Neue Regeln für Parken und Verkehr in Imst
Parkgebühren bei Sportstätten, einheitliche Geschwindigkeitsregelung und Erweiterung der Parkflächen im Zentrum
10. März 2026 | von
Martin Grüneis
Der Imster Gemeinderat hat mehrheitlich beschlossen, die Parkraumbewirtschaftung bei Freizeitanlagen einzuführen. Foto: Stadtgemeinde Imst/Othmar Kolp
Die Einführung von Parkgebühren war immer wieder Thema, vor allem in Hoch-Imst. Von Anfang an sollte das Vorhaben jedoch ganzheitlich gedacht und fair sowie sozialverträglich umgesetzt werden. Ein Jahresticket wurde gewünscht. Unter Einbezug der Stadtmarketing & Stadtentwicklung Imst GmbH, die sich vollständig im Eigentum der Stadt Imst befindet, konnte eine Lösung erarbeitet werden. „Die städtischen Parkflächen bei unseren Sportstätten werden das ganze Jahr über intensiv genutzt – und genau deshalb kommen wir an einer Parkraumbewirtschaftung nicht mehr vorbei. Bisher waren die Parkplätze kostenlos, doch die starke Beanspruchung führt mittlerweile zu erheblichen Kosten für Erhalt, Pflege und Instandhaltung“, erklärt Vizebürgermeister Thomas Schatz, der für Verkehrs- und Parkraumangelegenheiten zuständig ist. In seiner jüngsten Sitzung hat der Imster Gemeinderat nun mehrheitlich beschlossen, die Parkflächen bei den Freizeiteinrichtungen der Stadt zu bewirtschaften.
TARIFE. Für 60 Euro kann ein ganzes Jahr auf den Parkflächen in Hoch-Imst, beim Schwimmbad, am Glenthof und beim Sportzentrum geparkt werden. Besitzer einer Ganzjahres- oder Saisonkarte der Imster Bergbahnen („Erlebnisticket“) sollen das Parken inklusive erhalten – ohne dass sich der Preis der Karte erhöht. Alle, die bereits ein Erlebnisticket besitzen, können sich das Parken für den Sommer freischalten lassen. Die Tarife orientieren sich an der bestehenden städtischen Gebührenordnung. Die ersten 30 Minuten sind auf allen Parkflächen kostenlos. Jede weitere Stunde kostet 80 Cent, der Tageshöchstbetrag liegt bei 4 Euro. Fahrzeuge der Bergrettung sowie weiterer Einsatz- und Rettungsorganisationen sind bei Einsätzen, Schulungen und Übungen von der Parkgebühr befreit.
UMSETZUNG. Die Umsetzung ist bis zur Sommersaison 2026 vorgesehen. Um niemanden auszuschließen, hat sich die Stadtgemeinde bewusst für eine hybride Lösung entschieden. Je nach Standort kommen unterschiedliche technische Lösungen zum Einsatz. An stark frequentierten Plätzen wie Hoch-Imst Nord oder beim Sportzentrum werden die Kennzeichen automatisch erfasst, sodass das Parken ohne Tickets oder Schranken möglich ist. Am Parkplatz Hoch-Imst Nord wird zusätzlich ein Bezahlautomat installiert. Beim Schwimmbad und dem unteren Parkplatz in Hoch-Imst bleiben klassische Parkautomaten in Betrieb, an denen auch Barzahlung möglich ist. Darüber hinaus stehen flächendeckend App- (Parkster) sowie Kartenzahlung zur Verfügung. Die Bergbahnen unterstützen bei der Kennzeichenhinterlegung sowie der Aktivierung bestehender Saisonkarten. Die Wartung und Reinigung der Parkflächen erfolgt durch die Bergbahn. Die Kosten werden künftig mit der Stadtmarketing GmbH verrechnet. Gleichzeitig wird die Bergbahn durch die Übernahme des Winterdienstes durch die Stadtmarketing GmbH entlastet. Im Zuge der Diskussionen im Gemeinderat wurde angeregt, auch eine Regelung für die Regio-Card zu prüfen. Sie könne nachvollziehen, dass die Maßnahme gesetzt werde, so Gemeinderätin Erna Mujagic. In Anbetracht der aktuellen Krisen sei dies jedoch eine zusätzliche Belastung, insbesondere für Familien. Andere Stadt- und Gemeinderäte waren hingegen von der Akzeptanz in der Bevölkerung überzeugt.
