Erhöhte Keimbelastung in der Ache
Untersuchungen bestätigen Bakterien – Schifffahrtsverbot auf gesamte Ache ausgeweitet
Nach dem Ausfall der Kläranlage Sölden bleibt die Ötztaler Ache unter genauer Beobachtung. Aktuelle Untersuchungen bestätigen eine erhöhte Konzentration von E.-coli-Bakterien unterhalb von Sölden. Vom Baden, Wassersport und Fischen wird weiterhin abgeraten. Das Schifffahrtsverbot gilt nun für die gesamte Ötztaler Ache. Eine Beeinträchtigung der Trinkwasserversorgung ist laut Land nicht zu erwarten
1. September 2026
Die Ötztaler Ache wird nach dem Ausfall der Kläranlage Sölden weiterhin engmaschig untersucht. Aktuelle Proben zeigen eine erhöhte Konzentration von E.-coli-Bakterien. Foto: Ötztal Tourismus
Ende Juli hatte eine Mure die Kläranlage in Sölden außer Betrieb gesetzt. Seither wird Abwasser auf Antrag der Gemeinde provisorisch in die Ötztaler Ache eingeleitet. Das Land Tirol führt deshalb ein engmaschiges Gewässermonitoring durch. Die jüngsten Ergebnisse bestätigen nun jene Vorsorgemaßnahmen, die bereits in der vergangenen Woche getroffen wurden.
E.-Coli-Bakterien nachgewiesen. Während die üblichen physikalisch-chemischen Messwerte weiterhin keine kritischen Auffälligkeiten zeigen, wurde bei zusätzlichen mikrobiologischen Untersuchungen unterhalb von Sölden eine erhöhte Konzentration von E.-coli-Bakterien festgestellt. Diese können beim Menschen unter anderem Magen-Darm-Beschwerden verursachen. „Die Bakterien können vom Menschen etwa durch Schlucken des Wassers, Einatmen von Wassertropfen, aber auch über verunreinigte Hände bei der Nahrungsaufnahme aufgenommen werden“, erklärt Amtsärztin Barbara Schmid. Besonders gefährdet seien Kinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei offenen Wunden oder Kontakt mit dem Gehörgang seien zudem Entzündungen möglich. Vom Baden und Wassersport in der Ötztaler Ache wird daher weiterhin abgeraten. Auch Hunde und andere Haustiere sollten nicht ins Wasser gelassen werden und nicht daraus trinken. Wer dennoch mit dem Wasser in Kontakt kommt, sollte betroffene Körperstellen, Hände und Kleidung anschließend sorgfältig waschen.
Schifffahrtsverbot ausgeweitet. Bereits nach ersten Teilergebnissen hatte die Bezirkshauptmannschaft Imst ein Schifffahrtsverbot von der Brandachbrücke talauswärts bis zur Mündung der Ache verhängt. Aufgrund der nun vorliegenden endgültigen Untersuchungsergebnisse wird dieses Verbot auf die gesamte Ötztaler Ache ausgeweitet. Keine Einschränkungen werden derzeit für die Trinkwasserversorgung erwartet. Das Trinkwasser im Ötztal stammt überwiegend aus höher gelegenen Quellen, einzelne Brunnen werden aus dem Grundwasser gespeist.
H2O-werte ok - Wasserwerte weiterhin unauffällig. Bei den physikalisch-chemischen Parametern wie pH-Wert, Sauerstoffsättigung oder Nährstoffbelastung zeigen die Untersuchungen nach Angaben des Landes weiterhin keine kritischen Werte. „Aus wasserwirtschaftlicher Sicht gibt es nach wie vor keinen Hinweis auf eine kritische Belastung“, erklärt Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes. Der derzeit hohe Abfluss der Ache sorge für eine starke Verdünnung und Durchmischung. Mit der Mündung in den Inn werde dieser Effekt nochmals deutlich verstärkt. Für den Inn seien daher nach aktuellem Stand keine Maßnahmen notwendig.
wasserbewohner. Auch für Fische besteht laut derzeitiger Einschätzung keine Gefahr durch die festgestellte Bakterienkonzentration. Der Verzehr sei bei entsprechender Küchenhygiene und vollständigem Durchgaren möglich. Weil beim Angeln und bei der Zubereitung jedoch ein erhöhtes Risiko besteht, mit den Bakterien in Kontakt zu kommen, wird derzeit auch vom Fischen in der Ötztaler Ache abgeraten. So musste auch das das für September geplante Kajak Festival samt Kajak Cross und OETZ TROPHY abgesagt werden.
