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Leerstände als Chance wahrnehmen

Verborgene Potenziale: Ausstellung und Beratung in der Imster Kramergasse zeigen neue Wege für alte Gebäude

Leerstände gibt es in nahezu jeder Gemeinde. Laut Werner Burtscher sind sie nicht die Bauplätze der Zukunft, sondern von heute. Der Architekt aus Stams ist für das Leerstandsmanagement in der Region Imst verantwortlich. Vergangene Woche informierte er über die landesweiten Aktionstage zum Thema Leerstand im April. Im Mittelpunkt steht dabei eine Ausstellung, die das Potenzial leerstehender Gebäude in Ortskernen aufzeigt. Zudem erhalten Interessierte vor Ort umfassende Informationen zu Sanierungsmöglichkeiten und Förderungen für die Revitalisierung bestehender Bausubstanz.
14. April 2026 | von Martin Grüneis
Leerstände als Chance wahrnehmen<br />
Regio Imst-Geschäftsführer Markus Mauracher...
Foto: Grüneis
In nahezu jedem Ort finden sich Häuser oder Wirtschaftsgebäude, die über Jahre hinweg leerstehen. Oft handelt es sich dabei um ortsbildprägende, charakteristische Bauten im Zentrum.  „Wir wissen, wie wichtig es ist, dass unsere Orts- und Stadtkerne belebt bleiben“, betont Christina Röck, Obfrau des Regionalmanagements Region Imst. Wenn ein Gebäude wieder mit Leben gefüllt wird, stärkt das nicht nur das Ortszentrum, sondern es werden auch Boden und Ressourcen gespart sowie zusätzliche Infrastrukturkosten durch Zersiedelung vermieden. Mit dem Architekten Werner Burtscher steht der Region Imst ein Fachmann zur Seite, der eine Leerstandsberatung auf Augenhöhe anbietet und somit bei der Erarbeitung einer fundierten Entscheidungsgrundlage für eine Weiternutzung unterstützt. Das kostenlose Beratungsangebot für Eigentümer von Leerständen besteht seit Oktober 2024. Ziel ist es, leerstehende Gebäude im Bezirk Imst zu revitalisieren und so neue Wohn- und Arbeitsräume zu schaffen. Dass dies erfolgreich funktionieren kann, zeigt sich bereits in der Praxis, etwa in Silz.
  
DER APRIL STEHT IM ZEICHEN DES LEERSTANDES. So vielfältig wie die Menschen, mit denen Burtscher als Architekt und Leerstandsberater zusammenarbeitet, sind auch die Gebäude und ihr Zustand. Wie aus einem Leerstand neuer Lebensraum entstehen kann, zeigen die im April tirolweit stattfindenden Aktionstage „Leerstand.beleben“. „Leerstand ist ein Thema, mit dem jeder etwas anfangen kann“, sagt Regio Imst-Geschäftsführer Markus Mauracher. Wer sich damit beschäftige, wisse um das vorhandene Potenzial. Dabei geht es auch darum, mit gängigen Mythen aufzuräumen. Es müssen nämlich nicht immer sofort schwere Maschinen auffahren und Mauern eingestürzt werden, um neuen, modernen Arbeits- und Wohnraum entstehen zu lassen. In der Kramergasse 2 in Imst wird das Potenzial derzeit sichtbar: In einem leerstehenden Gebäude, das von der Familie Strobl zur Verfügung gestellt wurde, gibt eine Ausstellung Einblick in gelungene Beispiele der Revitalisierung von Häusern und Wirtschaftsgebäuden. Sie soll dazu anregen, gemeinsam mit Fachleuten neue Perspektiven für das eigene Objekt zu entwickeln. Zudem gibt es vor Ort Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten und Förderungen. 

TERMINE. Der erste Informationsnachmittag fand am 11. April statt. Auch Landeshauptmann Anton Mattle informierte sich kürzlich vor Ort in Imst über die Aktion. 
Weitere Termine folgen am 17. und 24. April jeweils von 14 bis 18 Uhr. Um 17 Uhr findet jeweils ein Impulsvortrag statt.
Leerstände als Chance wahrnehmen<br />
... und Architekt Werner Burtscher weisen auf die Potenziale leerstehender Gebäude hin.
Foto: Grüneis

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