Klangkosmos Holz: Ein Orchester atmet
H.O.P. meets Brass-Selection: Ein strahlendes Klangfest in Ötztal-Bahnhof
Ein außergewöhnliches Klangereignis begeisterte das Publikum in der Pfarrkirche Ötztal-Bahnhof. Das HolzblasOrchesterProjekt (H.O.P.) des Musikbezirkes Silz zog die Zuhörer mit warmen, facettenreichen Klängen in seinen Bann. Gemeinsam mit den Gästen der Formation „brass selection“ entfalteten die zahlreichen Holzbläser der Region ein faszinierendes Klangbild, das die feierliche Atmosphäre des sakralen Raumes perfekt ausfüllte.
24. September 2026
H.P.O. meets „brass-selection“ in der Pfarrkirche Ötztal-Bahnhof. Die Auswahl der Stücke reichte von klassischen Arrangements bis hin zu modernen Kompositionen. Der Großteil davon wurde eigens von Michael Schöpf arrangiert. Foto: Hirsch
Ein Konzertabend, der so viel vereint: Musikalität, Leidenschaft, Vielseitigkeit und eine gehörige Portion Klang in all seinen Facetten. In der Pfarrkirche Ötztal-Bahnhof erlebten die Zuhörer einen Abend voller musikalischer Leckerbissen. Es war ein außergewöhnliches Klangereignis, das nicht nur ins Ohr, sondern mitten ins Herz gegangen ist – ein Moment, in dem sich viele Klangkörper harmonisch zu einem Ganzen vereinten. Dabei zeigte sich ein perfektes Zusammenspiel zwischen den Blechbläsern und dem Holzblasorchester. Charismatisch und charmant führte Moderatorin Veronika Lercher durch das Programm. Mit ihren fundierten, pointierten Einführungen zu den einzelnen Werken schuf sie eine wunderbare Brücke zwischen den Musikern und dem Publikum. Sie verlieh dem Abend einen würdigen, feierlichen Rahmen.
Das Konzert. Unter der umsichtigen und inspirierenden Leitung von Dirigent Michael Schöpf bewies das Holzblasorchester eindrucksvoll, welche klangliche Tiefe und feine Nuancierung in dieser Besetzung steckt. Schöpf verstand es meisterhaft, die unterschiedlichen Charakteristika von Querflöten, Klarinetten, Oboen und Fagotten zu einem harmonischen, fast orgelartigen Ganzen zu verweben. Als besonderer, glanzvoller Farbtupfer fungierte dabei die Formation „brass selection“, die mit ihren punktuellen, metallischen Klängen bewusste Kontraste setzte und das H.O.P. nicht nur ideal ergänzte, sondern auch mit drei „Solo“-Stücken begeisterte. Wie wandlungsfähig diese Kooperation agierte, spiegelte sich im anspruchsvollen Programm des Abends wider. Die musikalische Reise spannte einen weiten Bogen von der barocken Eleganz eines Georg Friedrich Händel bis hin zu den tiefen, romantischen Klangfarben von Antonín Dvořák. Auch die britische Tradition kam mit der facettenreichen English Folk Song Suite nicht zu kurz. Einen fulminanten, modernen Kontrast bildeten schließlich die epischen Klangwelten der Filmmusik von Hans Zimmer und Ennio Morricone, die mit enormer Dynamik und Bildkraft interpretiert wurden. Die große Besonderheit des H.O.P. als reines Holzblasorchester liegt in der Balance: Obwohl die Instrumente durch ihre unterschiedliche Tonerzeugung – vom einfachen Rohrblatt bis zur Anblaskante – extrem gegensätzliche Charaktere besitzen, verschmelzen sie unter der Leitung von Michael Schöpf im Zusammenspiel zu einer Einheit. In leisen Passagen atmet das Orchester gemeinsam wie eine riesige, lebendige Kirchenorgel.
Querflöte als Solo. Ein emotionaler und technischer Höhepunkt des Konzertabends war der Auftritt von Maria-Theres Praxmarer. Gespielt wurde „Oblivion“ von Astor Piazzolla aus dem Jahr 1982/1984. Eine tief melancholische, lyrische Komposition. Mit ihrer Querflöte zog die Solistin das Publikum im Kirchenschiff restlos in ihren Bann. Ihr glasklares, virtuoses und zugleich zutiefst gefühlvolles Spiel harmonierte hervorragend mit dem warmen Akustik-Resonanzraum des Gotteshauses und sorgte für spürbare Gänsehautmomente bei den Zuhörern. H.O.P begleitet sensibel und transparent, sodass die zarte, melancholische Melodie der Flöte nie zugedeckt wurde.
Holzbläser-Klangfarben. Die besondere Besetzung des H.O.P. machte die enorme Bandbreite dieser Instrumentenfamilie auf engstem Raum erlebbar. Das Publikum konnte hautnah eintauchen in die verschiedenen Register, die sich zu einem einzigartigen Gesamtsound verwoben. Querflöten und Piccolos sorgten für die hellen, silbrigen Akzente und schwebten majestätisch über dem orchestralen Fundament. Die Klarinetten bewiesen ihre sprichwörtliche Wandlungsfähigkeit und gelten nicht umsonst als das „Chamäleon“ eines Ensembles. Sie banden die unterschiedlichen Stimmen zusammen und verliehen dem Orchester eine warme, samtige Dichte. Fagotte bildeten das erdige Fundament. Mit ihrem knurrigen, tiefen und ungemein warmen Bass verliehen sie den Stücken die nötige Bodenhaftung. Die Saxophone brachten eine jazzige Wärme und enorme Tragfähigkeit in das Gotteshaus ein. Mit ihrer Lautstärke rückten sie das Ensemble klanglich stellenweise faszinierend nah an ein großes sinfonisches Blasorchester. Der langanhaltende Applaus am Ende ließ keinen Zweifel offen: Das H.O.P. und seine Gäste „brass selection“ haben ein bleibendes musikalisches Ausrufezeichen im Musikbezirk Silz gesetzt. Ein zutiefst beeindruckender Konzertabend, der die grenzenlose Vielfalt und emotionale Kraft der Musik auf höchstem Niveau spürbar machte.
