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Die Nacht durchgearbeitet

Aufräumarbeiten im Pitztal dauern weiter an

Die Murenabgänge im Bereich des Bichlbachs und des Hairlachbachs trafen am Montagabend die L 16 Pitztalstraße auf einer Länge von rund 500 Metern. Dabei wurden rund 250 Meter der Straße völlig unterspült beziehungsweise weggerissen und insgesamt vier Brücken teilweise schwer beschädigt. Auch die Pitze trat stellenweise über die Ufer. Die Aufräum- und Sicherungsarbeiten sind weiterhin in vollem Gange.

1. Juli 2026
Die Nacht durchgearbeitet
Die Murenabgänge im Bereich des Bichlbachs und des Hairlachbachs hatten am Montagabend die L 16 Pitztalstraße auf einer Länge von rund 500 Metern getroffen.
Die L 16 Pitztalstraße bleibt im Bereich zwischen den Ortsteilen Hairlach und Eggenstall der Gemeinde St. Leonhard im Pitztal für den Verkehr gesperrt. Die Umfahrungsstraße für den gesperrten Bereich kann ab Mittwochabend, 18 Uhr, dauerhaft einspurig mit Ampelregelung für den Verkehr geöffnet werden. Damit steht eine dauerhafte Verbindung ins hintere Pitztal zur Verfügung. Die Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten am gesperrten Streckenabschnitt der L 16 werden indes weitergeführt. Wie lange die Wiederherstellung des gesamten Straßenabschnitts dauern wird, kann weiterhin noch nicht abgeschätzt werden.

Umfahrungsmöglichkeit hergestellt. Insgesamt waren die gesamte Nacht über rund 50 Einsatzkräfte der vier Feuerwehren des Pitztals, Mitarbeiter der Straßenmeisterei Zams und des Wasserbaus des Baubezirksamts Imst sowie weitere Helfer externer Firmen im Einsatz. Zusätzliche Expertise lieferten Mitarbeitende der Wildbach- und Lawinenverbauung. Mithilfe von neun Baggern und fünf Lkws konnte bereits eine Umfahrung der gesperrten Landesstraße geschaffen werden. Dieser kann aktuell zwischen den Aufräumarbeiten immer wieder für den Verkehr genutzt werden. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Umfahrung Mittwochabend durchgehend mit einer Ampelregelung einspurig befahrbar zu machen. Die zwischenzeitliche Unterbrechung der Stromversorgung im hinteren Pitztal ab dem Ortsteil Scheibrand konnte mittlerweile mithilfe der TINETZ wieder vollständig hergestellt werden.

„Seit Dienstagfrüh arbeiten wir durchgehend an der Freilegung der Straße – auch während der Nachtstunden. Parallel dazu arbeiten wir daran, die Pitze wieder in ihr ursprüngliches Flussbett zurückzuführen. Erst nach Entfernung von Geröll und Schlamm sowie der Sicherung des Flussverlaufs können wir das gesamte Schadensausmaß an der Landesstraße erheben und mit den Instandsetzungsarbeiten beginnen. Der Fortschritt der Arbeiten ist positiv. Ein Teil der Landesstraße konnte bereits für die Umfahrung freigeräumt werden. Wann wir die Landesstraße auf ihrer gesamten Länge wieder instand setzen können, ist derzeit jedoch noch nicht möglich“, erläutert Johannes Monz vom Baubezirksamt Imst den aktuellen Stand der Arbeiten.

„Aufgrund des Starkregens gingen innerhalb kürzester Zeit mehrere Muren ab. Insgesamt rund 1.000 Personen waren deshalb zeitweise eingeschlossen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt“, berichtet Elmar Haid, Bürgermeister von St. Leonhard im Pitztal. „Derzeit arbeiten alle beteiligten Kräfte mit Hochdruck daran, die Schäden zu beseitigen. Unser erster Fokus war die Wiederherstellung der Stromversorgung und einer Straßenverbindung. Das konnten wir bereits erreichen. Jetzt gilt die Aufmerksamkeit der Landesstraße.“ 

Dank an alle Beteiligten. Sicherheitslandesrätin Astrid Mair verschaffte sich heute vor Ort einen Überblick über das Schadensausmaß und dankte den im Einsatz stehenden Kräften: „Die Murenereignisse haben erhebliche Schäden verursacht. Besonders betroffen ist die Landesstraße, aber auch private Flächen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Umso wichtiger ist es, dass bei diesem Ereignis keine Personen zu Schaden gekommen sind. Nun gilt es, die Schäden rasch und koordiniert zu beseitigen. Die Einsatzkräfte sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeisterei leisten seit Beginn des Ereignisses Tag und Nacht Herausragendes. Die Expertise der Wildbach- und Lawinenverbauung unterstützt zusätzlich. Ihnen gilt mein ausdrücklicher Dank. Dieses Ereignis zeigt einmal mehr, wie rasch und verlässlich die Zusammenarbeit der Einsatz- und Fachkräfte in Tirol funktioniert.“ Auch Landeshauptmann Anton Mattle sowie Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler bedanken sich bei allen Beteiligten: „Dank des koordinierten Zusammenwirkens aller im Einsatz befindlichen Personen konnten die ersten Sicherungsmaßnahmen rasch umgesetzt werden. Ziel ist es nun, die Verkehrsanbindung so schnell wie möglich wiederherzustellen, die Schäden zu beseitigen und die gesamte Infrastruktur wieder zu ertüchtigen. Vor solchen Naturereignissen werden wir in Tirol leider nie gänzlich gefeit sein können. Umso wichtiger ist es, weiterhin auf bestmögliche Schutzmaßnahmen zu setzen und im Ereignisfall schnelle Hilfe – etwa in Form von Aufräum- und Instandsetzungsmaßnahmen – zu leisten.“
Die Nacht durchgearbeitet
Auch Landesrat René Zumtobel war vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen und sich mit dem Bürgermeister und der Straßenmeisterei abzustimmen. Er dankt allen Beteiligten für ihren Einsatz. Foto: Zumtobel
Die Nacht durchgearbeitet
Sicherheitslandesrätin Astrid Mair verschaffte sich vor Ort einen Überblick über das Schadensausmaß und dankte den im Einsatz stehenden Kräften. Foto: Land Tirol/Hörmann

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Kommentare

1 Post
Harry
15:11

dr

Ich finde es toll, dass ich jetzt meinen Senf zu jedem Artikel geben kann und sich jemand damit ausseinander setzen muss ;-)
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