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Mehr als ein Betonbauwerk

Feierliche Eröffnung der neuen Milser Innbrücke

Die neue Milser Innbrücke ist seit wenigen Tagen für den Verkehr freigegeben. Sie verbindet nicht nur Mils und Schönwies, sondern auch die beiden Bezirke Imst und Landeck und sichert zugleich Versorgungsleitungen. Zudem bietet sie Radfahrern eine sichere Überquerung des Inns und erweitert damit den überregionalen Inntalradweg um einen wichtigen Mosaikstein.

3. November 2026
Mehr als ein Betonbauwerk<br />
Bürgermeister Reinhard Raggl von Schönwies, Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler und Bürgermeister Bernhard Schöpf von Mils freuten sich darauf, gemeinsam das bezirksverbindende Bauwerk einweihen zu können. Foto: Dorn
Die alte Brücke aus dem Jahr 1936 und auch der 22 Jahre alte hölzerne Anbau waren dringend sanierungsbedürftig. Begonnen wurde mit dem Bau im Oktober 2025. Dank einer Behelfsbrücke konnte das alte Bauwerk entfernt und das neue ohne größere Verkehrsprobleme errichtet werden. Für Pendler, Radfahrer und die beiden Gemeinden Mils und Schönwies ist die neue Milser Innbrücke weit mehr als eine Querung des Inns. Welche Bedeutung das verkehrstechnische Bauwerk für die Region hat, konnte man bei der feierlichen Eröffnung vergangenen Freitag sehen, als die Brücke in einer großen Feier offiziell für den Verkehr freigegeben wurde. Rund 5,2 Millionen Euro investierten das Land Tirol und die beiden Gemeinden in den Neubau. Oben rollt nun wieder der Auto- und Lkw-Verkehr, gesichert daneben queren Fahrradfahrer und Fußgänger den Inn, darunter wechseln LWL, Gas und Notwasser die Flussseite: Denn unterhalb der Brücke verläuft auch die gegenseitige Notwasserversorgung sowie die Gas- und Glasfaserleitungen der beiden Gemeinden. Damit ist die Verbindung zugleich Teil der regionalen Versorgungsinfrastruktur. Der Milser Bürgermeister Bernhard Schöpf hob die gute Zusammenarbeit beim Projekt hervor, sein Schönwieser Amtskollege Reinhard Raggl betonte die Bedeutung einer verlässlichen Anbindung.  Bis zum endgültigen Abschluss der Arbeiten im Mai 2027 müssen nun die Behelfsbrücke abgebaut, die Versickerungsanlagen fertiggestellt sowie die umgebenden Flächen rekultiviert werden.

ARCHITEKTONISCHES HIGHLIGHT. Das integrale Stahlbetontragwerk beeindruckt mit einer 71,5 Meter Spannweite. „Die neue Brücke ist am aktuellen Stand der Technik. Das moderne, integrale Stahlbetontragwerk und der gegenüber der alten Brücke vergrößerte Durchflussquerschnitt tragen dazu bei, dass das Bauwerk für den Hochwasserfall besser ausgelegt ist. Die Maßnahmen dienen der Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der Brücke selbst“, erklärt Gregor Wieland, Leiter des Sachgebiets Brücken- & Tunnelbau des Landes. Ein eigener Gehweg und ein 3,75 Meter breiter Geh- und Radweg verbessern die Bedingungen für den nicht motorisierten Verkehr. Zur großen Einweihungsfeier waren neben Vertretern der Landespolitik und der Gemeinden auch die Musikkapellen von Schönwies und Mils gekommen, die gemeinsam das Fest musikalisch untermalten. Die Schützen von Schönwies feuerten zum landesüblichen Empfang zwei Salven ab und Pater Ulrich segnete schließlich das Bauwerk und seine Benutzer, auf dass die Brücke wie ihre Vorgängerin wieder hundert Jahre den Verkehr von einer Seite des Inns und von einem Bezirk zum anderen sicher trägt.

 
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Vertreter der Politik, der bauausführenden Firmen, der Vereine und der Geistlichkeit durchtrennten gemeinsam das rote Band zur Eröffnung. Foto: Dorn
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Die Milser Innbrücke ist für den Verkehr freigegeben. Auch die Radfahrer und Fußgänger können nun sicher den Inn queren. Foto: Dorn

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