Das Konzert. Unter der umsichtigen und inspirierenden Leitung von Dirigent Michael Schöpf bewies das Holzblasorchester eindrucksvoll, welche klangliche Tiefe und feine Nuancierung in dieser Besetzung steckt. Schöpf verstand es meisterhaft, die unterschiedlichen Charakteristika von Querflöten, Klarinetten, Oboen und Fagotten zu einem harmonischen, fast orgelartigen Ganzen zu verweben. Als besonderer, glanzvoller Farbtupfer fungierte dabei die Formation „brass selection“, die mit ihren punktuellen, metallischen Klängen bewusste Kontraste setzte und das H.O.P. nicht nur ideal ergänzte, sondern auch mit drei „Solo“-Stücken begeisterte. Wie wandlungsfähig diese Kooperation agierte, spiegelte sich im anspruchsvollen Programm des Abends wider. Die musikalische Reise spannte einen weiten Bogen von der barocken Eleganz eines Georg Friedrich Händel bis hin zu den tiefen, romantischen Klangfarben von Antonín Dvořák. Auch die britische Tradition kam mit der facettenreichen English Folk Song Suite nicht zu kurz. Einen fulminanten, modernen Kontrast bildeten schließlich die epischen Klangwelten der Filmmusik von Hans Zimmer und Ennio Morricone, die mit enormer Dynamik und Bildkraft interpretiert wurden. Die große Besonderheit des H.O.P. als reines Holzblasorchester liegt in der Balance: Obwohl die Instrumente durch ihre unterschiedliche Tonerzeugung – vom einfachen Rohrblatt bis zur Anblaskante – extrem gegensätzliche Charaktere besitzen, verschmelzen sie unter der Leitung von Michael Schöpf im Zusammenspiel zu einer Einheit. In leisen Passagen atmet das Orchester gemeinsam wie eine riesige, lebendige Kirchenorgel.
Querflöte als Solo. Ein emotionaler und technischer Höhepunkt des Konzertabends war der Auftritt von Maria-Theres Praxmarer. Gespielt wurde „Oblivion“ von Astor Piazzolla aus dem Jahr 1982/1984. Eine tief melancholische, lyrische Komposition. Mit ihrer Querflöte zog die Solistin das Publikum im Kirchenschiff restlos in ihren Bann. Ihr glasklares, virtuoses und zugleich zutiefst gefühlvolles Spiel harmonierte hervorragend mit dem warmen Akustik-Resonanzraum des Gotteshauses und sorgte für spürbare Gänsehautmomente bei den Zuhörern. H.O.P begleitet sensibel und transparent, sodass die zarte, melancholische Melodie der Flöte nie zugedeckt wurde.
Holzbläser-Klangfarben. Die besondere Besetzung des H.O.P. machte die enorme Bandbreite dieser Instrumentenfamilie auf engstem Raum erlebbar. Das Publikum konnte hautnah eintauchen in die verschiedenen Register, die sich zu einem einzigartigen Gesamtsound verwoben. Querflöten und Piccolos sorgten für die hellen, silbrigen Akzente und schwebten majestätisch über dem orchestralen Fundament. Die Klarinetten bewiesen ihre sprichwörtliche Wandlungsfähigkeit und gelten nicht umsonst als das „Chamäleon“ eines Ensembles. Sie banden die unterschiedlichen Stimmen zusammen und verliehen dem Orchester eine warme, samtige Dichte. Fagotte bildeten das erdige Fundament. Mit ihrem knurrigen, tiefen und ungemein warmen Bass verliehen sie den Stücken die nötige Bodenhaftung. Die Saxophone brachten eine jazzige Wärme und enorme Tragfähigkeit in das Gotteshaus ein. Mit ihrer Lautstärke rückten sie das Ensemble klanglich stellenweise faszinierend nah an ein großes sinfonisches Blasorchester. Der langanhaltende Applaus am Ende ließ keinen Zweifel offen: Das H.O.P. und seine Gäste „brass selection“ haben ein bleibendes musikalisches Ausrufezeichen im Musikbezirk Silz gesetzt. Ein zutiefst beeindruckender Konzertabend, der die grenzenlose Vielfalt und emotionale Kraft der Musik auf höchstem Niveau spürbar machte.
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Kommentare
1 Post
Martin Dosch
15:53
Martin Dosch
für diesen tollen Bericht. Diesem ist nichts mehr hinzuzufügen auer meinem persönlichen Dank an Michael Schöpf für seine Arbeit mit uns. Danke allen Musikanten;Innen die wieder mitgespielt haben und ich freue mich schon sehr auf das nächste Projekt wenn es wieder heit, HOP goes on Tour .Bez.Kpm. Martin Dosch





