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Frau Holle unterstützte Imster Fasnachtler

Mit Schneeflocken, Hexen und einer Mammut-Kehrmaschine: Imst kehrte aus

Mit dem Imster Auskehren wurde am vergangenen Dienstag die Fasnacht nicht einfach beendet – sie wurde mit Schwung, Witz und ordentlich Schneegestöber hinauskomplimentiert. Frau Holle persönlich schien ihren Terminkalender nach Imst verlegt zu haben und sorgte für eine weiße Zugabe von oben, während unten Tausende Schaulustige Augen (und Münder) offen hielten.
24. Feber 2026 | von Christoph Hablitzel
Frau Holle unterstützte Imster Fasnachtler<br />
Auskehren in Imst. Die letzten Kräfte nach der langen närrischen Zeit im Oberland werden gebündelt. So auch diese zwei „Zinter“.

Fotos: Meze
Schon beim Aufzug vom Sparkassenplatz Richtung Oberstadt wurde klar: Wer heute daheim blieb, verpasste was. Trotz kräftigen Schneefalls säumten Hexen, Bären, Sackner, Zinter, Schaulustige und offenbar wetterfeste Fasnachtfans dicht an dicht den Weg. Die Figuren lieferten ihre Show wie aus dem Lehrbuch der Imster Fasnacht, während auf den Wägen oben wie unten Hochbetrieb herrschte – Staunen inklusive. Beim Auskehren sucht man Roller und Scheller aber vergeblich, denn hier geben die Hexen den Takt vor – allen voran die Hexenmuater. Begleitet wurden sie von eigens in vielen Arbeitsstunden gestalteten Wagen, die dann das Stadtgeschehen liebevoll aufs Korn nahmen und das Publikum immer wieder aktiv einspannten. Der Weg von der Unterstadt hinauf in die Oberstadt verlangte den Mitwirkenden dabei einiges an Kondition ab – Fasnacht als Ganzkörpersport sozusagen.

WINTERSTIMMUNG. Durch den Schneefall sorgten die bunten Fasnachtsfiguren für eine besonders mystisch-schöne Atmosphäre vor der nächtlichen und winterlichen Kulisse der Innenstadt. Voran marschierten die „Purjatzl“ im Gewand des „Turesåckners“, während die „Zinter“ mit Laternen Licht ins närrische Dunkel brachten. Sackner und Schölfelermusig rundeten das stimmungsvolle Bild klangvoll ab.

ZWISCHENSTOPP. Beim Bander (Gasthof Hirschen) in der Oberstadt wurde traditionsgemäß eine kurze Rast eingelegt, bevor es wieder retourging. Die Hexen forderten das Publikum zum Zurfen auf, die Sackner hielten Ordnung – und machten natürlich selbst mit. Für den krönenden Abschluss sorgte schließlich ein Riesenmammut, das mit einer schier endlosen Fichte als „Kehrmaschine“ durch die Kramergasse fegte. Gründlicher kann man die Fasnacht kaum hinauskehren.

NICHT WEGZUDENKEN. Nicht wegzudenken: die Labaragruppen. Mit spürbarem Elan und mindestens ebenso spitzer Zunge zogen sie los, um die Pleiten, Pechvögel und Pannen des vergangenen Jahres in gereimter Form unters Volk zu bringen. In den leider nur mehr wenigen Gasthäusern der Stadt sorgten sie damit für beste Stimmung bis tief in die Nacht – musikalisch, humorig und garantiert nicht zimperlich vorgetragen. So konnte man am Aschermittwoch bereits wieder darüber schmunzeln – auch wenn bei der einen oder dem anderen nach den intensiven Tagen in Österreichs Fasnacht-Hauptstadt das Oberländer Köpfchen noch vernehmlich brummte. Die Fasnacht ist zwar ausgekehrt, aber ganz sicher nicht vergessen. Kaum sind die letzten Konfetti-Reste aus den Jackentaschen geklopft, richtet sich der Blick schon wieder nach vorne: auf den 11.11.2026 um 11.11 Uhr. Dann heißt es nämlich – ganz traditionsbewusst mit einem Augenzwinkern und frei nach Roland Kaiser: „Es geht schon wieder los …“
Frau Holle unterstützte Imster Fasnachtler<br />
Ein Riesenmammut, das diesmal nicht die Alpen überquerte, sondern die Imster Kramergasse mit einer Riesenfichte als „Besen“ angehängt ...
Frau Holle unterstützte Imster Fasnachtler<br />
Schnee von gestern? Nicht bei den Weinberghexen, denn Fasnacht kennt kein schlechtes Wetter.

Fotos: Hablitzel
Frau Holle unterstützte Imster Fasnachtler<br />
Die Labara-Gruppen in den Gasthäusern und Lokalen in der Innenstadt: Einige „Fauxpas“ während des Jahres wurden dabei nochmal „aufgearbeitet“.

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