Keine Schützinnen bei den Tiroler Schützen
Eindeutiges Wahlergebnis nach rund fünf Monaten Nachdenkprozess
21. Jänner 2026 | von
Ewald Krismer
Major Thomas Saurer, Landeskommandant im „Bund der Tiroler Schützenkompanie. Unter seiner Führung und unter Mithilfe seines Bundesausschusses wurde über rund fünf Monate diskutiert und schlussendlich abgestimmt, ob es bei den Tiroler Schützenkompanien Gewehrschützinnen geben soll.
Foto: Archiv Krismer
Foto: Archiv Krismer
Die Schützenkompanien Fließ und Ladis sind es gewesen, die mit ihrem Antrag ein Prozedere in Gang gesetzt haben, Gewehrschützinnen in den Tiroler Schützenkompanien zuzulassen. Für die Leitung des „Bundes der Tiroler Schützenkompanien“ kam von vornherein nie in Frage, einfach darüber zu bestimmen, ohne vorher zu informieren und zu diskutieren.
DER WERDEGANG. Die beiden vorgelegenen Anträge der zwei Mitgliedskompanien Fließ und Ladis wurden von der Bundesleitung sorgfältig aufgenommen und in einem breiten Dialog gewissenhaft behandelt. Dazu dienten Diskussionen im Rahmen eines Nachdenkprozesses in Form von Viertel-Bildungstagen (für das Schützenviertel Oberland im Imster Stadtsaal am 4. Oktober 2025) deren daraus gewonnenen Erkenntnissen anschließend ausgearbeitet und in insgesamt neun Thesen zusammengefasst wurden, die im Prozess zur Entscheidungsfindung als Grundlage für einen basisdemokratischen Grundsatzbeschluss der stimmberechtigten Mitgliedskompanien dienten.
DIE NEUN THESEN. Spannungsfeld zwischen Tradition und Zeitgeist; Wunsch, Gemeinschaft zu bewahren, keine Spaltung riskieren; Sorge, dass durch Veränderungen Werte, Glaubwürdigkeit und Identität verloren gehen könnten; Thema löst emotionale Reaktionen und Abwehrhaltungen aus. Die Haltung der meisten: „So wie es ist, soll es bleiben“ – Tradition hat Vorrang vor Zeitgeist; Große Wertschätzung für Marketenderinnen als wichtiger Teil der Gemeinschaft mit hohem Stellenwert und besonderer Sichtbarkeit; Diskussion über Gewehrschützinnen nicht als Abwertung gemeint, was teilweise so wahrgenommen wird; Kaum Bedarf oder Wunsch nach aktiven Gewehrschützinnen spürbar; Sorge, das Bild der Marketenderin könnte abgewertet werden. Die Befürchtung ist: Mögliches, neues Rollenbild könnte Klischees wie zum Beispiel „Summermaschgerer“ fördern.
ZU BEDENKEN WÄRE AUSSERDEM GEWESEN. „Die Ablehnung richtet sich keinesfalls gegen das weibliche Geschlecht“, wie Landeskommandant Major Thomas Saurer zu verstehen gab. Wie die RUNDSCHAU in Ausgabe 37 vom 10. September 2025 bereits aufgezeigt hat, haben Frauen in den Schützenkompanien ohnehin schon die Möglichkeit, administrative Ämter wie Kassiererin, Schriftführerin, Archivarin und Zeugwartin, ja sogar das Amt der Obfrau zu bekleiden, lediglich militärische Ränge bleiben ihnen versagt – und was wäre für eine Zustimmung Gewehre tragen zu dürfen weiters zu bedenken gewesen? „Schlüpfen die Schützinnen in eine Lederhose oder bekleiden sie sich weiterhin mit der für Frauen üblichen Dirndltracht? Bleiben sie Schützinnen oder können sie auch in einen Offiziersrang befördert werden und bekommen dann einen Säbel umgeschnallt? Falls ja, nennen sie sich dann Frau Leutnant, Frau Oberleutnant, Frau Hauptmann oder Frau Major, oder gar Leutnantin, Oberleutnantin, Hauptmännin oder Hauptfrau oder Majorin?
OFFIZIELLES WAHLERGEBNIS. Aus der geheimen Briefwahl, an der Mitglieder des Bundes der Tiroler Schützenkompanien, konkret alle Mitgliedskompanien, die Mitglieder des Bundesausschusses und die BTSK-Ehrenoffiziere teilgenommen haben, ging auf die Fragenstellung „Soll im Bund der Tiroler Schützenkompanien die Möglichkeit geschaffen werden, dass künftig Frauen bei Ausrückungen auch als Gewehrschützinnen teilnehmen und militärische Ränge bekleiden?“ folgendes Ergebnis hervor:
- Anzahl der Wahlberechtigten: 322
- Zahl der von den Wahlberechtigten abgegebenen Kuverts/Stimmzettel: 299
- Wahlbeteiligung: 92,86 Prozent
- 38 Ja-Stimmen - 12,71 Prozent
- 260 Nein-Stimmen - 86,96 Prozent
- Eine ungültige Stimme – 0,33 Prozent.
