30 Millionen Euro für mehr Sicherheit
Der Malchbach – größtes laufendes Projekt der Wildbach- und Lawinenverbauung im Oberen Inntal
10. März 2026 | von
Martin Grüneis
Die neue Gerinneverbauung mit Natursteinverkleidung soll Schutz bieten und …
Foto: Grüneis
Foto: Grüneis
Mit einem Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro ist das Malchbach-Projekt eines der bedeutendsten Schutzvorhaben im Tiroler Oberland. „Es ist derzeit das größte laufende Projekt, das wir in der Bauleitung haben“, informiert Daniel Kurz, Gebietsbauleiter der WLV. Der Umsetzungszeitraum ist auf rund 20 Jahre angesetzt, wobei das Gesamtprojekt in zahlreiche Detailprojekte unterteilt ist.
MASSNAHMEN IM EINZUGSGEBIET. „Es ist schon relativ viel passiert“, informiert Kurz. Für die Bevölkerung kaum sichtbar, wurden im oberen Einzugsgebiet bereits wesentliche Schritte umgesetzt. In der Hachleschlucht wurden bestehende Sperren saniert und erneuert sowie neue Bauwerke errichtet. Zudem wurde der Geschieberückhalt oberhalb der Schlucht vergrößert. Die Stapf-Sperre am Schluchtausgang wurde umgebaut, erhöht und mit einem Schrägrechen ausgestattet. Dadurch konnte die Rückhaltewirkung deutlich verbessert werden. Ein weiteres Teileinzugsgebiet ist der Schinderbach. Beim bestehenden Ablagerungsplatz in Hoch-Imst wurde das Rückhaltevolumen durch eine Einlauframpe erweitert.
AUFWENDIGE ARBEITEN IM STADTBEREICH. Deutlich sichtbar waren die Arbeiten im Zentrum der Bezirkshauptstadt. Vom Johannesplatz abwärts bis zum Krismer-Kraftwerk wurde das Gerinne vollständig neu errichtet. Gleichzeitig wurde die Mündung des Schinderbachs in den Malchbach grundlegend verbessert. „Das war eine echte Schwachstelle“, so Kurz, da der bisherige Mündungswinkel zu Problemen führte. Bereits in der Planungsphase wurde nach dem neuesten Stand der Technik gearbeitet. So wurden Strömungssimulationen durchgeführt, um den optimalen Einmündungswinkel zu ermitteln und Stoßwellen zu reduzieren. Der Bau in diesem Abschnitt gestaltete sich besonders anspruchsvoll: Schwierige Gründungsverhältnisse mit Lehmschichten und Gebäuden direkt an den Bachmauern, die abgetragen und neu errichtet werden mussten, verlangten ein äußerst vorsichtiges Vorgehen. „Das war wirklich sehr, sehr schwierig“, betont Kurz. Die neue Verbauung wurde mit Naturstein verkleidet – aus optischen Gründen, aber auch zum Schutz der Betonstrukturen vor Abrieb durch Geschiebe. „Es ist wirklich ein sehr schönes Gerinne geworden mitten in der Stadt“, sagt Kurz. Gleichzeitig soll die Bauweise eine lange Lebensdauer gewährleisten. Zusätzliche Herausforderungen ergaben sich durch bestehende Infrastruktur: Ein im Bach verlaufender Kanal musste neu verlegt werden, ebenso befand sich in dem Bereich ein großer Schacht mit zahlreichen Leitungen.
DETAILPROJEKT MÜHLENWEG. Nun gehen die Arbeiten unterhalb des Kraftwerks im Bereich der Fußgängerbrücke weiter. Dieser Abschnitt trägt den Namen Detailprojekt „Mühlenweg“. Die alten Verbauungen werden abschnittsweise abgetragen, mit Spritzbeton gesichert und anschließend erfolgt die Neuerrichtung als Stahlbetonrahmenkonstruktion. Die Sohle wird mit Grobsteinen befestigt, die seitlichen Mauern erhalten eine Natursteinverkleidung. Die Fertigstellung soll spätestens Ende kommenden Jahres erfolgen.
NÄCHSTER AUFWENDIGER ABSCHNITT OBERHALB DES JOHANNESPLATZES. Nach Abschluss der Arbeiten folgt ein weiterer anspruchsvoller Bauabschnitt zwischen Johannesplatz und Stapf-Areal. Dort wird die Sohle abgesenkt, wodurch sich das Gerinneprofil vergrößert und der Durchfluss erhöht. Auf langen Strecken bedeutet das jedoch einen kompletten Neubau des Gerinnes – mit ähnlichem Aufwand wie im Stadtbereich. In Bezug auf die Neugestaltung des Johannesplatzes steht die WLV in enger Abstimmung mit der Stadtgemeinde. Mit den bereits gesetzten Maßnahmen im Einzugsgebiet und den laufenden Bauarbeiten im Imster Ortsgebiet nimmt das Malchbach-Projekt Schritt für Schritt Gestalt an – als langfristige Investition in den Schutz von Bevölkerung, Infrastruktur und Ortskern.
