Mehr Ötztal auf dem Teller
Produzenten und Gastronomen vernetzen sich
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr ging das Vernetzungstreffen zwischen heimischen Produzenten, Gastronomen und Institutionen im Ötztal in die zweite Runde. Rund 40 Teilnehmer kamen in der Produktionsküche der Riml-Gastrobetriebe in Längenfeld zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und neue regionale Partnerschaften auf den Weg zu bringen.
23. Dezember 2025
Raphael Kuen (l.), Lebensraum-Ötztal-Manager, freute sich über den Besuch von Landwirtschaftskammerdirektor Ferdinand Grüner (r.).
Ziel der Initiative ist es, Landwirtschaft und Gastronomie enger zu verbinden und den Einsatz regionaler Produkte in den Betrieben nachhaltig zu erhöhen. „Im Ötztal haben wir schon mehrfach bewiesen, dass wir nicht nur darüber reden, sondern auch handeln. Genau dafür ist diese Initiative da: das gegenseitige Verständnis von Produzent:innen und Gastronomen zu fördern und damit die konkrete Zusammenarbeit zu ermöglichen“, erklärte Raphael Kuen, Lebensraum-Ötztal-Manager.
EINBLICKE IN DIE PRAXIS. Gastgeber Florian Wedde, Geschäftsführer der Riml-Gastrobetriebe, stellte den Besuchern die Abläufe eines gastronomischen Großbetriebs vor. In der laufenden Wintersaison wurden bereits etwa 30 Tiroler Almrinder vollständig verarbeitet – von hochwertigen Fleischteilen bis zu Gulasch- und Suppenfleisch. Pro Jahr kommen in den Betrieben rund 20 Tonnen Tiroler Almrind zum Einsatz, ergänzt durch Fleisch aus Österreich. Auch Milchprodukte aus der Region, etwa für Kasknödel, gehören fix zum Speiseplan. „Wir wollen noch mehr heimische Produkte einsetzen. Grundlage ist die Qualität und Verfügbarkeit, die den Anforderungen der Gastronomie entspricht“, so Wedde. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung offener Kommunikation: „Offen und ehrlich zu kommunizieren ist entscheidend. Wenn etwas nicht funktioniert, dann arbeitet man gemeinsam an Verbesserungen.“
HALBE TONNE KÄSE. Dass aus den Treffen konkrete Ergebnisse entstehen, zeigt ein Beispiel aus dem Vorjahr: In der Produktionsküche der Riml-Gastrobetriebe werden mittlerweile rund 500 Kilogramm Ötztaler Kuhkäse weiterverarbeitet. Beim aktuellen Treffen wurde zudem die Abnahme von Ötztaler Milch vereinbart.
BREITE UNTERSTÜTZUNG AUS DER REGION. Neben Produzenten und Gastronomen waren auch Vertreter wichtiger Einrichtungen wie der Landwirtschaftskammer Tirol, Agrarmarketing Tirol, dem Naturpark Ötztal sowie bäuerlicher Interessenvertretungen anwesend. Besonders hervorgehoben wurde das Projekt „Tiroler Almrind“, das von Rinderzucht Tirol und Agrarmarketing Tirol entwickelt wurde und regionale Wirtschaftskreisläufe stärkt. Einigkeit herrschte darüber, dass Regionalität dann besonders erfolgreich ist, wenn sie strukturiert und über einzelne Betriebe hinaus umgesetzt wird.
BEWUSST TIROL STARK VERTRETEN. Ein weiteres Zeichen setzte die große Beteiligung von Bewusst-Tirol-Betrieben. Mit derzeit 43 zertifizierten Partnern ist das Ötztal Tirols Region mit den meisten Betrieben dieser Initiative. Ihre Präsenz unterstrich die Bedeutung regionaler Herkunft, transparenter Wertschöpfung und eines bewussten Umgangs mit Lebensmitteln.
