Der Speicher Kühtai füllt sich
Pumpspeicherkraftwerk Kühtai 2 befindet sich auf dem Weg zur Fertigstellung und wird derzeit umfassend überprüft
Der neue Speicher ist bereits mit rund fünf Millionen Kubikmetern Wasser gefüllt. Im unterirdischen Kavernenkraftwerk finden derzeit umfangreiche Tests und Inbetriebsetzungsarbeiten statt. Auch die Renaturierungsmaßnahmen haben begonnen. Die feierliche Eröffnung des Pumpspeicherkraftwerks Kühtai 2 mit dem Speicher Kühtai als Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz sollte somit planmäßig im Sommer 2027 erfolgen.
7. September 2026
Das rund eineinhalb Jahre dauernde Einstauprogramm läuft seit Mitte Juni 2026. Der Aufstau erfolgt stufenweise. Dabei werden Damm, Untergrund und Stauraum intensiv überwacht. Foto: Grüneis
Die Erweiterung der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz zählt zu den größten Energieinfrastrukturvorhaben des Landes. Das Herzstück des Kraftwerks sind zwei reversible Pumpturbinen. Diese können nicht nur Strom produzieren, sondern auch Wasser vom neuen Speicher Kühtai in den höhergelegenen Speicher Finstertal pumpen. Die beiden Maschinensätze haben zusammen eine installierte
Leistung von 190 MW.
Es wird eine gründliche Prüfung durchgeführt. Seit mehreren Monaten finden im Kraftwerk Kühtai 2 Test- und Inbetriebsetzungsarbeiten statt. Dabei werden sämtliche Anlagenteile gründlich geprüft, alle möglichen Lastfälle durchgetestet und wenn nötig Optimierungen vorgenommen. Bei einer der beiden Maschineneinheiten kam es zu einer Unregelmäßigkeit, wodurch Komponenten des Generators beschädigt wurden. Die Ursachenermittlung erfolgt unter Beteiligung der Fachunternehmen. „Die notwendigen Reparaturarbeiten haben nach aktuellem Stand keine Auswirkungen auf die geplante Gesamtfertigstellung des Kraftwerks im Sommer 2027“, erklärt Projektleiter Klaus Feistmantl. Zwischenzeitlich wurden die Arbeiten an der zweiten Maschineneinheit vorgezogen, die planmäßig verlaufen. „Gerade bei technisch komplexen Anlagen sind umfangreiche Prüf- und Testprogramme ein wesentlicher Bestandteil der Inbetriebsetzung. Sie dienen dazu, mögliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und vor dem Regelbetrieb zu beheben“, sagt Feistmantl. Das seit Mitte Juni 2026 laufende Einstauprogramm verläuft planmäßig. Dabei wird der Speicher nicht auf einmal gefüllt. Der Aufstau erfolgt in Schritten von jeweils 20 Metern. Auf jede Einstaustufe folgt eine rund sechswöchige Beharrungsphase, in der der Wasserspiegel konstant gehalten wird. Erst nach positiver Bewertung sämtlicher Messwerte beginnt die nächste Stufe. Die Probestauphase dauert rund eineinhalb Jahre. Damm, Untergrund und Stauraum werden intensiv überwacht – über 200 Messeinrichtungen helfen dabei. „Die bisherigen Ergebnisse entsprechen unseren Erwartungen. Das Einstauprogramm verläuft planmäßig und bestätigt die hohe Qualität der ausgeführten Arbeiten“, so Klaus Feistmantl.
Wasser aus dem Ötztal fließt bereits. Der neue Speicher Kühtai hat ein Nutzvolumen von 31 Millionen Kubikmetern. Damit wird das gesamte Speichervolumen um rund 50 Prozent erhöht. Durch das zusätzlich über einen Beileitstollen ins Kühtai geleitete Wasser können jährlich rund 216 Millionen kWh erneuerbare Energie erzeugt werden. Bei der Beileitung und den Wasserfassungen konnten bereits große Fortschritte erzielt werden. So wurde der Beileitungsstollen bereits im April 2026 durchschlagen. Die drei Wasserfassungen im Sulztal werden derzeit in Betrieb genommen. Es soll nur eine ökologisch verträgliche Wassermenge entnommen werden – im Winter erfolgt keine Wasserentnahme. Die drei Wasserfassungen im Stubaital werden bis Ende September 2026 in Betrieb genommen.
