Beschwerde erhoben
Neuer Rodelbahn-Anschluss und Förderbänder sollen Qualität am Hochzeiger verbessern
Die Hochzeiger Bergbahnen planen, im Bereich der Mittelstation den Schlepplift Hahntennen abzubauen, zwei eingehauste Förderbänder und einen Rodelbahn-Anschluss zu errichten sowie Pistenkorrekturen vorzunehmen. Die Bezirkshauptmannschaft Imst hat das Vorhaben bereits naturschutzrechtlich genehmigt. Gegen diesen Bescheid hat der Landesumweltanwalt jedoch Beschwerde erhoben, sodass sich nun das Landesverwaltungsgericht mit dem Projekt befassen muss. Der Geschäftsführer der Bergbahnen sieht die Angelegenheit wenig dramatisch: Zwar werde sich das geplante Projekt wohl verzögern, man sei jedoch zuversichtlich und werde alle Punkte abarbeiten.
7. Jänner 2026
Am Hochzeiger wird auch jede Menge Rodelspaß geboten. Ein geplanter Rodelbahn-Anschluss wird allerdings vom Landesumweltanwalt kritisch gesehen. Foto: Hochzeiger Bergbahnen/Robert Pupeter
Aus Sicht der Bergbahnen spreche eine Vielzahl an Argumenten für das Projekt. „Wir wollen eine Qualitätsverbesserung erreichen“, erklärt Thomas Fleischhacker, Geschäftsführer der Hochzeiger Bergbahnen. Auch der Tiroler Landesumweltanwalt erkennt in seiner Beschwerde das Bestreben an, „ein vielfältiges und attraktives touristisches Angebot zu schaffen“. Gleichzeitig heißt es darin: „Bauliche Eingriffe sowie technische Installationen in ökologisch sensiblen und gesetzlich geschützten Lebensräumen sind grundsätzlich kritisch zu beurteilen.“ Der geplante Neubau der Rodelanlage führt aus Sicht des Landesumweltanwaltes „zu erheblichen Eingriffen“ in den Lärchen-Fichten-Zirbenwald. „Subalpine Waldökosysteme benötigen mehrere Jahrhunderte, um ihre charakteristische Struktur auszubilden und zentrale Ökosystemleistungen wie Erosionsschutz, Kohlenstoffspeicherung oder Biodiversitätsförderung vollumfänglich zu erbringen“, heißt es weiter. Neben dem Neubau der Rodelbahn richtet sich die Beschwerde im Wesentlichen auch gegen die vorgesehenen Pistenkorrekturen. Durch das Vorhaben komme es „zu Beeinträchtigungen aus naturschutzfachlicher Sicht besonders wertvoller, geschützter und teilweise gefährdeter Lebensräume“. Kritisiert werden neben artenschutzrechtlichen Tatbeständen auch das fehlende öffentliche Interesse sowie die fehlende Alternativenprüfung. Es wird darauf verwiesen, dass das Gebiet bereits über ein breites und vielfältiges touristisches Angebot verfügt.
GESCHÄFTSFÜHRER BLEIBT GELASSEN. Der Geschäftsführer der Hochzeiger Bergbahnen sieht der Angelegenheit gelassen entgegen. Das betroffene Gelände werde bereits seit Jahrzehnten genutzt und sei – wie auch in der Beschwerde selbst festgehalten – bereits mehrfach überbaut worden. „Auch wir Seilbahner achten auf die Natur“, betont Fleischhacker. Das Gebiet werde sowohl im Sommer als auch im Winter gerne von Einheimischen und Gästen genutzt, weshalb verantwortungsvoll mit der Umwelt umgegangen werde. Der ursprünglich geplante Baustart wird sich voraussichtlich nicht realisieren lassen. Fleischhacker zeigt sich jedoch angesichts der vorliegenden naturschutzrechtlichen Genehmigung der Bezirkshauptmannschaft Imst zuversichtlich. Dass der Verfasser der Beschwerde jemals selbst vor Ort dabei gewesen ist, bezweifelt er. Gleichzeitig zeigt Fleischhacker auf, dass frühzeitige Hinweise oder das Aufzeigen sinnvoller Alternativen hilfreicher wären als Beschwerden im Nachhinein. Die Hochzeiger Bergbahnen seien jedenfalls die Letzten, die sich tragfähigen Lösungen grundsätzlich verschließen würden.
GESCHÄFTSFÜHRER BLEIBT GELASSEN. Der Geschäftsführer der Hochzeiger Bergbahnen sieht der Angelegenheit gelassen entgegen. Das betroffene Gelände werde bereits seit Jahrzehnten genutzt und sei – wie auch in der Beschwerde selbst festgehalten – bereits mehrfach überbaut worden. „Auch wir Seilbahner achten auf die Natur“, betont Fleischhacker. Das Gebiet werde sowohl im Sommer als auch im Winter gerne von Einheimischen und Gästen genutzt, weshalb verantwortungsvoll mit der Umwelt umgegangen werde. Der ursprünglich geplante Baustart wird sich voraussichtlich nicht realisieren lassen. Fleischhacker zeigt sich jedoch angesichts der vorliegenden naturschutzrechtlichen Genehmigung der Bezirkshauptmannschaft Imst zuversichtlich. Dass der Verfasser der Beschwerde jemals selbst vor Ort dabei gewesen ist, bezweifelt er. Gleichzeitig zeigt Fleischhacker auf, dass frühzeitige Hinweise oder das Aufzeigen sinnvoller Alternativen hilfreicher wären als Beschwerden im Nachhinein. Die Hochzeiger Bergbahnen seien jedenfalls die Letzten, die sich tragfähigen Lösungen grundsätzlich verschließen würden.
Martin Grüneis 




