Abschied mit Stil
Söldens Bürgermeister sagt nach 40 Jahren „Servus“
5. Mai 2026 | von
Christoph Hablitzel
Ernst Schöpf: 40 Jahre Gemeindeoberhaupt der flächenmäßig größten Gemeinde Österreichs.Foto: Archiv/Hablitzel
Am Staatsfeiertag musste wohl so mancher bei seinem Frühstückskaffee zweimal schlucken: Über verschiedene Kanäle und Medien verbreitete sich zunehmend die Nachricht, dass Bgm. Ernst Schöpf, seit 1986 im Amt – damals erst 25 Jahre alt –, im Rahmen des Frühjahrskonzerts der Musikkapelle Sölden seinen Rücktritt mit 1. September bekannt gegeben hat. So überraschend es auch für viele war, für Schöpf war es das nicht. Der Zeitpunkt seines Rücktritts ist bewusst gewählt. Im Hinblick auf die regulären Bürgermeisterwahlen im März 2028 soll durch die vorzeitige Übergabe ein geordneter Übergang ermöglicht werden. Der Gemeinderat kann so einen Nachfolger bestimmen, ohne dass eine vorgezogene Wahl notwendig wird. So „sei dieser Schritt bereits seit Längerem geplant gewesen“. Bis zu seinem Ausscheiden will Schöpf noch zentrale Aufgaben wie den Rechnungsabschluss 2025 abschließen. Projekte wie Herbstarbeit und Budget 2027 folgen dann schon ohne ihn. Schöpf zeigt sich zufrieden und nennt persönliche sowie altersbedingte Gründe für seinen Rückzug. Mit ihm endet eine prägende Ära in Sölden und in Tirols Kommunalpolitik. „Nach vier Jahren wachsender Verantwortung bin ich bereit für den nächsten Schritt. Mit dem Vertrauen des Gemeinderats werde ich die Aufgabe engagiert und verantwortungsvoll übernehmen. Ich stehe für eine zielorientierte, wertschätzende Zusammenarbeit und neue Impulse. Bis zur Wahl im März 2028 möchte ich mich weiter beweisen und mich dann der Direktwahl stellen“, so der designierte Nachfolger Maximilian Riml in einer ersten Stellungnahme dazu.