„Am Wegesrand“ – Ausstellung in Imst
Vier Künstler treten in Dialog mit Theodor von Hörmann
Die derzeitige Ausstellung in der Galerie „Theodor von Hörmann“ und im Museum im Ballhaus zeigt Arbeiten von Felix Heiß, Daniel Nikolaus Kocher, Lisa Krabichler und Thordis Wolf, die sich mit dem Werk Hörmanns und seinem Kunstverständnis auseinandersetzen. Die Schau ist eine Ausstellung in der Reihe „Ferdinandeum unterwegs“, kuratiert von Rosanna Dematté.
29. September 2026
Perfekte Organisation der Ausstellung „Am Wegesrand“: Kuratorin Rosanna Dematté, Sabine Schuchter und Kathrin Deisenberger (v. l.) Foto: Bundschuh
Der Maler Theodor von Hörmann zählt zu den Wegbereitern des Impressionismus in Österreich und gilt als bedeutender Vorläufer der Wiener Secession. Mit seinem Werk setzen sich vier zeitgenössische Künstler auseinander in Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation, Bildhauerei und Musik. Damit eröffnen sie neue Perspektiven auf sein Schaffen. Kulturreferentin Barbara Hauser über das Projekt: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen. Die gemeinsame Ausstellung der Tiroler Landesmuseen, der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann und des Museums im Ballhaus ist eine wertvolle Gelegenheit, dieses bedeutende künstlerische Erbe gemeinsam sichtbar zu machen und neue Perspektiven auf Hörmanns Werk zu eröffnen.“
Zwei Künstler im Dialog. Der Pitztaler Daniel Nikolaus Kocher absolviert in den frühen 2000er-Jahren eine Ausbildung an der Fachschule für Bildhauerei in Elbigenalp und an der Meisterschule für Bildhauerei in München. Seine Arbeiten verbinden Material und Raum und stehen im Kontext von Landschaft und gesellschaftlichen Prozessen. Kocher sucht in seiner skulpturalen Auseinandersetzung mit Theodor von Hörmann nach Schnittstellen zu dessen Person und nach Parallelen zur eigenen. Für Kocher werden Berührungspunkte zweier künstlerischer und biografischer Wege aus unterschiedlichen Epochen greifbar, die er wertfrei übersetzt in seiner Skulptur aus Fichte und Acryl. Felix Heiss, aufgewachsen in Imst, sucht den offenen Klang. Er absolviert den Lehrgang für Jazz und improvisierte Musik am Tiroler Landes-konservatorium und studiert an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Als Pianist, Komponist und Lehrer verbindet er in seiner Musik Jazz, HipHop, Contemporary und freie Improvisation. Er überträgt das in der Hörmann Galerie hängende Werk „Tümpel im Buchenwald“ in Klang. Die Musik macht erfahrbar, wie individuell das Zusammenspiel von Sehen, Hören und dem Empfinden von Farbe sein kann. Weiters komponiert er zu Theodor von Hörmanns Gemälde „Fuhrwerk in Herbstlandschaft“ ein Musikstück. Dieses Stück ist im Rahmen einer Installation im Museum im Ballhaus zu hören.
Zwei Künstlerinnen auf Hörmanns Wegen. Lisa Krabichler stammt aus Innsbruck. Sie studiert Kunstgeschichte, ihre Dissertation behandelt integrierte Selbstporträts in der Malerei der Frühen Neuzeit. Ihre Praxis verbindet künstlerische Arbeit, kunsthistorische Forschung, digitale Konzepte und Kulturarbeit. Sie nähert sich der Kunst malend, forschend und vermittelnd. In ihrer Serie „Postkarten aus Dachau“ entstehen aus Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Collagen und Texten fiktive Postkarten, die sich auf den Entstehungsort von Theodor von Hörmanns Selbstporträts „Biergarten in Dachau“ und „Der Maler im Blumengarten“ beziehen. „METASPACE Hörmann“ ist der Titel der Spiegelungen ihres Selbstbildes in Hörmanns Werken. Auf den Oberflächen der historischen Werke erscheint ihr Selbstbild als flüchtige Reflexion. Darüber hinaus untersucht sie die Farben von Hörmanns Gemälde „Biergarten in Dachau“, sie isoliert Formen und legt kompositorische Strukturen frei. So präsentiert sie im Museum im Ballhaus ein Forschungsfeld mit Prägedruck oder transparenten Farbblättern, die übereinandergelegt werden können. Die aus Zams stammende Künstlerin Thordis Wolf erhält 2022 das Hilde-Zach-Literaturstipendium, 2025 wird sie als „FRESH EYES International Talent“ ausgewählt. Sie geht vom flüchtigen Bild aus und sucht, was leicht übersehen wird. Wolf arbeitet mit analoger Fotografie und verzichtet auf digitale Nachbearbeitung. Ihre Bilder halten Fragmente des Alltags, stille Begegnungen und eigentümliche Momente fest. Sie greift in ihrer Arbeit Hörmanns Suche nach dem „richtigen Sehen“ auf und richtet den Blick auf Randständiges, Unspektakuläres. Prints analoger Fotografien, auf Seide gedruckte Arbeiten oder kleinformatige Mixed-Media-Objekte bewegen sich zwischen Nähe und Distanz, Schärfe und Unschärfe. Weitere Arbeiten aus der Werkgruppe „vom Gefühl des Mondes, wenn du ihn ansiehst“ sind im Museum im Ballhaus zu sehen.
