Gewehr bei Fuß und das Tanzbein geschwungen
Obsteig feierte 70 Jahre Schützenkompanie und 50 Jahre Trachtenverein
Obsteig am Mieminger Plateau stand vergangenes Wochenende ganz im Zeichen zweier Jubiläen. Am Samstag feierten die Schuhplattler ihren 50. und am Sonntag die Schützen ihren 70. Jahrestag ihres Bestehens. An beiden Tagen wurde ausgiebig und würdig gefeiert, was den Zusammenhalt, die Kameradschaft und die Treue und Freude zur Tradition zum Ausdruck brachte.
7. Juli 2026
Gegründet hat sich der Trachtenverein Obsteig im Februar 1975, motiviert durch einen Auftritt der Trachtengruppe Mötz in einem Obsteiger Gasthaus. „Des kenne miar ohu“, soll der einstimmige Tenor gewesen sein, und schon im Frühjahr desselben Jahres erfolgte nach harten Proben der erste Auftritt. So mancher Leser wird nun daran gehen, nachzurechnen. Es stimmt, eigentlich wären es 51 Jahre, aber bis die Vereinsstatuten vom Land bestätigt wurden, dauerte es ein Jahr. Heute hat der Trachtenverein Obsteig 80 Mitglieder, davon rund 50 Kinder und Jugendliche, die aktiv am Vereinsleben teilnehmen. Neben den Tiroler Abenden gehören Ausflüge, Ostereierschießen, Bergfeuer, Erntedankfest und Dorfreinigung zu den Aktivitäten des rührigen Vereins und nicht zu vergessen das während Corona entstandene alljährliche „Plattler on the Road“, bei dem die Mitglieder mit Traktor und Anhänger samt mobiler Bühne Tanz und Musik zu den Menschen bringen.
DAS SCHÜTZENFEST. Anno 2013 war es das letzte Mal, dass die Schützenkompanie Obsteig ein Bataillonsfest ausgerichtet hat. 2020 wären sie periodisch nach sieben Jahren wieder an der Reihe gewesen, jedoch Corona durchkreuzte dieses Vorhaben. Umso erfreulicher ist es nun, dass das diesjährige Imster Bezirks- und zugleich Starkenberger Bataillonsschützenfest durchgeführt werden konnte – und das termingerecht zu ihrem 70. Gründungsjubiläum. Die 70 Jahre beziehen sich aber auf die Neugründung im Jahre 1956. Erstmals urkundlich erwähnt sind die Obsteiger Schützen bereits 1799. Auch während der Tiroler Freiheitskämpfe von 1809 standen Männer des Mieminger Plateaus unter dem Burgherrn von Burg Klamm, Johann Peter Hirn, im Einsatz, wie der aus Oetz stammende und in Obsteig lebende derzeitige Vizepräsident des Bundesrates, Daniel Schmid, bei seinen Recherchen herausgefunden hat. In seiner Festrede nahm der SPÖ-Politiker auch Bezug auf den Ersten Weltkrieg und den Heldentod des aus Obsteig stammenden Patrouillenführers Alois Föger bei den Kämpfen am Roteck in den Dolomiten.
DAS SCHÜTZENFEST. Anno 2013 war es das letzte Mal, dass die Schützenkompanie Obsteig ein Bataillonsfest ausgerichtet hat. 2020 wären sie periodisch nach sieben Jahren wieder an der Reihe gewesen, jedoch Corona durchkreuzte dieses Vorhaben. Umso erfreulicher ist es nun, dass das diesjährige Imster Bezirks- und zugleich Starkenberger Bataillonsschützenfest durchgeführt werden konnte – und das termingerecht zu ihrem 70. Gründungsjubiläum. Die 70 Jahre beziehen sich aber auf die Neugründung im Jahre 1956. Erstmals urkundlich erwähnt sind die Obsteiger Schützen bereits 1799. Auch während der Tiroler Freiheitskämpfe von 1809 standen Männer des Mieminger Plateaus unter dem Burgherrn von Burg Klamm, Johann Peter Hirn, im Einsatz, wie der aus Oetz stammende und in Obsteig lebende derzeitige Vizepräsident des Bundesrates, Daniel Schmid, bei seinen Recherchen herausgefunden hat. In seiner Festrede nahm der SPÖ-Politiker auch Bezug auf den Ersten Weltkrieg und den Heldentod des aus Obsteig stammenden Patrouillenführers Alois Föger bei den Kämpfen am Roteck in den Dolomiten.







