Die Langsamkeit des Pinselstrichs
Kathrin Grissemanns Blick auf die Imster Fasnacht
27. Jänner 2026 | von
Agnes Dorn
Laudatorin Hannah Philomena Scheiber, Künstlerin Kathrin Grissemann und Gastgeberin Christine Wagner genossen den Trubel in der Menge. Foto: Dorn
Es gibt wohl kein Thema in Imst, das mehr Anhänger hinter sich vereint als die Fasnacht, und das über die unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, Altersgruppen und Geschlechter hinweg. Kein Wunder also, dass eine Ausstellung, die sich explizit diesem Kulturgut widmet, auch Massen an Besuchern anspricht. So auch bei der Vernissage der Imster Künstlerin Kathrin Grissemann, deren Werke zur Imster Fasnacht auch dem Kunstsinn jener Menschen Freude bereiten, die dem Brauchtum ferner stehen. Mit feinem Pinselstrich, mit zarter Bleistiftlinie schafft Grissemann Porträts der Imster Fasnacht, die die Details einfangen und mit einem Hintergrund verschmelzen lassen, der von der Zeitlosigkeit des Brauchtums erzählt. Roller und Scheller, Spritzer und die Kübelmaje sind da in zarten Tönen verewigt, dass es den Augen guttut. Der Blick, auf die Larven gewandt, lässt den Trubel außen vor und widmet sich mehr der Symbolkraft der Masken als der Strahlkraft des Großereignisses.
ACHTSAMKEIT UND GEDULD. „Hinter jeder Figur und in jedem Detail stecken Handwerk, Herzblut und Liebe, die über Generationen weitergetragen werden. Getragen von Erfahrung, Geduld und Hingabe“, beschreibt Laudatorin Hannah Philomena Scheiber die Fasnacht und verweist zugleich auf die Begabung ihrer Künstlerkollegin, diese Strahlkraft der Fasnacht in ihren Bildern einzufangen. Kathrin Grissemann konnte bei der vergangenen Fasnacht 2024 selbst einen Blick hinter die Kulissen werfen, als sie einen Fasnachtswagen mitgestaltete. „In dieser Zeit wurde mir die Tiefe dieser Tradition unmittelbar bewusst: das gemeinschaftliche Tragen von Wissen, die Verantwortung gegenüber dem Gewachsenen und die Bedeutung jedes einzelnen Beitrags“, erklärt die Künstlerin. Die Ausstellung ist noch bis zum Aschermittwoch im Café Salzwasser in Imst zu sehen.
ACHTSAMKEIT UND GEDULD. „Hinter jeder Figur und in jedem Detail stecken Handwerk, Herzblut und Liebe, die über Generationen weitergetragen werden. Getragen von Erfahrung, Geduld und Hingabe“, beschreibt Laudatorin Hannah Philomena Scheiber die Fasnacht und verweist zugleich auf die Begabung ihrer Künstlerkollegin, diese Strahlkraft der Fasnacht in ihren Bildern einzufangen. Kathrin Grissemann konnte bei der vergangenen Fasnacht 2024 selbst einen Blick hinter die Kulissen werfen, als sie einen Fasnachtswagen mitgestaltete. „In dieser Zeit wurde mir die Tiefe dieser Tradition unmittelbar bewusst: das gemeinschaftliche Tragen von Wissen, die Verantwortung gegenüber dem Gewachsenen und die Bedeutung jedes einzelnen Beitrags“, erklärt die Künstlerin. Die Ausstellung ist noch bis zum Aschermittwoch im Café Salzwasser in Imst zu sehen.
Mit Blick auf die Details hat Kathrin Grissemann sich den Masken der Imster Fasnacht gewidmet. Foto: Dorn

