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Erfreuliche Zahlen trotz schwieriger Zeiten

Stadt Imst legt positiven Rechnungsabschluss vor und baut Schulden ab

Es waren herausfordernde Jahre für die Gemeinden, die von äußeren Einflüssen wie den Nachwirkungen der Pandemie und internationalen Konflikten geprägt waren. Der Gemeinderat der Stadt Imst hat sich diesen Herausforderungen gestellt – und die ergriffenen Maßnahmen dürften Wirkung gezeigt haben. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats konnte auf einen durchaus erfreulichen Rechnungsabschluss für das Jahr 2025 verwiesen werden. Gleichzeitig herrschte Konsens darüber, dass auch die kommenden Jahre anspruchsvoll bleiben werden und der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden muss.
28. April 2026 | von Martin Grüneis
Erfreuliche Zahlen trotz schwieriger Zeiten<br />
Kurs stimmt, Herausforderungen bleiben: Der Imster Gemeinderat freut sich über einen positiven Rechnungsabschluss im Jahr 2025. Foto: Grüneis
Der „Saldo 5“ weist einen Überschuss von rund 3,2 Millionen Euro auf. Die Erträge aus Steuern, Abgaben und Ertragsanteilen sind im Vergleich zu 2024 um 3,23 Prozent gestiegen. Trotz Lohnerhöhungen konnte beim Personalaufwand eingespart werden. Dieser sank um 0,79 Prozent auf rund 14 Millionen Euro. Die Zahl der Vollzeitäquivalente sank um 10,24 auf 203,78. Die Transferzahlungen beliefen sich auf Einnahmen von 6,7 Millionen Euro sowie Auszahlungen von 11,2 Millionen Euro. „Das Rechnungsergebnis 2025 ist sehr erfreulich“, meinte Stadtrat Helmuth Gstrein.

Weniger Schulden. Der bewusste und sparsame Umgang mit den Finanzen in allen Ausschüssen zeigt sich auch bei der Verschuldung: Es wurden keine neuen Darlehen aufgenommen, vielmehr konnte der Schuldenstand um gut 3,3 Millionen Euro reduziert werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt damit bei 2.293 Euro. Der Verschuldungsgrad konnte somit weiter gesenkt werden und liegt nun bei 57,21 Prozent (2024: 73,97 Prozent). Zudem konnten Rücklagen aufgebaut werden. „Trotz der guten Ergebnisse darf nicht vergessen werden, dass der gesamte Schuldenstand immer noch sehr hoch ist und bereits neue Projekte anstehen“, betonte Gemeinderätin Erna Mujagic. Sie verwies unter anderem auf das Schulzentrum Oberstadt, Sanierungen im Sportzentrum sowie den Um- und Neubau des Bauhofs und appellierte an eine weiterhin disziplinierte Umsetzung der gesetzten Maßnahmen. Auch das Jahr 2026 werde voraussichtlich herausfordernd bleiben. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, hielt Stadtrat Helmuth Gstrein fest. Es sei ein Fundament gelegt worden, auf dessen Basis bei solider Finanzierung und Planung künftig auch wieder größere Vorhaben möglich seien. „Wir haben einen Lichtblick“, sagte Vizebürgermeister Marco Seelos. Gemeinsam mit Stadtrat Richard Aichwalder werde an einer durchdachten Lösung für das Schulzentrum Oberstadt gearbeitet. Der Gemeinderat war sich jedoch auch darüber einig, dass die Zeiten weiterhin anspruchsvoll bleiben werden und der eingeschlagene Weg daher konsequent weiterverfolgt werden muss.

Entnahme. „Es ist ein sehr schönes Ergebnis“, so Gemeinderat Christian Linser. Er wies jedoch darauf hin, dass darin auch eine Entnahme in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus den Stadtwerken enthalten ist. Manche Maßnahmen würden erst im Jahr 2026 ihre Wirkung entfalten. Bei weiterhin positiver Entwicklung sollte daher im Umgang mit den Stadtwerken wieder mehr Zurückhaltung bei den Entnahmen praktiziert werden. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, betonte Linser. Bürgermeister Stefan Weirather unterstrich die herausfordernde Gesamtsituation und betonte, dass man sich im Bedarfsfall auch mit dem eigenen Unternehmen auseinandersetzen müsse. „Wir sind ein ,Unternehmen‘“, so Weirather. Zentrale Aufgabe bleibe die Daseinsvorsorge. Projekte in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Kinderbetreuung und Sicherheit seien unumgänglich. Die Unterstützung anderer Vorhaben könne hingegen nicht mehr in gleicher Form erfolgen wie in der Vergangenheit. 

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