben entfällt mit 432,8 Millionen Euro (2021: 428,1 Millionen) auf die Personalkosten. Dabei ist der Personalaufwand für die Laienangestellten höher als für den Klerus und beträgt 262,5 Millionen Euro. Beim Klerus schlagen fast 101,7 Millionen Euro (2021: 101,8 Millionen) an Personalkosten, sowie rund 68,6 Millionen Euro für die Altersversorgung (2021: 80,7 Millionen) zu Buche. Die Bau- und Erhaltungskosten lagen 2022 bei 42,5 Millionen Euro. Über das größte Budget verfügte auch 2022 die Erzdiözese Wien mit Einnahmen von 140,7 Millionen Euro (2021: 141,3 Millionen). Laut Gebarungsübersicht bilanziert die Erzdiözese Wien mit einem negativen EGT von 6,9 Millionen (2021 positives EGT von 1,1 Millionen). Die Diözese Innsbruck verzeichnet 53,4 Millionen Euro Einnahmen (2021: 53,9 Millionen), davon 38 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 36,7 Millionen) und weist ein negatives EGT von 2,5 Millionen auf (2021: positives EGT mit 1 Million).
Mit Stichtag 31. Dezember 2022 gab es in Österreich rund 4,73 Millionen Katholiken, die Diözese Innsbruck zählte 359169 (2021: 365151). Das Dekanat Imst weist 20045, das Dekanat Silz 23972 und das Dekanat Telfs – zu dem unter anderem auch die Pfarre Rietz gehört – 27425 Katholiken auf. Ein Grund für den leichten Rückgang ist die gestiegene Anzahl an Kirchenaustritten: Im vergangenen Jahr traten insgesamt 90975 Personen aus der Katholischen Kirche aus, die Diözese Innsbruck zählt 6004 Austritte (Imst: 310, Silz: 337, Telfs: 530). Es wurden aber auch 4771 Personen in die Kirche wieder oder neu aufgenommen. Das ist mehr als 2021 (4520) und 2020 (4068). Die Diözese Innsbruck verzeichnete im vergangenen Jahr 314 Eintritte (2021: 373), im Dekanat Imst gab es 15 Wiedereintritte, im Dekanat Silz 14 und im Dekanat Telfs 23. Ein weiterer Faktor für den Rückgang der Katholikenzahl ist außerdem auch das Verhältnis von Taufen zu Sterbefällen.
STEIGERUNGEN BEI TAUFEN UND TRAUUNGEN. Die Zahl der Taufen lag 2022 österreichweit bei 45706 (Imst: 237, Silz: 312, Telfs: 648). Das ist eine leichte Steigerung gegenüber 2021 (45541). Die Zahl der kirchlichen Begräbnisse betrug im vergangenen Jahr 54525 (Imst: 213, Silz: 258, Telfs: 297). Über die Jahre betrachtet ist die Zahl der kirchlichen Begräbnisse stabil geblieben. Die amtliche Statistik weist für 2022 zudem auch 9503 Trauungen aus (Imst: 49, Silz: 66, Telfs: 70). 2021 waren es 6674 Trauungen.
PRIESTER. Die Zahl der in Österreich wirkenden Priester betrug laut der amtlichen Kirchenstatistik im vergangenen Jahr 3403. Damit ist die Zahl gegenüber 2021 (3425) leicht zurückgegangen. Die aktuelle Gesamtzahl für 2022 setzt sich aus 1692 Diözesanpriestern, 485 ausländischen Priestern und 1226 Ordenspriestern zusammen. Die Zahl der Diözesanpriester ist damit wieder leicht zurückgegangen (2021: 1740, 2020: 1786) und die Zahl der ausländischen Priester leicht gestiegen (2021: 441, 2020: 437). Auch die Zahl der Ordenspriester ist leicht gesunken (2021: 1244, 2020: 1326). Zu den angeführten Zahlen kommen noch weitere 145 Diözesanpriester aus Österreich, die in anderen Ländern der Welt ihren priesterlichen Dienst versehen – diese Zahl ist konstant (2021: 148, 2020: 146).
KIRCHENBEITRAG IST FINANZIELLE BASIS. Die Finanzen der katholischen Diözesen in Österreich können für 2022 eine leichte Steigerung beim Kirchenbeitragsaufkommen verzeichnen. Der Großteil der Einnahmen der Diözesen stammt aus dem Kirchenbeitrag. 2022 waren es fast 500 Millionen Euro (75 Prozent der Gesamteinnahmen), 2021 lagen die Kirchenbeiträge bei knapp 499 Millionen Euro. Die meisten Diözesen bilanzieren aber leicht negativ. Gründe dafür sind teuerungsbedingt erhöhte Aufwendungen und ein negatives Finanzergebnis infolge der Entwicklungen auf den Finanzmärk-
ten. Die staatlichen Leistungen zur Abgeltung von NS-Schäden machen rund 55,7 Millionen Euro und somit 8,3 Prozent an den Einnahmen aus. Die restlichen Einnahmen stammen aus der Vermögensverwaltung, aus Vermietungen, Leistungen, Subventionen und sonstigen Erträgen. Der Großteil der Ausgaben entfällt mit 432,8 Millionen Euro (2021: 428,1 Millionen) auf die Personalkosten. Dabei ist der Personalaufwand für die Laienangestellten höher als für den Klerus und beträgt 262,5 Millionen Euro. Beim Klerus schlagen fast 101,7 Millionen Euro (2021: 101,8 Millionen) an Personalkosten, sowie rund 68,6 Millionen Euro für die Altersversorgung (2021: 80,7 Millionen) zu Buche. Die Bau- und Erhaltungskosten lagen 2022 bei 42,5 Millionen Euro. Über das größte Budget verfügte auch 2022 die Erzdiözese Wien mit Einnahmen von 140,7 Millionen Euro (2021: 141,3 Millionen). Laut Gebarungsübersicht bilanziert die Erzdiözese Wien mit einem negativen EGT von 6,9 Millionen (2021 positives EGT von 1,1 Millionen). Die Diözese Innsbruck verzeichnet 53,4 Millionen Euro Einnahmen (2021: 53,9 Millionen), davon 38 Millionen aus dem Kirchenbeitrag (2021: 36,7 Millionen) und weist ein negatives EGT von 2,5 Millionen auf (2021: positives EGT mit 1 Million).






