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Eine Baustelle hoch über Imst

Die Muttekopfhütte soll mit neuem Seminarraum und verbesserter Infrastruktur fit für die Zukunft werden

Die Muttekopfhütte liegt idyllisch oberhalb von Imst und ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch Ausgangspunkt für verschiedene Bergerlebnisse. Die heurige Saison endete bereits Ende August. Derzeit finden umfassende Umbauarbeiten statt. Dabei wird unter anderem die Materialseilbahn verlegt und ein neuer Seminarraum geschaffen. Mit diesen Maßnahmen soll die Hütte für die Zukunft gerüstet werden.

22. September 2026
Eine Baustelle hoch über Imst<br />
Es geht bereits sichtbar voran: Die Muttekopfhütte wird derzeit behutsam umgebaut, damit sie für kommende Generationen erhalten bleibt. Foto: AV Imst-Oberland/Welzl
Die Planungen für den Umbau und die Renovierung der Muttekopfhütte laufen bereits seit mehreren Jahren. Anfang September dieses Jahres wurde schließlich mit der Einrichtung der Baustelle begonnen, mittlerweile sind die ersten Arbeiten deutlich sichtbar. Ziel ist es, die Hütte langfristig wirtschaftlich zu erhalten. Im alpinen Gelände ist das freilich keine einfache Aufgabe.

Materialseilbahn wird erneuert. Derzeit muss der Pächter das Material von der Bergstation der Seilbahn rund um die Hütte zum Lager transportieren. Darüber hinaus sind die vorhandenen Lagerflächen unzureichend. Eine zentrale Maßnahme ist daher die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Materialseilbahn. Deren Bergstation soll verlegt werden und künftig auf derselben Ebene wie der Lagerbereich liegen. „Das bedeutet, dass die gesamte Abwicklung für den Pächter wesentlich einfacher wird“, erklärt Markus Welzl, der bei der Sektion Imst-Oberland für die Planung und Umsetzung verantwortlich ist. Gleichzeitig verläuft die Materialseilbahn dann nicht mehr über die Terrasse der Muttekopfhütte. Der bisherige Seminarraum wird zur Erweiterung des Lagerbereichs genutzt. Auch kann dadurch ein eigener Bereich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingerichtet werden.

Neuer Seminarraum. Anstelle der ehemaligen Bergstation wird ein neuer Seminarraum errichtet. Der Bau wird in das Gelände und das bestehende Gebäudeensemble integriert und so errichtet, dass er lawinensicher ist. Die Möglichkeit, Ausbildungen und Seminare auf der Hütte abzuhalten, ist von großer Bedeutung. Bereits der Vorpächter konnte dadurch die Auslastung verbessern. Ein geeigneter Seminarraum ist daher essenziell für die Muttekopfhütte. Der neue Raum bietet dabei mehrere Vorteile. Er verfügt über einen direkten Zugang von der Hütte aus. Die bestehenden Sanitärräume können so mitgenutzt werden. Zudem bietet der neue Seminarraum mehr Platz als der bisherige und die Voraussetzungen für den Einsatz zeitgemäßer Multimediatechnik. Gleichzeitig soll die Möglichkeit geschaffen werden, Besucherinnen und Besuchern der Muttekopfhütte die Besonderheiten des Muttekopfgebiets näherzubringen. Durch den Neubau kann außerdem dem Pächter mehr Platz zur Verfügung gestellt werden, da ein zusätzliches Zimmer entsteht. „Wir brauchen einfach die Anzahl der Schlafplätze“, verweist Welzl auf die sehr gute Auslastung der Hütte.

Bauen unter besonderen Bedingungen. Auf beinahe 2.000 Metern zu bauen, bringt natürlich besondere Herausforderungen mit sich, die sich auch auf die Baukosten auswirken. Die Gesamtkosten werden sich auf rund 1,8 Millionen Euro netto belaufen. Zudem befindet sich die Muttekopfhütte im Ruhegebiet. Für die Baustelle notwendige Hubschrauberflüge sind daher nur in begrenzten Zeiträumen möglich. Das Projekt wurde deshalb auf zwei Jahre aufgeteilt. Da der August für den Pächter noch ein wichtiger Monat ist, wurde erst Anfang September mit den Arbeiten begonnen. Gearbeitet wird nun so lange, bis die Baustelle eingeschneit ist. In dieser Zeit sollen die Gebäude errichtet und teilweise auch schon die Materialseilbahn aufgestellt werden. Wie weit die Arbeiten tatsächlich vorankommen, hängt dabei von der Witterung ab. Natürlich gilt es auch während der Bauphase immer wieder, neue Herausforderungen zu lösen. „Es ist jeder Tag spannend“, so Welzl. Die restlichen Arbeiten werden ab April kommenden Jahres fortgesetzt. „Wir hoffen, dass wir dann soweit sind, dass wir im Juni den Hüttenbetrieb aufnehmen können“, sagt Welzl. Interessierte können die Fortschritte der Arbeiten im Bautagebuch unter www.alpenverein.at/imst-oberland/bautagebuch mitverfolgen. Über eine Unterstützung für das Projekt würde sich die Sektion Imst-Oberland sehr freuen: Österreichischer Alpenverein, Sektion Imst-Oberland, IBAN: AT55 2050 2000 2565 1100
Eine Baustelle hoch über Imst<br />
Die Materialseilbahn wird erneuert und verlegt. An der Stelle der ehemaligen Bergstation entsteht ein moderner Seminarraum. Foto: AV Imst-Oberland/Welzl

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