Tradition und Segen beim Leonhardiritt
Rund 150 Teilnehmer zogen beim Oberländer Leonhardiritt in Imst durch die Gassen und trotzten dem Herbstregen
Hufgeklapper, feiner Herbstnebel und der Duft von frischem Leder erfüllten die Imster Innenstadt. Der traditionsreiche Oberländer Leonhardiritt versammelte Pferdefreunde, Bauern und Schaulustige zu einem Fest des Dankes und der bäuerlichen Lebensart. Rund 150 Teilnehmer zogen auf ihren Tieren oder auf festlich geschmückten Wagen durch die Gassen und machten den Tag zu einem eindrucksvollen Zeugnis gelebter Heimatkultur.
27. Oktober 2026
Graue Wolken hingen tief über dem Tschirgant, und feiner Nieselregen legte sich auf das Pflaster, doch das hielt weder Teilnehmer noch Zuschauer ab. Bereits am frühen Vormittag herrschte am Postplatz ein buntes Treiben. Gespanne fuhren vor, Hufeisen schlugen dumpf auf den feuchten Asphalt, und überall hörte man das Schnauben kräftiger Rösser. Wo an gewöhnlichen Werktagen der Autoverkehr das Bild bestimmt, dominierten nun geflochtene Mähnen, blitzendes Messinggeschirr und der stolze Schritt edler Tiere das Geschehen. Vier Vereine hatten für diesen Festtag ihre Kräfte gebündelt. Dem Haflingerzuchtverein Imst, dem Norikerzuchtverein des Bezirks Imst, dem Reit- und Fahrverein Gurgltal sowie der Gemeinschaft MiniPonyTyrol gebührt das Verdienst, diese Großveranstaltung gemeinsam auf die Beine gestellt zu haben. Hand in Hand sorgten die Mitglieder für einen reibungslosen Ablauf. Aus dieser Zusammenarbeit entstand ein Volksfest, das weit über die Grenzen des Bezirks hinausstrahlt und Züchter aus entlegenen Tälern nach Imst führte. Unter den Ehrengästen verfolgte auch der Imster Bürgermeister Stefan Weirather das Geschehen mit sichtlicher Freude. Er lobte die Entschlossenheit der Ausrichter, das Fest auch bei widriger Witterung durchzuführen.
Prachtvolle Tiere im Fokus. Im Mittelpunkt des morgendlichen Aufmarsches standen die Tiere selbst. Kraftvolle Noriker mit mächtigen Kruppen und traditionell aufgestickten Schmuckbändern an den Zäumen zogen die Blicke auf sich. Neben ihnen präsentierten sich die Haflinger und Lipizzaner von ihrer schönsten Seite. Auch kleinere Artgenossen bereicherten den Festzug. Die Truppe von MiniPonyTyrol zeigte mit ihren Ponys, wie viel Charme in den kleinen Pferden steckt. Esel komplettierten das Bild einer bodenständigen ländlichen Tierhaltung. Gegen 11 Uhr setzte sich der stattliche Tross am Postplatz in Bewegung. Der Weg führte die Teilnehmer hinab in Richtung des Sportzentrums Imst. Für die Pferde bedeutete der Marsch über das nasse Stadtpflaster Konzentration, doch die erfahrenen Reiter und Kutscher führten ihre Gespanne mit ruhiger Hand. Dass der Leonhardiritt im Oberland bewusst auf das letzte Oktoberwochenende fällt, hat einen tiefen Sinn. Der Termin markiert das Ende des Weidesommers. Der Festumzug bildet den feierlichen Rahmen, um laut und deutlich Danke zu sagen für die wohlbehaltene Heimkehr in die geschützten Ställe. Am Sportzentrum angekommen, formierten sich die Reiter, Kutschen und Gespanne auf dem weiten Areal zu einer imposanten Schaufront.
Feierliche Pferdesegnung. Bei der feierlichen Pferdesegnung erbaten Pfarrer, Reiter und Halter den göttlichen Beistand für das vor ihnen liegende Jahr. Krankheiten, schwere Koliken und Unfälle sollen von den Tieren und den Höfen ferngehalten werden. Es war ein Augenblick der Ruhe, der das laute Getöse des Alltags für eine Weile vollkommen vergessen ließ. Der Ritt zu Ehren des heiligen Leonhard von Limoges ist kein reines Schauprogramm, sondern ein Akt tief empfundenen Glaubens. Seit dem Mittelalter gilt er als großer Schutzpatron des ländlichen Viehs, namentlich der Pferde. Für die Bergbauern waren Pferde über Jahrhunderte hinweg unersetzliche Helfer bei der harten Feld- und Waldarbeit.