Möbelwettbewerb in der HTL Imst. Das Leben und Wirken von Theodor von Hörmann bildete zudem die inhaltliche Grundlage für einen Wettbewerb der HTL Imst zur Gestaltung von Möbelstücken. Zwei Entwürfe von Schülern und Schülerinnen wurden von der Fachjury ausgewählt und in den Werkstätten der Schule produziert, nämlich ein Tisch und ein Sessel – inspiriert durch historische Bezüge und zeitgemäß umgesetzt. Nach der Ausstellung bleiben die Möbel in der Hörmann-Galerie und im Museum im Ballhaus, um die Erinnerung an Hörmanns Schaffen zu bewahren.
Zwei Künstler im Dialog. Der Pitztaler Daniel Nikolaus Kocher absolviert in den frühen 2000er-Jahren eine Ausbildung an der Fachschule für Bildhauerei in Elbigenalp und an der Meisterschule für Bildhauerei in München. Seine Arbeiten verbinden Material und Raum und stehen im Kontext von Landschaft und gesellschaftlichen Prozessen. Kocher sucht in seiner skulpturalen Auseinandersetzung mit Theodor von Hörmann nach Schnittstellen zu dessen Person und nach Parallelen zur eigenen. Für Kocher werden Berührungspunkte zweier künstlerischer und biografischer Wege aus unterschiedlichen Epochen greifbar, die er wertfrei übersetzt in seiner Skulptur aus Fichte und Acryl. Felix Heiss, aufgewachsen in Imst, sucht den offenen Klang. Er absolviert den Lehrgang für Jazz und improvisierte Musik am Tiroler Landes-konservatorium und studiert an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Als Pianist, Komponist und Lehrer verbindet er in seiner Musik Jazz, HipHop, Contemporary und freie Improvisation. Er überträgt das in der Hörmann Galerie hängende Werk „Tümpel im Buchenwald“ in Klang. Die Musik macht erfahrbar, wie individuell das Zusammenspiel von Sehen, Hören und dem Empfinden von Farbe sein kann. Weiters komponiert er zu Theodor von Hörmanns Gemälde „Fuhrwerk in Herbstlandschaft“ ein Musikstück. Dieses Stück ist im Rahmen einer Installation im Museum im Ballhaus zu hören.
Zwei Künstlerinnen auf Hörmanns Wegen. Lisa Krabichler stammt aus Innsbruck. Sie studiert Kunstgeschichte, ihre Dissertation behandelt integrierte Selbstporträts in der Malerei der Frühen Neuzeit. Ihre Praxis verbindet künstlerische Arbeit, kunsthistorische Forschung, digitale Konzepte und Kulturarbeit. Sie nähert sich der Kunst malend, forschend und vermittelnd. In ihrer Serie „Postkarten aus Dachau“ entstehen aus Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Collagen und Texten fiktive Postkarten, die sich auf den Entstehungsort von Theodor von Hörmanns Selbstporträts „Biergarten in Dachau“ und „Der Maler im Blumengarten“ beziehen. „METASPACE Hörmann“ ist der Titel der Spiegelungen ihres Selbstbildes in Hörmanns Werken. Auf den Oberflächen der historischen Werke erscheint ihr Selbstbild als flüchtige Reflexion. Darüber hinaus untersucht sie die Farben von Hörmanns Gemälde „Biergarten in Dachau“, sie isoliert Formen und legt kompositorische Strukturen frei. So präsentiert sie im Museum im Ballhaus ein Forschungsfeld mit Prägedruck oder transparenten Farbblättern, die übereinandergelegt werden können. Die aus Zams stammende Künstlerin Thordis Wolf erhält 2022 das Hilde-Zach-Literaturstipendium, 2025 wird sie als „FRESH EYES International Talent“ ausgewählt. Sie geht vom flüchtigen Bild aus und sucht, was leicht übersehen wird. Wolf arbeitet mit analoger Fotografie und verzichtet auf digitale Nachbearbeitung. Ihre Bilder halten Fragmente des Alltags, stille Begegnungen und eigentümliche Momente fest. Sie greift in ihrer Arbeit Hörmanns Suche nach dem „richtigen Sehen“ auf und richtet den Blick auf Randständiges, Unspektakuläres. Prints analoger Fotografien, auf Seide gedruckte Arbeiten oder kleinformatige Mixed-Media-Objekte bewegen sich zwischen Nähe und Distanz, Schärfe und Unschärfe. Weitere Arbeiten aus der Werkgruppe „vom Gefühl des Mondes, wenn du ihn ansiehst“ sind im Museum im Ballhaus zu sehen.
Möbelwettbewerb in der HTL Imst. Das Leben und Wirken von Theodor von Hörmann bildete zudem die inhaltliche Grundlage für einen Wettbewerb der HTL Imst zur Gestaltung von Möbelstücken. Zwei Entwürfe von Schülern und Schülerinnen wurden von der Fachjury ausgewählt und in den Werkstätten der Schule produziert, nämlich ein Tisch und ein Sessel – inspiriert durch historische Bezüge und zeitgemäß umgesetzt. Nach der Ausstellung bleiben die Möbel in der Hörmann-Galerie und im Museum im Ballhaus, um die Erinnerung an Hörmanns Schaffen zu bewahren.