MASSNAHMEN IM EINZUGSGEBIET. „Es ist schon relativ viel passiert“, informiert Kurz. Für die Bevölkerung kaum sichtbar, wurden im oberen Einzugsgebiet bereits wesentliche Schritte umgesetzt. In der Hachleschlucht wurden bestehende Sperren saniert und erneuert sowie neue Bauwerke errichtet. Zudem wurde der Geschieberückhalt oberhalb der Schlucht vergrößert. Die Stapf-Sperre am Schluchtausgang wurde umgebaut, erhöht und mit einem Schrägrechen ausgestattet. Dadurch konnte die Rückhaltewirkung deutlich verbessert werden. Ein weiteres Teileinzugsgebiet ist der Schinderbach. Beim bestehenden Ablagerungsplatz in Hoch-Imst wurde das Rückhaltevolumen durch eine Einlauframpe erweitert.
AUFWENDIGE ARBEITEN IM STADTBEREICH. Deutlich sichtbar waren die Arbeiten im Zentrum der Bezirkshauptstadt. Vom Johannesplatz abwärts bis zum Krismer-Kraftwerk wurde das Gerinne vollständig neu errichtet. Gleichzeitig wurde die Mündung des Schinderbachs in den Malchbach grundlegend verbessert. „Das war eine echte Schwachstelle“, so Kurz, da der bisherige Mündungswinkel zu Problemen führte. Bereits in der Planungsphase wurde nach dem neuesten Stand der Technik gearbeitet. So wurden Strömungssimulationen durchgeführt, um den optimalen Einmündungswinkel zu ermitteln und Stoßwellen zu reduzieren. Der Bau in diesem Abschnitt gestaltete sich besonders anspruchsvoll: Schwierige Gründungsverhältnisse mit Lehmschichten und Gebäuden direkt an den Bachmauern, die abgetragen und neu errichtet werden mussten, verlangten ein äußerst vorsichtiges Vorgehen. „Das war wirklich sehr, sehr schwierig“, betont Kurz. Die neue Verbauung wurde mit Naturstein verkleidet – aus optischen Gründen, aber auch zum Schutz der Betonstrukturen vor Abrieb durch Geschiebe. „Es ist wirklich ein sehr schönes Gerinne geworden mitten in der Stadt“, sagt Kurz. Gleichzeitig soll die Bauweise eine lange Lebensdauer gewährleisten. Zusätzliche Herausforderungen ergaben sich durch bestehende Infrastruktur: Ein im Bach verlaufender Kanal musste neu verlegt werden, ebenso befand sich in dem Bereich ein großer Schacht mit zahlreichen Leitungen.
DETAILPROJEKT MÜHLENWEG. Nun gehen die Arbeiten unterhalb des Kraftwerks im Bereich der Fußgängerbrücke weiter. Dieser Abschnitt trägt den Namen Detailprojekt „Mühlenweg“. Die alten Verbauungen werden abschnittsweise abgetragen, mit Spritzbeton gesichert und anschließend erfolgt die Neuerrichtung als Stahlbetonrahmenkonstruktion. Die Sohle wird mit Grobsteinen befestigt, die seitlichen Mauern erhalten eine Natursteinverkleidung. Die Fertigstellung soll spätestens Ende kommenden Jahres erfolgen.
NÄCHSTER AUFWENDIGER ABSCHNITT OBERHALB DES JOHANNESPLATZES. Nach Abschluss der Arbeiten folgt ein weiterer anspruchsvoller Bauabschnitt zwischen Johannesplatz und Stapf-Areal. Dort wird die Sohle abgesenkt, wodurch sich das Gerinneprofil vergrößert und der Durchfluss erhöht. Auf langen Strecken bedeutet das jedoch einen kompletten Neubau des Gerinnes – mit ähnlichem Aufwand wie im Stadtbereich. In Bezug auf die Neugestaltung des Johannesplatzes steht die WLV in enger Abstimmung mit der Stadtgemeinde. Mit den bereits gesetzten Maßnahmen im Einzugsgebiet und den laufenden Bauarbeiten im Imster Ortsgebiet nimmt das Malchbach-Projekt Schritt für Schritt Gestalt an – als langfristige Investition in den Schutz von Bevölkerung, Infrastruktur und Ortskern.


