5.010 Stimmen für die Entlastung
Das Transitforum Austria-Tirol zieht Bilanz
24. Juni 2025 | von
Benjamin Hofer
Klare Botschaften am Straßenrand: Mit Transparenten protestieren Bürgerinnen und Bürger gegen das „Fernpass-Beschleunigungspaket“
RS-Fotos: Hofer
RS-Fotos: Hofer
5.010 – so viele Menschen haben bis zum Stichtag, dem 15. Juni 2025, ihre Unterschrift unter ein Papier gesetzt, das sich nicht weniger als die Durchsetzung der Erklärung „Pro Lebens-, Regionalwirtschafts- und Naturraum“ auf die Fahnen schreibt. Hinter diesem Titel verbirgt sich ein facettenreiches Forderungstableau, das auf eine spürbare Entlastung des Transitverkehrs in den Bezirken Reutte, Imst und Landeck abzielt. Diese Zahl, betont Transitforum-Obmann Fritz Gurgiser, sei kein digitales Sammelsurium flüchtiger Klicks, sondern das verdichtete Resultat unzähliger Gespräche – geführt an Haustüren, in Geschäften, auf Dorfplätzen. „Jede Unterschrift ist ein Bekenntnis“, betonte der Obmann. „Ein Bekenntnis zu einer Region, die sich weigert, weiter als bloßer Transitkorridor funktionalisiert zu werden.“ Die Aktion ist eine Reaktion auf das von der Tiroler Landesregierung präsentierte „Fernpass-Beschleunigungspaket“, das aus Sicht des Vereins keine Entlastung sondern vielmehr zusätzliche Belastung verspricht. Kritisiert werden darin insbesondere Aus- und Neubauprojekte, geplante Tunnelbauten und eine Verkehrspolitik, die sich, so Gurgiser, „von einer wachstumsfixierten Straßendenke nicht lösen kann“. Die zugrundeliegende Erklärung benennt 14 konkrete Forderungen – von einer „effizienteren Dossierung am Ursprung“ über die Begrenzung des Lift- und Bettenausbaus in Tourismus-Seitentälern bis hin zur Sanierung der bekannten Sicherheitsmängel, etwa im Lermooser Tunnel. Statt selektiver Eingriffe fordert man ein kohärentes Maßnahmenbündel: „Es braucht kein Flickwerk, sondern ein Gesamtkonzept“.
„ULM-MAILAND-LIGHT“. Es ist ein Vormittag, an dem viele Themen aufeinanderprallen: Gesundheit, Mobilität, Tourismus, Regionalwirtschaft. Gemeinsam ist ihnen ein Begriff: Belastung. Der Status quo sei, so Fritz Gurgiser, „rechtswidrig“, denn die Behörden seien gesetzlich verpflichtet, die „Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit“ des Verkehrs ganzjährig zu garantieren. Als Referenz dient die „Dosierung“ – jenes steuerungstechnische Instrumentarium, das seit der Blockabfertigung zu Pfingsten 2017 in Kufstein zum verkehrspolitischen Schlagwort avancierte. Nach dem heurigen Pfingstwochenende, so die Forderung des Transitforums, müsse endlich ein schlüssiges Gesamtverkehrskonzept für das Tiroler Oberland erwachsen. Nur durch gezielte Eingriffe könne verhindert werden, dass sich hier ein „Ulm-Mailand-light-Korridor“ schleichend etabliert – ein Szenario, das Gurgiser als Menetekel der regionalen Lebenswelt an die Wand malt. Seine Kritik richtet sich nicht nur an die Landesregierung, sondern auch an die Struktur der Entscheidungsfindung: „Warum werden örtliche Experten der Mobilitätsplanung nicht stärker in den Entscheidungsprozess integriert? Warum werden die Vorgaben des EU-Vorsorgeprinzips ignoriert? Warum fehlt ein interdisziplinär erarbeitetes Gesamtverkehrskonzept?“ Die Pressekonferenz endet mit einem unmissverständlichen Appell: Es braucht Umsetzung – nicht bloß auf dem Papier, sondern auf der Straße. Die Aktion geht weiter, der Ton bleibt bestimmt. „Wir machen keine Parteipolitik“, betont Gurgiser. „Aber wir stehen ein für all jene, die unterschrieben haben – und damit ein klares Zeichen setzen für ein notwendiges demokratiepolitisches Einmischen und Mitgestalten.“
„ULM-MAILAND-LIGHT“. Es ist ein Vormittag, an dem viele Themen aufeinanderprallen: Gesundheit, Mobilität, Tourismus, Regionalwirtschaft. Gemeinsam ist ihnen ein Begriff: Belastung. Der Status quo sei, so Fritz Gurgiser, „rechtswidrig“, denn die Behörden seien gesetzlich verpflichtet, die „Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit“ des Verkehrs ganzjährig zu garantieren. Als Referenz dient die „Dosierung“ – jenes steuerungstechnische Instrumentarium, das seit der Blockabfertigung zu Pfingsten 2017 in Kufstein zum verkehrspolitischen Schlagwort avancierte. Nach dem heurigen Pfingstwochenende, so die Forderung des Transitforums, müsse endlich ein schlüssiges Gesamtverkehrskonzept für das Tiroler Oberland erwachsen. Nur durch gezielte Eingriffe könne verhindert werden, dass sich hier ein „Ulm-Mailand-light-Korridor“ schleichend etabliert – ein Szenario, das Gurgiser als Menetekel der regionalen Lebenswelt an die Wand malt. Seine Kritik richtet sich nicht nur an die Landesregierung, sondern auch an die Struktur der Entscheidungsfindung: „Warum werden örtliche Experten der Mobilitätsplanung nicht stärker in den Entscheidungsprozess integriert? Warum werden die Vorgaben des EU-Vorsorgeprinzips ignoriert? Warum fehlt ein interdisziplinär erarbeitetes Gesamtverkehrskonzept?“ Die Pressekonferenz endet mit einem unmissverständlichen Appell: Es braucht Umsetzung – nicht bloß auf dem Papier, sondern auf der Straße. Die Aktion geht weiter, der Ton bleibt bestimmt. „Wir machen keine Parteipolitik“, betont Gurgiser. „Aber wir stehen ein für all jene, die unterschrieben haben – und damit ein klares Zeichen setzen für ein notwendiges demokratiepolitisches Einmischen und Mitgestalten.“
