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Lebenshilfe übersiedelt

Zwei Arbeitsstandorte mit neuen Schwerpunkten

Nach mehr als 30 Jahren hat die Lebenshilfe Tirol ihren Arbeitsstandort in Ötztal-Bahnhof mit Jahresende 2025 neu organisiert. Die bisher große Einrichtung wurde in zwei kleinere Einheiten aufgeteilt – nach Imst (Aupark) und auf die Ötztaler Höhe.
4. März 2026 | von Martin Grüneis
Lebenshilfe übersiedelt<br />
Stefan Zajak übernimmt am neuen Standort Ötztaler Höhe bereits erste Aufgaben am Paketpoint von Lechlog sowie am Computer.

Foto: Lebenshilfe Tirol / Gasteiger
Mit der Neuorganisation setzt die Lebenshilfe Tirol zentrale Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention sowie des Tiroler Teilhabegesetzes um, das maximal 15 Klientinnen und Klienten pro Standort vorsieht. Ziel sind überschaubare Strukturen, mehr individuelle Förderung und echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. „Die Übersiedlung in zwei kleinere Standorte ist ein konsequenter Schritt, um echte Teilhabe zu ermöglichen. Kleine Strukturen schaffen Nähe, Sichtbarkeit und individuelle Entwicklung. Menschen mit Behinderungen sollen mittendrin tätig sein können“, so Gernot Wörle, Regionalleiter für die Region Imst und Innsbruck-Land West.

ÖTZTALER HÖHE. Am Standort „Arbeit Ötztaler Höhe“ liegt der Schwerpunkt auf Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf. Hier stehen intensive Begleitung und strukturierte Arbeitsabläufe im Vordergrund. Die langjährige Kooperation mit dem Paketdienstleister Lechlog bildet die Grundlage für erste Arbeitsaufträge, die Stabilität und Verlässlichkeit bieten. Ergänzt wird das Angebot durch Bildungs- und Schulungsräume zur Weiterentwicklung persönlicher Kompetenzen.

STANDORT IMST. Der Standort „Arbeit Imst Aupark“ setzt hingegen stark auf Sozialraumorientierung. Durch die Nähe zu Betrieben im Aupark und im umliegenden Gewerbegebiet entstehen neue Arbeitsmöglichkeiten, die Schritt für Schritt aufgebaut werden. Dazu gehören beispielsweise die Grünpflege und Hausmeistertätigkeiten rund um den Aupark sowie Auftragsarbeiten. Durch die direkte Einbindung in das Arbeitsleben in der nahen Umgebung entstehen natürliche Begegnungen, neue Lernfelder und die Chance, in Betriebe hineinzuschnuppern oder praktische Erfahrungen zu sammeln. „Mit den neuen Standorten beginnen wir jetzt bewusst damit, den Sozialraum zu erkunden und Kooperationen mit Firmen aufzubauen. Schon jetzt zeigen sich interessante Begegnungen und Entwicklungen. Die Klientinnen und Klienten entdecken neue Interessen, übernehmen vielfältige Aufgaben und bekommen mehr Raum für ihre Selbstverwirklichung und Teilhabe an der Gesellschaft. Genau das ist der Weg, den wir gehen wollen“, so Alexander Gasteiger, der beide Standorte leitet.

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