FORTSETZUNG ERWÜNSCHT. Kulinarisch begleitet wurde das Treffen von einem Buffet mit regionalen Spezialitäten – von Ötztaler Quellfisch über Kuh- und Ziegenkäse bis hin zu Honig und Milchprodukten. Der persönliche Austausch wurde so auch geschmacklich erlebbar. Die Rückmeldungen der Teilnehmer fielen durchwegs positiv aus, eine Fortsetzung des Formats ist geplant. „Es darf wachsen – Schritt für Schritt. Entscheidend ist, dass Landwirtschaft und Tourismus aufeinander zugehen und gemeinsam Lösungen entwickeln“, betonte Raphael Kuen.
EINBLICKE IN DIE PRAXIS. Gastgeber Florian Wedde, Geschäftsführer der Riml-Gastrobetriebe, stellte den Besuchern die Abläufe eines gastronomischen Großbetriebs vor. In der laufenden Wintersaison wurden bereits etwa 30 Tiroler Almrinder vollständig verarbeitet – von hochwertigen Fleischteilen bis zu Gulasch- und Suppenfleisch. Pro Jahr kommen in den Betrieben rund 20 Tonnen Tiroler Almrind zum Einsatz, ergänzt durch Fleisch aus Österreich. Auch Milchprodukte aus der Region, etwa für Kasknödel, gehören fix zum Speiseplan. „Wir wollen noch mehr heimische Produkte einsetzen. Grundlage ist die Qualität und Verfügbarkeit, die den Anforderungen der Gastronomie entspricht“, so Wedde. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung offener Kommunikation: „Offen und ehrlich zu kommunizieren ist entscheidend. Wenn etwas nicht funktioniert, dann arbeitet man gemeinsam an Verbesserungen.“
HALBE TONNE KÄSE. Dass aus den Treffen konkrete Ergebnisse entstehen, zeigt ein Beispiel aus dem Vorjahr: In der Produktionsküche der Riml-Gastrobetriebe werden mittlerweile rund 500 Kilogramm Ötztaler Kuhkäse weiterverarbeitet. Beim aktuellen Treffen wurde zudem die Abnahme von Ötztaler Milch vereinbart.
BREITE UNTERSTÜTZUNG AUS DER REGION. Neben Produzenten und Gastronomen waren auch Vertreter wichtiger Einrichtungen wie der Landwirtschaftskammer Tirol, Agrarmarketing Tirol, dem Naturpark Ötztal sowie bäuerlicher Interessenvertretungen anwesend. Besonders hervorgehoben wurde das Projekt „Tiroler Almrind“, das von Rinderzucht Tirol und Agrarmarketing Tirol entwickelt wurde und regionale Wirtschaftskreisläufe stärkt. Einigkeit herrschte darüber, dass Regionalität dann besonders erfolgreich ist, wenn sie strukturiert und über einzelne Betriebe hinaus umgesetzt wird.
BEWUSST TIROL STARK VERTRETEN. Ein weiteres Zeichen setzte die große Beteiligung von Bewusst-Tirol-Betrieben. Mit derzeit 43 zertifizierten Partnern ist das Ötztal Tirols Region mit den meisten Betrieben dieser Initiative. Ihre Präsenz unterstrich die Bedeutung regionaler Herkunft, transparenter Wertschöpfung und eines bewussten Umgangs mit Lebensmitteln.
FORTSETZUNG ERWÜNSCHT. Kulinarisch begleitet wurde das Treffen von einem Buffet mit regionalen Spezialitäten – von Ötztaler Quellfisch über Kuh- und Ziegenkäse bis hin zu Honig und Milchprodukten. Der persönliche Austausch wurde so auch geschmacklich erlebbar. Die Rückmeldungen der Teilnehmer fielen durchwegs positiv aus, eine Fortsetzung des Formats ist geplant. „Es darf wachsen – Schritt für Schritt. Entscheidend ist, dass Landwirtschaft und Tourismus aufeinander zugehen und gemeinsam Lösungen entwickeln“, betonte Raphael Kuen.
Christoph Hablitzel 