Brücke zwischen Jung und Alt. Unter den Züchtern herrschte trotz der klammen Kälte beste Laune. Aus ihren Worten klang der Stolz auf die erbrachten Leistungen. „Die Pferdezucht schlägt Brücken zwischen Jung und Alt“, hieß es aus den Reihen der Vereinsvertreter einhellig. Der Leonhardiritt in Imst hat einmal mehr bewiesen, welche Kraft in der Pflege bäuerlicher Rituale liegt. Er holte die Menschen zusammen, trotzte dem Herbstwetter und setzte ein leuchtendes Zeichen der Dankbarkeit. Wenn im kommenden Frühjahr das Gras wieder sprießt und die Almen öffnen, werden die Pferde wieder auf die Höhen steigen – behütet durch den Segen, den sie an diesem Tag in Imst empfangen haben.
Prachtvolle Tiere im Fokus. Im Mittelpunkt des morgendlichen Aufmarsches standen die Tiere selbst. Kraftvolle Noriker mit mächtigen Kruppen und traditionell aufgestickten Schmuckbändern an den Zäumen zogen die Blicke auf sich. Neben ihnen präsentierten sich die Haflinger und Lipizzaner von ihrer schönsten Seite. Auch kleinere Artgenossen bereicherten den Festzug. Die Truppe von MiniPonyTyrol zeigte mit ihren Ponys, wie viel Charme in den kleinen Pferden steckt. Esel komplettierten das Bild einer bodenständigen ländlichen Tierhaltung. Gegen 11 Uhr setzte sich der stattliche Tross am Postplatz in Bewegung. Der Weg führte die Teilnehmer hinab in Richtung des Sportzentrums Imst. Für die Pferde bedeutete der Marsch über das nasse Stadtpflaster Konzentration, doch die erfahrenen Reiter und Kutscher führten ihre Gespanne mit ruhiger Hand. Dass der Leonhardiritt im Oberland bewusst auf das letzte Oktoberwochenende fällt, hat einen tiefen Sinn. Der Termin markiert das Ende des Weidesommers. Der Festumzug bildet den feierlichen Rahmen, um laut und deutlich Danke zu sagen für die wohlbehaltene Heimkehr in die geschützten Ställe. Am Sportzentrum angekommen, formierten sich die Reiter, Kutschen und Gespanne auf dem weiten Areal zu einer imposanten Schaufront.
Feierliche Pferdesegnung. Bei der feierlichen Pferdesegnung erbaten Pfarrer, Reiter und Halter den göttlichen Beistand für das vor ihnen liegende Jahr. Krankheiten, schwere Koliken und Unfälle sollen von den Tieren und den Höfen ferngehalten werden. Es war ein Augenblick der Ruhe, der das laute Getöse des Alltags für eine Weile vollkommen vergessen ließ. Der Ritt zu Ehren des heiligen Leonhard von Limoges ist kein reines Schauprogramm, sondern ein Akt tief empfundenen Glaubens. Seit dem Mittelalter gilt er als großer Schutzpatron des ländlichen Viehs, namentlich der Pferde. Für die Bergbauern waren Pferde über Jahrhunderte hinweg unersetzliche Helfer bei der harten Feld- und Waldarbeit.
Brücke zwischen Jung und Alt. Unter den Züchtern herrschte trotz der klammen Kälte beste Laune. Aus ihren Worten klang der Stolz auf die erbrachten Leistungen. „Die Pferdezucht schlägt Brücken zwischen Jung und Alt“, hieß es aus den Reihen der Vereinsvertreter einhellig. Der Leonhardiritt in Imst hat einmal mehr bewiesen, welche Kraft in der Pflege bäuerlicher Rituale liegt. Er holte die Menschen zusammen, trotzte dem Herbstwetter und setzte ein leuchtendes Zeichen der Dankbarkeit. Wenn im kommenden Frühjahr das Gras wieder sprießt und die Almen öffnen, werden die Pferde wieder auf die Höhen steigen – behütet durch den Segen, den sie an diesem Tag in Imst empfangen haben.






