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Ehre, wem Ehre gebührt

Gemeinde Umhausen feiert den neuen Landtagspräsidenten Jakob Wolf

So viel geschossen wurde in Umhausen wohl noch nie. Zu Ehren ihres Bürgermeisters versammelten sich zahlreiche Ehrengäste, die Traditionsvereine und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Tourismus, um Jakob Wolf mit einem landesüblichen Empfang zur Ernennung zum Tiroler Landtagspräsidenten zu gratulieren. Auch für Margreth Falkner, die seit 2024 als Nationalrätin tätig ist, wurden Ehrensalven abgefeuert.

28. Juli 2026
Ehre, wem Ehre gebührt <br />
Zweimal zwei präzise Salutschüsse und fast ebenso viele Schnapslen gab es beim landesüblichen Empfang. Foto: Hirsch
Mit einem landesüblichen Empfang wurden kürzlich Bürgermeister Jakob Wolf und Gemeinderätin Margreth Falkner in Umhausen geehrt. Wolf ist seit diesem Monat Präsident des Tiroler Landtages und Falkner ist seit den letzten Nationalratswahlen ÖVP-Mandatarin im Parlament. Die zwei Schützenkompanien Umhausen und Tumpen ließen es dabei ordentlich krachen. Zweimal zwei präzise geschossene Salven ehrten die beiden Politiker aus Umhausen. „So viel geschossen wurde in Umhausen noch nie“, scherzte Vizebürgermeister Michael Kapferer, der gemeinsam mit seinem Amtskollegen Helmut Falkner den landesüblichen Empfang organisierte. Jakob Wolf: „Mit einem landesüblichen Empfang anlässlich meiner Wahl zum Präsidenten des Tiroler Landtags habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Umso mehr habe ich mich über diesen Abend und die vielen Menschen gefreut, die gekommen sind.“ Und gekommen waren viele, denn in der Streugemeinde Umhausen gibt es zwei Musikkapellen, zwei Schützenkompanien, drei Feuerwehren, zwei Bergrettungen und dazu die Schützengilde Umhausen, die Trachtengruppe Niederthai und die Schnöllergruppe, die den Festakt eröffnet hat. Unter den Festgästen befanden sich außerdem Bundesrat Christoph Stillebacher, Bezirkshauptfrau Eva Loidhold sowie zahlreiche Bürgermeister, Vizebürgermeister und Gemeinderäte aus der Region.

Werdegang. Landeshauptmann a. D. Herwig van Staa hielt in bekannt launiger Art die Laudatio. Dabei zeichnete er den Werdegang von Jakob Wolf nach. Von ihrer ersten Begegnung in der Studentenverbindung zur Büroleitung bei Alt-Landeshauptmann Wendelin Weingartner, weiter als Bürgermeister, Landtagsabgeordneter, zuletzt Klubobmann und letztlich Landtagspräsident. Bewegt bedankte sich Jakob Wolf: „Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Empfang organisiert, mitgestaltet und mitgefeiert haben. Mein besonderer Dank gilt den beiden Vizebürgermeistern Helmut Falkner und Michael Kapferer, Altlandeshauptmann Herwig van Staa für seine Festrede sowie meiner Frau Fini, unseren Töchtern Anna und Julia mit ihren Partnern für ihren Rückhalt.“ Margreth Falkner konnte gleich zweimal gefeiert werden. Der landesübliche Empfang fand nämlich just am Vorabend ihres Geburtstages statt. 

Eklat zu später Stunde
Im Anschluss an den landesüblichen Empfang für den neuen Tiroler Landtagspräsidenten Jakob Wolf in Umhausen soll es in der vergangenen Woche im Gasthof Krone zu einem Eklat gekommen sein. Ein Beitrag der Wirtsleute auf Social Media sorgt für Diskussionen. Darin heißt es: „Wenn man als eigenständiger Unternehmer nach Mitternacht – obwohl dies bereits im Vorfeld besprochen wurde – nicht einmal mehr sagen kann, dass es die letzte Runde war, und dann vom Präsidenten und ,Dorfkaiser‘ trotzig mehrmals mit den Worten ,Morgen schreiben wir den Betrieb neu aus, ihr könnt zammpacken und gehn‘ quasi die Kündigung des Pachtvertrags ausgesprochen wird, bleibt einem doch mit einiger Verwunderung die Kinnlade offen.“ In dem Beitrag kritisieren sie außerdem den Umgang der Gemeinde mit ihrem Anliegen, den Pachtvertrag zu verlängern. Mehrere Anfragen seien in den vergangenen Jahren teilweise unbeantwortet geblieben. Offensichtlich geht man davon aus, dass die Gemeinde trotz ihres Interesses einen neuen Pächter suche. Nach eigenen Angaben hätten sie sich „in den vergangenen zwölf Jahren mit viel Einsatz einen hervorragenden Ruf erarbeitet und erkocht“. Gegenüber der RUNDSCHAU erklärte Bürgermeister Jakob Wolf, dass bereits ein Gespräch mit den Pächtern stattgefunden habe. „Ich habe klargestellt, dass mir jede schroff angekommene Wortwahl leidtut“, so Wolf. Ein weiterer persönlicher Termin sei bereits vereinbart. Auch der Gasthof Krone teilte auf Social Media mit, dass an einem Gesprächs-termin gearbeitet werde. Um die Gesprächskultur zu wahren, habe man die Kommentarfunktion unter dem Beitrag deaktiviert. Zu den Sorgen rund um den Pachtvertrag erklärte Wolf, dass dieser Ende 2026 regulär neu ausgeschrieben werde. Über die Vergabe entscheide anschließend der Gemeinderat. Diesem Beschluss wolle er nicht vorgreifen. Sämtliche weitere Verhandlungen mit der Pächterfamilie werden künftig von den beiden Vizebürgermeistern geführt.

 
Ehre, wem Ehre gebührt <br />
Bekannt launisch hielt Landeshauptmann a. D. Herwig van Staa die Laudatio und erinnerte sich dabei auch an die erste Begegnung mit Jakob Wolf. Foto: Hirsch
Ehre, wem Ehre gebührt <br />
Die geehrten Politiker Margreth Falkner und Jakob Wolf beim Abschreiten der Formationen in Umhausen. Foto: Hirsch

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