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Wilde Nächte

Höllische Gestalten zogen am Wochenende durch die Dörfer

Wenn in den frühen Abendstunden die Kälte in die Täler kriecht, beginnt in vielen Ortschaften ein Schauspiel, das zugleich archaisch, furchteinflößend und unwiderstehlich ist. Von Mieming über Imst bis ins Ötztal und St. Leonhard im Pitztal: Am vergangenen Wochenende traten vielerorts wieder höllische Gestalten hervor – und mit ihnen eine uralte Faszination, die alle Jahre wieder Hunderte in ihren Bann zieht.
2. Dezember 2025 | von Martin Grüneis
Feuriges Treiben in Roppen: Rund 50 Krampusse begeisterten das Publikum. RS-Foto: Schnöll
RS-Foto: Ewald Krismer
RS-Foto:Grüneis
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RS-Foto: Ewald Krismer
RS-Foto: Ewald Krismer
RS-Foto: Gebi Schnöll
RS-Foto: Gebi Schnöll
RS-Foto: Gebi Schnöll
RS-Foto: Gebi Schnöll
RS-Foto: Gebi Schnöll
RS-Foto: Gebi Schnöll
RS-Foto: Gebi Schnöll
RS-Foto: Gebi Schnöll
(Jo) 24 Jahre gibt es sie nun, die „Imschter Hachletuifl“, ihr Aussehen allerdings lässt aber auf mindestens 200 Jahre schließen. Vergangenen Samstag kamen sie wieder aus ihrer Höhle in der Hachleschlucht hervorgekrochen und verbreiteten in der Imschter Stådt Angst und Schrecken. Plötzlich waren sie da und zogen vom oberen Sparkassenplatz zum Johannesplatz und wieder retour. Die „Hachletuifl“ haben Verstärkung aus anderen Gegenden mitgebracht. „Hässlich“ aussehend zogen alle gemeinsam durch die Kramergasse und versohlten die zahlreich gekommenen Zuschauer. Dabei gingen sie keinesfalls zimperlich vor; viele bekamen das auf schmerzliche Art zu spüren. Aber es soll ja Glück bringen, meinen zumindest die Tuifl selber, und wer das nicht wahrhaben will, muss sich ja nicht in die vorderste Reihe stellen. 

ROPPEN. (GeSch) Auch in Roppen waren am Samstag die höllischen Gesellen unterwegs. Rund 50 kleine und große Krampusse sorgten am „Löckpuiterplatzl“ unter dem tosenden Applaus dutzender begeisterter Besucher für ein feuriges Spektakel. Vor dem Auftritt der Tuiflsbande überreichte der Hl. Nikolo den Kindern kleine Gaben, nach dem feurigen Krampuslauf gab es ein geselliges Beisammensein bei Glühwein, Punsch, Kastanien, Ziachkiachln und anderen kulinarischen Köstlichkeiten, und die Nachtschwärmer ließen den Krampuslauf in der Krampusbar ausklingen.  

SAUTENS. (mg) In Sautens wurde es trotz eisiger Temperaturen ebenfalls höllisch heiß. Rund um das Kalkofenareal sorgten die Kathreinelar einmal mehr für ein Spektakel, das Hunderte Besucher anzog. Zunächst zeigte sich die Szenerie noch von ihrer sanften Seite: In Begleitung des Nikolaus präsentierten sich die finsteren Gestalten überraschend zahm. Plötzlich durchbrach tiefes Schellen die Dunkelheit, Flammen loderten auf und die Kathreineler stürmten los. Mit kunstvoll geschnitzten Holzlarven und einem kraftvollen Auftritt boten sie ein feurig-höllisches Schauspiel, das Klein und Groß gleichermaßen in seinen Bann zog.

UMHAUSEN. (ch) Für ein dreitägiges Spektakel sorgten die Umhauser Krampusse. Unter dem Motto „Drei Nächte, eine Legende“ stand die Stuibenfall-Gemeinde am Wochenende ganz im Zeichen der mit Fell überzogenen Zeitgenossen, die mit ihren Gastgruppen ein gewaltiges Schauspiel lieferten.
Stimmung herrschte kürzlich auch im Gewerbegebiet Tumpen. Die Tumpner Krampusse gaben bei Eiseskälte mit ihren Gastgruppen ihre beeindruckenden Shows zum Besten.
In Haiming begeisterten am Samstag die „kleinen Krampeler“ die in Scharen gekommenen Zuschauer, darunter sehr viele Kinder. Die ultimative Show lieferte dann am Sonntag die Krampusgruppe Haiming mit ihrer schon legendären Vorführung am Gemeindeplatz. Das Feuer loderte sowohl bei den Besuchern als auch
den Darstellern.
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Sie kamen wieder hervorgekrochen: Krampelermarsch der Imschter Hachletuifl durch die Innenstadt. RS-Foto: Krismer
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Ein traditionell beeindruckendes Erlebnis: die Sautnar Kathreinelar.
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Diese zotteligen Gesellen waren Akteure bei „Drei Nächte – eine Legende“ in Umhausen. RS-Fotos: Hablitzel

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