Der Aufstieg des Valentin Klaunzner
Zwischen mentalem Druck und 18 Matches in zwei Wochen
12. Mai 2026 | von
Albert Unterpirker
Die Gegner von Valentin können sich warm anziehen, egal ob Vorhand, ... Foto: Unterpirker
Seit dem letzten Herbst zeigt die Formkurve steil nach oben. Was als Trend begann, ist mittlerweile amtlich. Valentin Klaunzner sammelt Titel auf internationaler Ebene wie andere in seinem Alter Social-Media-Likes. Doch der Erfolg kam selbst für den Protagonisten unerwartet. Nach seinem ersten internationalen ITF J30-Titel in Bad Waltersdorf im Jänner, den er ohne Satzverlust holte, gibt er sich bescheiden: „Das ist schon überraschend. Damit habe ich nicht gerechnet, dieses Turnier gleich zu gewinnen.“
REGIE. Während viele Nachwuchshoffnungen wie Fernsteuerungen ihrer Trainer fungieren, geht man im Hause Klaunzner einen anderen Weg. Vater Markus lässt seinem Sohn den Raum für eigene Analysen. „Taktisch manage ich das von Anfang an selbst. Mir ist das auch eher recht, ich merke selber im Spiel, was dem Gegner gut oder schlecht tut“, erklärt Valentin. Es ist diese analytische Kühle, die ihn auch bei der Tiroler Hallenmeisterschaft in Stans zum U18-Titel trug, obwohl der Druck dort ein anderer war: „Da war ich sicher mehr der Favorit als beim ITF-Turnier vorher. Trotzdem war das eine Herausforderung für mich.“
DRUCK. Weiter ging es mit einem höher kategorisierten ITF J100-Turnier in Wolfsberg, wo der Silzer es bis ins Doppel-Finale schaffte. Wie schwer der Weg zu einem Titel wiegt, zeigte sich erneut bei den österreichischen U18-Hallenmeisterschaften in Rannersdorf. Wer denkt, ein Finale liefe von selbst, wenn man gut spielt, irrt. „Es war vom Kopf her schon sehr schwer, mit dem Druck umzugehen und da im Finale bei 6:4 und 5:4 auszuservieren. Da spürst du den Druck schon“, gesteht der junge Silzer offen.
DEMUT. Der April forderte dann alles: Quasi direkt aus dem verschneiten Tirol auf den Wiener Sand – ohne Vorbereitung, mit nur 30 Minuten Training am Vorabend. Das Ergebnis? 18 Matches in zwei Wochen, ein ITF J30-Einzeltitel (viermal 3-Satz-Matches), ein Doppelsieg und ein weiteres ITF J30-Finale. Trotz des klaren Ziels blieb die Demut: „Es hat mich da schon überrascht, aber es war schon auch das Ziel, hier zu gewinnen“, sagt Valentin. Der Alltag bleibt hart. Täglich pendelt der Oberländer mit dem Zug zum Sport-BORG nach Innsbruck (7. Klasse) und trainiert danach in Silz mit seinen Eltern. Keine Nahrungsergänzungsmittel, kein Firlefanz. Einfach nur „Vollgas Spaß“ am Sport. Mit dem Sprung in der Jugend-Weltrangliste von Platz 2000 auf 500 innerhalb eines Jahres im Rücken blickt er nun – neben weiteren diesjährigen ITF-Turnieren – auf die allgemeine Klasse und die ersten ATP-Punkte. „Ich freue mich schon sehr darauf“, so Valentin kurz und knapp. Im Tennis, wie im Leben, zählen am Ende eben nicht die Worte, sondern der Punkt auf der Anzeigetafel.
REGIE. Während viele Nachwuchshoffnungen wie Fernsteuerungen ihrer Trainer fungieren, geht man im Hause Klaunzner einen anderen Weg. Vater Markus lässt seinem Sohn den Raum für eigene Analysen. „Taktisch manage ich das von Anfang an selbst. Mir ist das auch eher recht, ich merke selber im Spiel, was dem Gegner gut oder schlecht tut“, erklärt Valentin. Es ist diese analytische Kühle, die ihn auch bei der Tiroler Hallenmeisterschaft in Stans zum U18-Titel trug, obwohl der Druck dort ein anderer war: „Da war ich sicher mehr der Favorit als beim ITF-Turnier vorher. Trotzdem war das eine Herausforderung für mich.“
DRUCK. Weiter ging es mit einem höher kategorisierten ITF J100-Turnier in Wolfsberg, wo der Silzer es bis ins Doppel-Finale schaffte. Wie schwer der Weg zu einem Titel wiegt, zeigte sich erneut bei den österreichischen U18-Hallenmeisterschaften in Rannersdorf. Wer denkt, ein Finale liefe von selbst, wenn man gut spielt, irrt. „Es war vom Kopf her schon sehr schwer, mit dem Druck umzugehen und da im Finale bei 6:4 und 5:4 auszuservieren. Da spürst du den Druck schon“, gesteht der junge Silzer offen.
DEMUT. Der April forderte dann alles: Quasi direkt aus dem verschneiten Tirol auf den Wiener Sand – ohne Vorbereitung, mit nur 30 Minuten Training am Vorabend. Das Ergebnis? 18 Matches in zwei Wochen, ein ITF J30-Einzeltitel (viermal 3-Satz-Matches), ein Doppelsieg und ein weiteres ITF J30-Finale. Trotz des klaren Ziels blieb die Demut: „Es hat mich da schon überrascht, aber es war schon auch das Ziel, hier zu gewinnen“, sagt Valentin. Der Alltag bleibt hart. Täglich pendelt der Oberländer mit dem Zug zum Sport-BORG nach Innsbruck (7. Klasse) und trainiert danach in Silz mit seinen Eltern. Keine Nahrungsergänzungsmittel, kein Firlefanz. Einfach nur „Vollgas Spaß“ am Sport. Mit dem Sprung in der Jugend-Weltrangliste von Platz 2000 auf 500 innerhalb eines Jahres im Rücken blickt er nun – neben weiteren diesjährigen ITF-Turnieren – auf die allgemeine Klasse und die ersten ATP-Punkte. „Ich freue mich schon sehr darauf“, so Valentin kurz und knapp. Im Tennis, wie im Leben, zählen am Ende eben nicht die Worte, sondern der Punkt auf der Anzeigetafel.

