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Hilfe von oben – „Black Hawk“ im Übungseinsatz

Im Pitztal: Hubschrauberunterstützung bei Feuerwehr-Großübung der KHD-Züge aus den Bezirken Imst und Reutte

Mit einem hohen Maß an Organisation vollzog sich am vergangenen Samstag eine Großübung der Katastrophenhilfszüge der Freiwilligen Feuerwehren der Bezirke Imst und Reutte. Schauplatz dieser Unternehmung war das Pitztal – konkret vom Fischteich Jerzens bis zum Steinbruch Söllberg in der Gemeinde St. Leonhard. Daran beteiligt waren rund 200 Feuerwehrleute mit etwa 30 Fahrzeugen, das Rote Kreuz und die Bergrettung sowie zwei Hubschrauber des Bundesheeres und der Polizeihubschrauber aus Tirol.
7. Oktober 2025 | von Ewald Krismer
Im staubigen Steinbruch Söllberg: Elmar Haid, Bürgermeister von St. Leonhard, René Staudacher, Landesfeuerwehrinspektor von Tirol, Stefan Rueland, Bezirksfeuerwehrinspektor von Imst, sowie Alt-Kommandant und Bürgermeister von Tarrenz, Roland Thurner, Bezirksfeuerwehr- und Stadtkommandant von Imst, Wolfgang Scheucher, Bezirksfeuerwehrinspektor von Reutte, Nicolas Tröber, Bezirksverwalter von Reutte, Johannes Reinstadler, Bürgermeister von Jerzens, und Daniel Raffl, BH-Stellvertreter und Bürgermeister von Karrösten (v. l.) RS-Foto: Krismer
RS-Foto: Ewald Krismer
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Vorbereitet wurde die Großübung von allen neun Feuerwehren des gesamten Pitztales. Federführend waren: Lukas Scheiber, Kommandant der FF Wenns, und Johannes Tschuggnall von der FF Wald, beide vom Imster Bezirksfeuerwehrkommando, und der Pitztaler Abschnittskommandant Christoph Melmer von der FF Zaunhof. Die Kommandozentrale und der Sammelpunkt aller Einsatzkräfte befanden sich beim Fischteich Jerzens und das Übungsgelände im Steinbruch Söllberg in St. Leonhard. Spektakulär dabei die Verlegung von Mannschaft und Material per Luftkorridor – die nicht nur die Übungsteilnehmer, sondern auch die vielen Zuschauer, die sich entlang der Pitztaler Landesstraße positioniert hatten, faszinierten. Geflogen wurde mit einem „Black Hawk“ und einer „Agusta Bell“ des österreichischen Bundesheeres sowie mit der „Libelle“, dem in Tirol stationierten Polizeihubschrauber. Angekündigt war auch ein neuer „Leonardo“-Hubschrauber, dieses Gastspiel wurde aber kurzerhand abgesagt. 

ÜBUNGSSZENARIEN. Der KAT-Zug Imst/Gurgltal hatte einen Waldbrand zu bekämpfen. Zwei Waldarbeiter waren im Begriff, einen Windwurf aufzuarbeiten. Dabei wurden sie von einem Murenabgang überrascht und verletzt. Fatalerweise verursachte ihre Motorsäge obendrein noch einen Waldbrand. Um dem Brand beizukommen, wurde die Verlegung einer 400 Meter langen Relaisleitung vom Söllbergbach bis zum Brandherd notwendig. Die Personenbergung besorgte die Bergrettung Innerpitztal. Für den KAT-Zug Reutte galt es, Schäden nach – von massivem Unwetter mit Starkregen verursachten – Murenabgängen samt Einsturz eines Bauwerkes aufzuarbeiten. Unter den Trümmerteilen des eingestürzten Gebäudes befanden sich ein Pkw und eine eingeklemmte Person, die umgehend geborgen werden musste. Das Unwetter verursachte zudem Windwürfe und einen Baugrubeneinsturz mit teilverschütteten Personen. Aufgrund des Erdrutsches war die L16 Pitztal-Landesstraße inklusive zerstörter Brücke unpassierbar geworden, weshalb Hilfspersonal und -material via Luftbrücke vom Fischteich in Jerzens bis zum Steinbruch in St. Leonhard per Helikopter geflogen werden mussten.
Hilfe von oben – „Black Hawk“ im Übungseinsatz<br />
Schlussbesprechung nach perfekt abgearbeiteten Übungsszenarien: In oranger Montur die Mitglieder der Feuerwehr-Flughelferstaffel mit dem Kommandanten der fliegerischen Einsatzleitung, EAKDT Klaus Friedl (r.) von der Stadtfeuerwehr Imst. RS-Foto: Krismer
Hilfe von oben – „Black Hawk“ im Übungseinsatz<br />
Aus der Vogelperspektive: Kommandozentrale und Ausgangspunkt der Verlegungsflüge beim auf der Talsohle gelegenen Fischteich in der Gemeinde Jerzens ... RS-Foto: Krismer
Hilfe von oben – „Black Hawk“ im Übungseinsatz<br />
... und das Übungsgelände im Steinbruch Söllberg in der Gemeinde St. Leonhard – wohin Hilfspersonal und Material geflogen werden mussten. RS-Foto: Krismer

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