Heute dokumentieren, morgen erinnern
49. Bezirkschronistentag in Sautens: Das Gedächtnis unserer Dörfer lebt
Im Raikasaal von Sautens herrschte kürzlich reges Treiben. Chronisten aus dem gesamten Bezirk Imst fanden sich ein, um Erfahrungen auszutauschen, laufende Vorhaben vorzustellen und das Netzwerk der Tiroler Chronikarbeit zu pflegen. Alle 24 politischen Gemeinden des Bezirkes gehören diesem Chronistenbezirk an. Die rege Teilnahme unterstrich die Verbundenheit der Ehrenamtlichen, die sich Jahr für Jahr zur gemeinsamen Tagung versammeln.
7. September 2026
Jolanda Krismayr, Sieghard Schöpf, Günter Flür und David Abendstein (v. l.) beim 49. Bezirkschronistentag in Sautens. Foto: Hirsch
Wer das Geschehen in den Tälern festhält, wirkt meist im Stillen, daher ist der jährliche Bezirkschronistentag eine willkommene Gelegenheit, die Chronisten und ihre Arbeit vor den Vorhang zu holen. Die Organisation des 49. Bezirkschronistentages lag heuer in den Händen von Friederike „Riki“ Hirsch. Als Ortschronistin von Sautens empfing sie die Kollegenschaft im Raikasaal der Gemeinde Sautens. Nach den Begrüßungsworten stellte sie ihre Heimatgemeinde vor. Ein berührender Programmpunkt galt einem verdienten Mann des heimischen Chronikwesens: Ehrengast Ludwig Auer wurde offiziell von seinen Chronistenkollegen verabschiedet. Neben seiner Tätigkeit als langjähriger Chronist in Sautens war er zudem von 2008 bis 2018 auch Bezirkschronist des Bezirkes Imst. Bezirkschronist Günter Flür fand herzliche Worte für seinen Vorgänger und dankte ihm herzlich: „Es ist zwar eine Verabschiedung, aber kein Vergessen.“ Auch Landeschronist David Abendstein, Bernhard Mertelseder vom Tiroler Bildungsforum, Andrea Raggl-Weissenbach (Landesleitung) und Kurt Tschiderer, Bezirkschronist von Landeck, schlossen sich den Dankesworten an.
Lebendige Chronik-Arbeit: Die Berichte der einzelnen Ortschronisten veranschaulichten die thematische Spannweite der laufenden Arbeiten im Bezirk. Die Berichte spiegelten die Vielfalt der Initiativen wider. Manfred Wegleiter aus Haiming stieß mit dem Gedenkprojekt zum Kriegsende 1945 auf großes Interesse bei der Jugend. Wolfgang Santer berichtete über die Ausstellung im Alten Schießstand in Sölden, während Hirsch Einblick in die von ihr kuratierte Maschgarar-Ausstellung im neuen Sautner Chronikraum gab. Die Pitztaler Chronisten wiederum präsentierten ihr Gemeinschaftsprojekt „Wege ins Tal“. Helmut Hörmann informierte über die neuen Räumlichkeiten der Chronistenbibliothek in Mötz. Zum Abschluss führte ein Rundgang zum Kalkofen in Sautens. Dort ließ Ludwig Auer das traditionsreiche Handwerk des Kalkbrennens noch einmal lebendig werden. Hirsch wies auf die gemeinschaftlichen Anstrengungen der Sautner Vereine hin, aus dem Gelände einen viel beachteten Veranstaltungsplatz zu machen.
Lebendige Chronik-Arbeit: Die Berichte der einzelnen Ortschronisten veranschaulichten die thematische Spannweite der laufenden Arbeiten im Bezirk. Die Berichte spiegelten die Vielfalt der Initiativen wider. Manfred Wegleiter aus Haiming stieß mit dem Gedenkprojekt zum Kriegsende 1945 auf großes Interesse bei der Jugend. Wolfgang Santer berichtete über die Ausstellung im Alten Schießstand in Sölden, während Hirsch Einblick in die von ihr kuratierte Maschgarar-Ausstellung im neuen Sautner Chronikraum gab. Die Pitztaler Chronisten wiederum präsentierten ihr Gemeinschaftsprojekt „Wege ins Tal“. Helmut Hörmann informierte über die neuen Räumlichkeiten der Chronistenbibliothek in Mötz. Zum Abschluss führte ein Rundgang zum Kalkofen in Sautens. Dort ließ Ludwig Auer das traditionsreiche Handwerk des Kalkbrennens noch einmal lebendig werden. Hirsch wies auf die gemeinschaftlichen Anstrengungen der Sautner Vereine hin, aus dem Gelände einen viel beachteten Veranstaltungsplatz zu machen.