NACHSATZ. Dieser Bericht wurde am 21. Jänner 2026 auf die RUNDSCHAU-Internetseite und auf Facebook gestellt. Auf dem sozialen Medium wurde das Thema „Keine Schützinnen bei den Tiroler Schützen“ hochemotional diskutiert. In nicht einmal 48 Stunden wurde der Bericht über 82.000 Mal auf Facebook aufgerufen, und dabei über 300 Kommentare abgegeben, die sich themenmäßig etwa halbe-halbe in pro und kontra (zumindest auf Facebook) aufteilen. Dabei wurde auch über 650 Mal „Gefällt mir“ angeklickt. Bemerkenswert, dass die Causa Gewehrschützinnen ein derartiges Interesse hervorgerufen hat.
DER WERDEGANG. Die beiden vorgelegenen Anträge der zwei Mitgliedskompanien Fließ und Ladis wurden von der Bundesleitung sorgfältig aufgenommen und in einem breiten Dialog gewissenhaft behandelt. Dazu dienten Diskussionen im Rahmen eines Nachdenkprozesses in Form von Viertel-Bildungstagen (für das Schützenviertel Oberland im Imster Stadtsaal am 4. Oktober 2025) deren daraus gewonnenen Erkenntnissen anschließend ausgearbeitet und in insgesamt neun Thesen zusammengefasst wurden, die im Prozess zur Entscheidungsfindung als Grundlage für einen basisdemokratischen Grundsatzbeschluss der stimmberechtigten Mitgliedskompanien dienten.
DIE NEUN THESEN. Spannungsfeld zwischen Tradition und Zeitgeist; Wunsch, Gemeinschaft zu bewahren, keine Spaltung riskieren; Sorge, dass durch Veränderungen Werte, Glaubwürdigkeit und Identität verloren gehen könnten; Thema löst emotionale Reaktionen und Abwehrhaltungen aus. Die Haltung der meisten: „So wie es ist, soll es bleiben“ – Tradition hat Vorrang vor Zeitgeist; Große Wertschätzung für Marketenderinnen als wichtiger Teil der Gemeinschaft mit hohem Stellenwert und besonderer Sichtbarkeit; Diskussion über Gewehrschützinnen nicht als Abwertung gemeint, was teilweise so wahrgenommen wird; Kaum Bedarf oder Wunsch nach aktiven Gewehrschützinnen spürbar; Sorge, das Bild der Marketenderin könnte abgewertet werden. Die Befürchtung ist: Mögliches, neues Rollenbild könnte Klischees wie zum Beispiel „Summermaschgerer“ fördern.
ZU BEDENKEN WÄRE AUSSERDEM GEWESEN. „Die Ablehnung richtet sich keinesfalls gegen das weibliche Geschlecht“, wie Landeskommandant Major Thomas Saurer zu verstehen gab. Wie die RUNDSCHAU in Ausgabe 37 vom 10. September 2025 bereits aufgezeigt hat, haben Frauen in den Schützenkompanien ohnehin schon die Möglichkeit, administrative Ämter wie Kassiererin, Schriftführerin, Archivarin und Zeugwartin, ja sogar das Amt der Obfrau zu bekleiden, lediglich militärische Ränge bleiben ihnen versagt – und was wäre für eine Zustimmung Gewehre tragen zu dürfen weiters zu bedenken gewesen? „Schlüpfen die Schützinnen in eine Lederhose oder bekleiden sie sich weiterhin mit der für Frauen üblichen Dirndltracht? Bleiben sie Schützinnen oder können sie auch in einen Offiziersrang befördert werden und bekommen dann einen Säbel umgeschnallt? Falls ja, nennen sie sich dann Frau Leutnant, Frau Oberleutnant, Frau Hauptmann oder Frau Major, oder gar Leutnantin, Oberleutnantin, Hauptmännin oder Hauptfrau oder Majorin?
OFFIZIELLES WAHLERGEBNIS. Aus der geheimen Briefwahl, an der Mitglieder des Bundes der Tiroler Schützenkompanien, konkret alle Mitgliedskompanien, die Mitglieder des Bundesausschusses und die BTSK-Ehrenoffiziere teilgenommen haben, ging auf die Fragenstellung „Soll im Bund der Tiroler Schützenkompanien die Möglichkeit geschaffen werden, dass künftig Frauen bei Ausrückungen auch als Gewehrschützinnen teilnehmen und militärische Ränge bekleiden?“ folgendes Ergebnis hervor:
- Anzahl der Wahlberechtigten: 322
- Zahl der von den Wahlberechtigten abgegebenen Kuverts/Stimmzettel: 299
- Wahlbeteiligung: 92,86 Prozent
- 38 Ja-Stimmen - 12,71 Prozent
- 260 Nein-Stimmen - 86,96 Prozent
- Eine ungültige Stimme – 0,33 Prozent.
NACHSATZ. Dieser Bericht wurde am 21. Jänner 2026 auf die RUNDSCHAU-Internetseite und auf Facebook gestellt. Auf dem sozialen Medium wurde das Thema „Keine Schützinnen bei den Tiroler Schützen“ hochemotional diskutiert. In nicht einmal 48 Stunden wurde der Bericht über 82.000 Mal auf Facebook aufgerufen, und dabei über 300 Kommentare abgegeben, die sich themenmäßig etwa halbe-halbe in pro und kontra (zumindest auf Facebook) aufteilen. Dabei wurde auch über 650 Mal „Gefällt mir“ angeklickt. Bemerkenswert, dass die Causa Gewehrschützinnen ein derartiges Interesse hervorgerufen hat.