Artikel teilen
Artikel teilen >

Murenabgänge im Pitztal

Pitztalstraße auf einer Länge von rund 500 Metern getroffen

Murenabgänge im Bereich des Bichlbachs und des Hairlachbachs hatten am Montagabend der vergangenen Woche die L 16 Pitztalstraße auf einer Länge von rund 500 Metern getroffen. Auch die Pitze trat stellenweise über die Ufer. Rund 250 Meter der Straße wurden völlig unterspült, beziehungsweise weggerissen. Vier Brücken wurden teilweise schwer beschädigt und eine Stromleitung wurde freigelegt. Die gesamte Nacht wurde durchgearbeitet. Am Mittwochabend konnte schließlich eine Umfahrungsstraße für den gesperrten Bereich der L 16 Pitztalstraße mit Ampelregelung für den Verkehr dauerhaft einspurig geöffnet werden.

7. Juli 2026
Murenabgänge im Pitztal<br />
Auch der Pitztaler Landesrat René Zumtobel (2. v. l.) machte sich vor Ort ein Bild von der Lage, stimmte sich mit Bürgermeister Elmar Haid (l.) ab und dankte allen Beteiligten für ihren engagierten Einsatz.
Foto: Zumtobel
Im Gemeindegebiet von St. Leonhard im Pitztal kam es im Bereich des Bichlbachs und des Hairlachbachs zu mehreren Murenabgängen. Auch die Pitze trat stellenweise über die Ufer und überflutete die L 16 Pitztalstraße. Die Straße musste zwischen den Ortsteilen Hairlach und Eggenstall für den gesamten Verkehr gesperrt werden. „Aufgrund des Starkregens gingen innerhalb kürzester Zeit mehrere Muren ab. Insgesamt rund 1.000 Personen waren deshalb zeitweise eingeschlossen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt“, berichtet Elmar Haid, Bürgermeister von St. Leonhard im Pitztal.

ganze Nacht im Einsatz. Damit die Aufräumarbeiten entlang der Straße sicher beginnen konnten, musste die Stromversorgung im hinteren Pitztal ab dem Ortsteil Scheibrand unterbrochen werden. Alle Feuerwehrhäuser beziehungsweise Florianstationen im hinteren Pitztal wurden besetzt. Die Bergbahnunternehmen wurden informiert, sodass alle Gäste noch sicher ins Tal gebracht werden konnten. Seitens der TINETZ wurde schließlich eine provisorische Stromleitung errichtet. Die Aufräumarbeiten liefen unter Hochdruck. Mehrere Bagger standen ebenso im Einsatz wie die Feuerwehren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeisterei Zams, des Wasserbaus des Baubezirksamts Imst sowie weitere Kräfte externer Firmen. Unterstützung leisteten zudem Fachleute der Wildbach- und Lawinenverbauung. Die Feuerwehren der Gemeinde beobachteten im Schichtbetrieb die Situation an den Talhängen und leuchteten die Arbeitsbereiche aus. Am Mittwoch konnte für begrenzte Zeitfenster eine Zu- und Ausfahrt in bzw. aus dem hinteren Pitztal ermöglicht werden. Die Umfahrungsstraße für den gesperrten Bereich der L 16 Pitztalstraße konnte ab Mittwochabend dauerhaft einspurig mit Ampelregelung für den Verkehr freigegeben werden. Sicherheitslandesrätin Astrid Mair verschaffte sich vor Ort einen Überblick über das Schadensausmaß und dankte den Einsatzkräften: „Die Murenereignisse haben erhebliche Schäden verursacht. Besonders betroffen ist die Landesstraße, aber auch private Flächen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Umso wichtiger ist es, dass bei diesem Ereignis keine Personen zu Schaden gekommen sind. Nun gilt es, die Schäden rasch und koordiniert zu beseitigen. Die Einsatzkräfte sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeisterei leisten seit Beginn des Ereignisses Tag und Nacht Herausragendes. Die Expertise der Wildbach- und Lawinenverbauung unterstützt zusätzlich. Ihnen gilt mein ausdrücklicher Dank. Dieses Ereignis zeigt einmal mehr, wie rasch und verlässlich die Zusammenarbeit der Einsatz- und Fachkräfte in Tirol funktioniert.“ Landeshauptmann Anton Mattle und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler bedanken sich ebenfalls bei allen Beteiligten: „Dank des koordinierten Zusammenwirkens aller im Einsatz befindlichen Personen konnten die ersten Sicherungsmaßnahmen rasch umgesetzt werden. Ziel ist es nun, die Verkehrsanbindung so schnell wie möglich wiederherzustellen, die Schäden zu beseitigen und die gesamte Infrastruktur wieder zu ertüchtigen. Vor solchen Naturereignissen werden wir in Tirol leider nie gänzlich gefeit sein können. Umso wichtiger ist es, weiterhin auf bestmögliche Schutzmaßnahmen zu setzen und im Ereignisfall schnelle Hilfe – etwa in Form von Aufräum- und Instandsetzungsmaßnahmen – zu leisten.“
Murenabgänge im Pitztal<br />
Die Murenabgänge im Bereich des Bichlbachs und des Hairlachbachs hatten die L 16 Pitztalstraße im Gemeindegebiet von St. Leonhard im Pitztal vermurt.
Foto: Zumtobel

Aktuelle Artikel

Kommentare

0 Posts
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.