Feldringer Böden sorgen für Diskussionen
Bis zu acht Windräder im Naherholungsgebiet im Gespräch – Windmessungen werden durchgeführt
10. Feber 2026 | von
Christoph Hablitzel
Objekt der Begierde für Windräder in Tirol: das Gebiet rund um die Feldring Alm – die Feldringer Böden. Foto: RS-Archiv
Auf den Feldringer Böden im Gemeindegebiet von Silz führt die Androschin Energie GmbH derzeit Windmessungen durch. Das Unternehmen prüft dort die Errichtung eines Windparks mit bis zu acht Anlagen – ein Vorhaben, das bereits im Frühstadium kontrovers diskutiert wird. Mithilfe einer per Hubschrauber transportierten Messanlage werden seit Dienstag Luftströmungen erfasst. Die Erhebung erfolgt mittels Schallwellen und soll belastbare Daten über Windgeschwindigkeit und -richtung liefern. „Die Analyse wird circa ein halbes Jahr andauern. Die Daten werden bis Ende Juli erhoben. Die Auswertung soll bis spätestens September vorliegen“, heißt es seitens des Unternehmens. Nach Angaben der GmbH könnte der geplante Windpark rechnerisch rund 26.000 Haushalte im Bezirk Imst mit Strom versorgen.
KEINE INFOS. Zustimmung zu den Messungen kam von der Agrargemeinschaft Feldring-Faltegarten. „Die Stimmung in der Agrar ist positiv. Wir sind zwar in Gesprächen mit Androschin, werden aber erst nach Vorlage der Ergebnisse weitere Schritte setzen“, wird der Obmann David Prantl zitiert. Die beiden Bürgermeister der betroffenen Gemeinden gaben hingegen an, im Vorfeld nicht informiert gewesen zu sein. Sowohl für Haimings Bürgermeisterin Michaela Ofner als auch für den Silzer Bgm. Helmut Dablander „sind die Feldringer Böden eine Tabuzone“, so Michaela Ofner, nachdem sie und ihr Amtskollege aus Silz davon „Wind“ bekommen haben. Der Dialog mit lokalen Interessengruppen wurde aber gesucht. „Wir wollten mit Gerd Estermann von der Bürgerinitiative Feldring persönlich sprechen. Er war gesundheitlich verhindert“, so die Geschäftsführung der Androschin GmbH. „Gegenwind von der BI Feldring ist zu erwarten, weshalb wir in nächsten Schritten mit den wichtigsten Stakeholdern Kontakt aufnehmen und alle zum Gespräch einladen werden.“
INITIATIVE. Widerstand zeichnet sich bereits ab. Die Bürgerinitiative Feldring, die in der Vergangenheit einen Skigebiets-Zusammenschluss verhindert hatte, kündigt erneuten Protest an. Für den Gründer der Initiative, Gerd Estermann, steht fest: „Kommt das Megaprojekt, dann sind die Feldringer Böden kaputt.“ Man werde „versuchen, das Projekt zu verhindern. Mich überrascht die Zustimmung der Agrarier, da zu befürchten ist, dass Bau und Betrieb der Windkraftanlagen den Weidebetrieb auf der Alm lang-
fristig erheblich beeinträchtigen oder sogar unmöglich machen könnten. Zudem würden die bis zu 200 Meter hohen Anlagen das Landschaftsbild dauerhaft verändern“, so Estermann. Die Bürgerinitiative Feldring hatte ja bekanntlich bereits vor einigen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, den Zusammenschluss der Skigebiete Hochoetz und Kühtai über die Feldringer Böden zu verhindern.
KEINE INFOS. Zustimmung zu den Messungen kam von der Agrargemeinschaft Feldring-Faltegarten. „Die Stimmung in der Agrar ist positiv. Wir sind zwar in Gesprächen mit Androschin, werden aber erst nach Vorlage der Ergebnisse weitere Schritte setzen“, wird der Obmann David Prantl zitiert. Die beiden Bürgermeister der betroffenen Gemeinden gaben hingegen an, im Vorfeld nicht informiert gewesen zu sein. Sowohl für Haimings Bürgermeisterin Michaela Ofner als auch für den Silzer Bgm. Helmut Dablander „sind die Feldringer Böden eine Tabuzone“, so Michaela Ofner, nachdem sie und ihr Amtskollege aus Silz davon „Wind“ bekommen haben. Der Dialog mit lokalen Interessengruppen wurde aber gesucht. „Wir wollten mit Gerd Estermann von der Bürgerinitiative Feldring persönlich sprechen. Er war gesundheitlich verhindert“, so die Geschäftsführung der Androschin GmbH. „Gegenwind von der BI Feldring ist zu erwarten, weshalb wir in nächsten Schritten mit den wichtigsten Stakeholdern Kontakt aufnehmen und alle zum Gespräch einladen werden.“
INITIATIVE. Widerstand zeichnet sich bereits ab. Die Bürgerinitiative Feldring, die in der Vergangenheit einen Skigebiets-Zusammenschluss verhindert hatte, kündigt erneuten Protest an. Für den Gründer der Initiative, Gerd Estermann, steht fest: „Kommt das Megaprojekt, dann sind die Feldringer Böden kaputt.“ Man werde „versuchen, das Projekt zu verhindern. Mich überrascht die Zustimmung der Agrarier, da zu befürchten ist, dass Bau und Betrieb der Windkraftanlagen den Weidebetrieb auf der Alm lang-
fristig erheblich beeinträchtigen oder sogar unmöglich machen könnten. Zudem würden die bis zu 200 Meter hohen Anlagen das Landschaftsbild dauerhaft verändern“, so Estermann. Die Bürgerinitiative Feldring hatte ja bekanntlich bereits vor einigen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, den Zusammenschluss der Skigebiete Hochoetz und Kühtai über die Feldringer Böden zu verhindern.