Monitoring läuft weiter. Die Entwicklung wird weiterhin engmaschig kontrolliert. Wöchentlich werden an vier Stellen oberhalb und unterhalb der Kläranlage Sölden sowie zusätzlich im Inn Wasserproben genommen und auf physikalische, chemische und mikrobiologische Parameter untersucht. „Wir beobachten die Situation weiterhin genau und analysieren die aus den engmaschigen Messungen gewonnenen Daten und Informationen, sodass auf etwaige Änderungen umgehend reagiert werden kann“, betonen Federspiel und Schmid. Die aktuellen Ergebnisse des Gewässermonitorings veröffentlicht das Land Tirol laufend unter www.tirol.gv.at/monitoringoetztalerache.
E.-Coli-Bakterien nachgewiesen. Während die üblichen physikalisch-chemischen Messwerte weiterhin keine kritischen Auffälligkeiten zeigen, wurde bei zusätzlichen mikrobiologischen Untersuchungen unterhalb von Sölden eine erhöhte Konzentration von E.-coli-Bakterien festgestellt. Diese können beim Menschen unter anderem Magen-Darm-Beschwerden verursachen. „Die Bakterien können vom Menschen etwa durch Schlucken des Wassers, Einatmen von Wassertropfen, aber auch über verunreinigte Hände bei der Nahrungsaufnahme aufgenommen werden“, erklärt Amtsärztin Barbara Schmid. Besonders gefährdet seien Kinder, ältere Menschen, Schwangere sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei offenen Wunden oder Kontakt mit dem Gehörgang seien zudem Entzündungen möglich. Vom Baden und Wassersport in der Ötztaler Ache wird daher weiterhin abgeraten. Auch Hunde und andere Haustiere sollten nicht ins Wasser gelassen werden und nicht daraus trinken. Wer dennoch mit dem Wasser in Kontakt kommt, sollte betroffene Körperstellen, Hände und Kleidung anschließend sorgfältig waschen.
Schifffahrtsverbot ausgeweitet. Bereits nach ersten Teilergebnissen hatte die Bezirkshauptmannschaft Imst ein Schifffahrtsverbot von der Brandachbrücke talauswärts bis zur Mündung der Ache verhängt. Aufgrund der nun vorliegenden endgültigen Untersuchungsergebnisse wird dieses Verbot auf die gesamte Ötztaler Ache ausgeweitet. Keine Einschränkungen werden derzeit für die Trinkwasserversorgung erwartet. Das Trinkwasser im Ötztal stammt überwiegend aus höher gelegenen Quellen, einzelne Brunnen werden aus dem Grundwasser gespeist.
H2O-werte ok - Wasserwerte weiterhin unauffällig. Bei den physikalisch-chemischen Parametern wie pH-Wert, Sauerstoffsättigung oder Nährstoffbelastung zeigen die Untersuchungen nach Angaben des Landes weiterhin keine kritischen Werte. „Aus wasserwirtschaftlicher Sicht gibt es nach wie vor keinen Hinweis auf eine kritische Belastung“, erklärt Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes. Der derzeit hohe Abfluss der Ache sorge für eine starke Verdünnung und Durchmischung. Mit der Mündung in den Inn werde dieser Effekt nochmals deutlich verstärkt. Für den Inn seien daher nach aktuellem Stand keine Maßnahmen notwendig.
wasserbewohner. Auch für Fische besteht laut derzeitiger Einschätzung keine Gefahr durch die festgestellte Bakterienkonzentration. Der Verzehr sei bei entsprechender Küchenhygiene und vollständigem Durchgaren möglich. Weil beim Angeln und bei der Zubereitung jedoch ein erhöhtes Risiko besteht, mit den Bakterien in Kontakt zu kommen, wird derzeit auch vom Fischen in der Ötztaler Ache abgeraten. So musste auch das das für September geplante Kajak Festival samt Kajak Cross und OETZ TROPHY abgesagt werden.
Monitoring läuft weiter. Die Entwicklung wird weiterhin engmaschig kontrolliert. Wöchentlich werden an vier Stellen oberhalb und unterhalb der Kläranlage Sölden sowie zusätzlich im Inn Wasserproben genommen und auf physikalische, chemische und mikrobiologische Parameter untersucht. „Wir beobachten die Situation weiterhin genau und analysieren die aus den engmaschigen Messungen gewonnenen Daten und Informationen, sodass auf etwaige Änderungen umgehend reagiert werden kann“, betonen Federspiel und Schmid. Die aktuellen Ergebnisse des Gewässermonitorings veröffentlicht das Land Tirol laufend unter www.tirol.gv.at/monitoringoetztalerache.
Christoph Hablitzel