Interessante Einblicke. Beim Tag der offenen Baustelle am vergangenen Samstag hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen eines der größten Infrastrukturprojekte Tirols zu werfen. Im Mittelpunkt standen insbesondere auch die Renaturierungs- und Ausgleichsmaßnahmen. Interessierte hatten dabei auch die Gelegenheit, selbst einen Beitrag zur Aufforstung zu leisten.
Leistung von 190 MW.
Es wird eine gründliche Prüfung durchgeführt. Seit mehreren Monaten finden im Kraftwerk Kühtai 2 Test- und Inbetriebsetzungsarbeiten statt. Dabei werden sämtliche Anlagenteile gründlich geprüft, alle möglichen Lastfälle durchgetestet und wenn nötig Optimierungen vorgenommen. Bei einer der beiden Maschineneinheiten kam es zu einer Unregelmäßigkeit, wodurch Komponenten des Generators beschädigt wurden. Die Ursachenermittlung erfolgt unter Beteiligung der Fachunternehmen. „Die notwendigen Reparaturarbeiten haben nach aktuellem Stand keine Auswirkungen auf die geplante Gesamtfertigstellung des Kraftwerks im Sommer 2027“, erklärt Projektleiter Klaus Feistmantl. Zwischenzeitlich wurden die Arbeiten an der zweiten Maschineneinheit vorgezogen, die planmäßig verlaufen. „Gerade bei technisch komplexen Anlagen sind umfangreiche Prüf- und Testprogramme ein wesentlicher Bestandteil der Inbetriebsetzung. Sie dienen dazu, mögliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und vor dem Regelbetrieb zu beheben“, sagt Feistmantl. Das seit Mitte Juni 2026 laufende Einstauprogramm verläuft planmäßig. Dabei wird der Speicher nicht auf einmal gefüllt. Der Aufstau erfolgt in Schritten von jeweils 20 Metern. Auf jede Einstaustufe folgt eine rund sechswöchige Beharrungsphase, in der der Wasserspiegel konstant gehalten wird. Erst nach positiver Bewertung sämtlicher Messwerte beginnt die nächste Stufe. Die Probestauphase dauert rund eineinhalb Jahre. Damm, Untergrund und Stauraum werden intensiv überwacht – über 200 Messeinrichtungen helfen dabei. „Die bisherigen Ergebnisse entsprechen unseren Erwartungen. Das Einstauprogramm verläuft planmäßig und bestätigt die hohe Qualität der ausgeführten Arbeiten“, so Klaus Feistmantl.
Wasser aus dem Ötztal fließt bereits. Der neue Speicher Kühtai hat ein Nutzvolumen von 31 Millionen Kubikmetern. Damit wird das gesamte Speichervolumen um rund 50 Prozent erhöht. Durch das zusätzlich über einen Beileitstollen ins Kühtai geleitete Wasser können jährlich rund 216 Millionen kWh erneuerbare Energie erzeugt werden. Bei der Beileitung und den Wasserfassungen konnten bereits große Fortschritte erzielt werden. So wurde der Beileitungsstollen bereits im April 2026 durchschlagen. Die drei Wasserfassungen im Sulztal werden derzeit in Betrieb genommen. Es soll nur eine ökologisch verträgliche Wassermenge entnommen werden – im Winter erfolgt keine Wasserentnahme. Die drei Wasserfassungen im Stubaital werden bis Ende September 2026 in Betrieb genommen.
Interessante Einblicke. Beim Tag der offenen Baustelle am vergangenen Samstag hatten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen eines der größten Infrastrukturprojekte Tirols zu werfen. Im Mittelpunkt standen insbesondere auch die Renaturierungs- und Ausgleichsmaßnahmen. Interessierte hatten dabei auch die Gelegenheit, selbst einen Beitrag zur Aufforstung zu leisten.
Das Projekt liegt laut Projektleiter Klaus Feistmantl im Zeitplan. Die Eröffnung des Pumpspeicherkraftwerks Kühtai 2 mitsamt dem Speicher Kühtai ist für den Sommer 2027 geplant. Derzeit finden Test- und Inbetriebsetzungsarbeiten statt, bei denen die einzelnen Komponenten auf Herz und Nieren geprüft werden. Foto: Grüneis
Martin Grüneis





