Perlen des Barock
Ausstellung im Turmmuseum widmet sich barocken Schätzen der Region
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts boomten im Tiroler Oberland und speziell auch im Ötztal die barocke Bildhauerei und Malerei. Der Vielzahl an Kunsthandwerkern, die diese Periode hervorgebracht hat, und ihren Werken widmet sich eine neue Ausstellung im Turmmuseum, die in den nächsten Jahren zu sehen sein wird.
13. Jänner 2026
Im Mittelpunkt der von Christoph Waldhart kuratierten Ausstellung stehen mehrere Skulpturen des Bildhauers Joseph Witwer. RS-Foto: Dorn
Wie es dazu kam, ist historisch nicht belegt. Dass es aber ein Phänomen weniger Jahrzehnte war, umso mehr: Zwischen 1850 und 1900 gab es in fast jeder Gemeinde des Tiroler Oberlands mindestens einen Barockbildhauer, der dank der Barockisierung der ursprünglich meist gotischen Kirchen und dem Neubau zahlreicher Kapellen über keinen Mangel an Aufträgen zu klagen hatte. Manche dieser Kunsthandwerker blieben daher in ihrer Heimat, andere wiederum verließen das Oberland, um in anderen europäischen Ländern ihr berufliches Glück zu suchen. So auch der Sautner Barockbildhauer Matthias Bernhard Braun, den es schließlich nach Prag verschlug, wo er sich als einer der großen Meister seiner Zeit etablierte.
HOCHZEIT DER BILDHAUEREI. „Es ist offen, warum es zu dieser Zeit so viele Bildhauer im Oberland gab, aber die Gemeinden wollten alle ihre Kirchen prunkvoll ausstatten, und die Jesuiten haben das gefördert“, erklärt Kunsthistoriker Christoph Waldhart, der die Ausstellung im Turmmuseum kuratierte. Gezeigt werden neben Leihgaben einige Werke der Sammlung Jäger, die exemplarisch den Charakter des Barocks unterstreichen. Gerade die Skulpturen von Braun mit ihren schwammigen Zügen verweisen auf die Opulenz der damaligen Kunstepoche. Auslöser der nunmehrigen Ausstellung waren jedoch zwei Skulpturen des Bildhauers Joseph Witwer aus Imst. Die beiden geschnitzten Dominikanermönche standen ursprünglich in der Pfarrkirche Obergurgl und befinden sich erst seit zwei Jahren im Besitz der Ötztaler Museen, die diese restaurieren ließen und nun in den Mittelpunkt der Ausstellung rücken.
DYNASTIEN AN BILDHAUERN. Es waren oft ganze Familien, die sich mehrere Generationen lang der Bildhauerei verschrieben, wie die Familie Götsch aus Längenfeld oder die Familie Witwer aus Imst, von denen einzelne Werke in der kleinen, aber feinen Ausstellung im Turmmuseum gezeigt werden. Um den Bogen in die Gegenwart zu spannen und auch der Jugend Anlass zur Auseinandersetzung mit dem Barock zu geben, sind mehrere interaktive Stationen eingebettet, die von Kurator und Bildhauer Christoph Waldhart gestaltet wurden, dem in volkskundlichen Belangen Museumsleiterin Edith Hessenberger zur Seite stand. Das Turmmuseum und damit auch die Ausstellung „Perlen des Barock im Ötztal und im Tiroler Oberland“ sind von Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet, Feiertage ausgenommen.
HOCHZEIT DER BILDHAUEREI. „Es ist offen, warum es zu dieser Zeit so viele Bildhauer im Oberland gab, aber die Gemeinden wollten alle ihre Kirchen prunkvoll ausstatten, und die Jesuiten haben das gefördert“, erklärt Kunsthistoriker Christoph Waldhart, der die Ausstellung im Turmmuseum kuratierte. Gezeigt werden neben Leihgaben einige Werke der Sammlung Jäger, die exemplarisch den Charakter des Barocks unterstreichen. Gerade die Skulpturen von Braun mit ihren schwammigen Zügen verweisen auf die Opulenz der damaligen Kunstepoche. Auslöser der nunmehrigen Ausstellung waren jedoch zwei Skulpturen des Bildhauers Joseph Witwer aus Imst. Die beiden geschnitzten Dominikanermönche standen ursprünglich in der Pfarrkirche Obergurgl und befinden sich erst seit zwei Jahren im Besitz der Ötztaler Museen, die diese restaurieren ließen und nun in den Mittelpunkt der Ausstellung rücken.
DYNASTIEN AN BILDHAUERN. Es waren oft ganze Familien, die sich mehrere Generationen lang der Bildhauerei verschrieben, wie die Familie Götsch aus Längenfeld oder die Familie Witwer aus Imst, von denen einzelne Werke in der kleinen, aber feinen Ausstellung im Turmmuseum gezeigt werden. Um den Bogen in die Gegenwart zu spannen und auch der Jugend Anlass zur Auseinandersetzung mit dem Barock zu geben, sind mehrere interaktive Stationen eingebettet, die von Kurator und Bildhauer Christoph Waldhart gestaltet wurden, dem in volkskundlichen Belangen Museumsleiterin Edith Hessenberger zur Seite stand. Das Turmmuseum und damit auch die Ausstellung „Perlen des Barock im Ötztal und im Tiroler Oberland“ sind von Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet, Feiertage ausgenommen.







