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45 Jahre im Weinberg des Herrn

Nassereith feierte mit ihrem Pfarrer Josef Maria Ahorn halbrundes Priesterjubiläum

Zum Priester geweiht wurde Josef Maria Ahorn am 30. Mai 1981. Seine ihm von Gott anvertrauten Nassereither Schäfchen nahmen jedoch den Feiertag Christi Himmelfahrt zum Anlass, ihrem Hirten zu seinem Priesterjubiläum zu huldigen. Zwar war es eine schlichte Feier ohne großes Brimborium, aber dennoch würdevoll genug, um ihrem Josef große Freude zu bereiten. Ein zusätzliches Wohlgefallen für den Pfarrer und das Kirchenvolk ergab sich bei einer Premiere am Ende der Feiertagsmesse, nämlich mit der leibhaftigen Auffahrt Jesu Christi in den Himmel.
19. Mai 2026 | von Ewald Krismer
45 Jahre im Weinberg des Herrn<br />
Gratulation zum Priesterjubiläum nach der Feiertagsmesse: Mitglieder des Pfarrgemeinderates mit Bürgermeister Herbert Kröll (2. v. l.) und dem Obmann des Pfarrgemeinderates Christoph Schultes (3. v. l.) gratulierten Pfarrer Josef Maria Ahorn. Foto: Krismer
Am Himmelfahrtstag im vergangenen Jahr erinnerte Pfarrer Ahorn gegenüber dem Pfarrgemeinderat an den Brauch des Emporziehens einer Statue des Auferstandenen zur Kirchendecke und dessen Entschwindenlassen durch das „Heilig-Geist-Loch“. Mit dem kleinen Beisatz „Das wäre schön“ setzte er nichtsahnend, aber vielleicht hoffend, Maßnahmen in Bewegung, die seinen Wunsch Wirklichkeit werden ließen. Und so gestaltete sich ein Jahr später ein Staunen hervorrufendes Schauspiel, als der hölzerne Jesus gen Kirchendecke schwebte und im dortigen „Heilig-Geist-Loch“ verschwand. Nassereith hat bekanntlich ein prunkvolles Heiliges Grab, das die Geschichte des Sterbens und der Wiederauferstehung Jesu Christi bildlich wiedergibt. Mit der Szene des Emporschwebens wird diese Geschichte nunmehr weitererzählt.
 
PRIESTERLICHE LAUFBAHN. Diese Himmelfahrtszeremonie war ein Jubiläumsgeschenk für Pfarrer Josef Maria Ahorn. Nach der Priesterweihe 1981 durch den damaligen Bischof Reinhold Stecher war Ahorn von 1981 bis 1982 „Neupriester“ seiner Heimatgemeinde Vils, wo er am 21. Oktober 1954 das Licht der Welt erblickte. Danach führte ihn der Weg nach Osttirol, wo er im Dekanat Sillian bis 1984 als Kooperator wirkte. 1984 führte ihn der Weg wieder zurück in das Außerfern. Bis 2002 war er Pfarrer im Seelsorgeraum Unteres Lechtal. Dort war der gebürtige Vilser auch musikalisch aktiv: Bei der Weißenbacher Musikkapelle blies „Ahorn das Waldhorn“. Seit 2002 und nach wie vor ist Josef Maria Ahorn Pfarrer in der Pfarre Nassereith und war bis Februar 2024 auch Pfarrmoderator in Tarrenz und einige Zeit stellvertretender Dekan des Dekanates Imst.
 
EINE VERANTWORTUNGSVOLLE MISSION. Zu Beginn im Dekanat Sillian hatte Pfarrer Josef Ahorn sogleich eine heikle Aufgabe zu erfüllen: Vom damaligen Dekan beauftragt, hatte er in der zur Pfarre Innervillgraten gehörenden Filial- und Wallfahrtskirche Maria Schnee im Weiler Kalkstein – Pfarrer Alban Ortner vertretend – eine Messe zu zelebrieren, nachdem dieser von Hermann Walder, dem Bruder des am 8. September 1982 getöteten Wilderers Pius Walder – wegen der Entfernung von Pius‘ Partezettel von der Kirchentür - geohrfeigt wurde. Alles verlief aber friedlich ab.
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Premiere am Christi-Himmelfahrtstag: Die Auffahrt des hölzernen Christus zur Kirchendecke und dessen Entfleuchen durch das „Heilig-Geist-Loch“. Foto: Krismer

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Auch die Feuerwehr gratulierte herzlichst: FF-Ortskommandant Martin Föger, FF-Zugskommandant Michael Huber, Feuerwehrkurat Josef Maria Ahorn, FF-Hauptverwalter Christoph Schultes und FF-Obermaschinist Jakob Tiefenbrunner (v. l.). Foto: Krismer

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