EINHEITLICHE REGELUNG IM GESAMTEN STADTGEBIET. Mehrheitlich beschlossen wurde auch die Neuordnung und Vereinheitlichung der Geschwindigkeitsregelungen. Die bisherigen Regelungen waren über die Jahre hinweg uneinheitlich gewachsen, vielfach aufgrund konkreter Anlässe entstanden und nicht überall klar ersichtlich. Es entstand schließlich der Wunsch nach einem flächendeckenden Konzept, das in mehreren Sitzungen ausgearbeitet wurde. Dabei konnte unter anderem auch auf die PI Imst als Partner zurückgegriffen werden. Zudem brachte Vizebürgermeister Marco Seelos sein fachliches Wissen ein. Ziel des Konzepts ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Schutz für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern und eine einheitliche sowie rechtskonforme Regelung für das gesamte Stadtgebiet zu schaffen. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist die Reduzierung der Verkehrszeichen. In Wohngebieten sowie in Neben- und Siedlungsstraßen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ohnehin oft nicht schneller gefahren werden kann, soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit künftig auf 30 km/h reduziert werden. „Wichtig war auch, dass die übergeordneten Hauptverkehrsachsen nicht in ihrer Funktion und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden“, betonte Verkehrsreferent Schatz. „Ich glaube, das ist eine runde Sache, auf die man aufbauen kann.“ Seelos sprach von einer „sehr durchdachten, ganzheitlichen Regelung“, weshalb der Prozess auch entsprechend Zeit in Anspruch genommen habe. Als Beispiel nannte er die 30-km/h-Beschränkung im Ortsteil Brennbichl: Im vorderen Bereich, wo sich eine Schule befindet und die Straße schmal ist, sei die Geschwindigkeitsbegrenzung sinnvoll. Ab dem Bereich beim Hofer in Richtung Industriezone sind hingegen ausreichend Straßenbreite und Gehsteige vorhanden, weshalb die 30-km/h-Beschränkung dort aufgehoben werden soll. Die Umsetzung der neuen Geschwindigkeitsregelungen wird umgehend in Angriff genommen. Die verordneten Straßenverkehrszeichen werden Schritt für Schritt montiert. Mit der Beschilderung wird im Bereich Auf Arzill begonnen. Gemeinderat Norbert Praxmarer merkte an, dass die neuen Regelungen auch kontrolliert werden müssten.
PARKFLÄCHE VERDOPPELT. Die Parkfläche beim Pfarrwidum soll verdoppelt werden. „Für uns ist das ein wichtiger Bereich“, betonte Bürgermeister Stefan Weirather mit Blick auf die Entwicklung zentrumsnaher Parkplätze. Die Anlage soll so errichtet werden, dass eine vollständige Versiegelung vermieden und stattdessen eine ökologisch sinnvolle Lösung umgesetzt wird. Vorgesehen sind zudem E-Ladestationen. Geplant sind außerdem zwei Fußgängeranbindungen: einerseits in die Malchbachgasse und andererseits über den Garten des Vereinshauses. Eine zweispurige Aus- und Einfahrt soll den Verkehrsfluss und die Sicherheit gewährleisten. Im Gemeinderat stieß das Vorhaben auf durchweg positive Rückmeldungen. Der Mietvertrag wurde einstimmig beschlossen.
TARIFE. Für 60 Euro kann ein ganzes Jahr auf den Parkflächen in Hoch-Imst, beim Schwimmbad, am Glenthof und beim Sportzentrum geparkt werden. Besitzer einer Ganzjahres- oder Saisonkarte der Imster Bergbahnen („Erlebnisticket“) sollen das Parken inklusive erhalten – ohne dass sich der Preis der Karte erhöht. Alle, die bereits ein Erlebnisticket besitzen, können sich das Parken für den Sommer freischalten lassen. Die Tarife orientieren sich an der bestehenden städtischen Gebührenordnung. Die ersten 30 Minuten sind auf allen Parkflächen kostenlos. Jede weitere Stunde kostet 80 Cent, der Tageshöchstbetrag liegt bei 4 Euro. Fahrzeuge der Bergrettung sowie weiterer Einsatz- und Rettungsorganisationen sind bei Einsätzen, Schulungen und Übungen von der Parkgebühr befreit.
UMSETZUNG. Die Umsetzung ist bis zur Sommersaison 2026 vorgesehen. Um niemanden auszuschließen, hat sich die Stadtgemeinde bewusst für eine hybride Lösung entschieden. Je nach Standort kommen unterschiedliche technische Lösungen zum Einsatz. An stark frequentierten Plätzen wie Hoch-Imst Nord oder beim Sportzentrum werden die Kennzeichen automatisch erfasst, sodass das Parken ohne Tickets oder Schranken möglich ist. Am Parkplatz Hoch-Imst Nord wird zusätzlich ein Bezahlautomat installiert. Beim Schwimmbad und dem unteren Parkplatz in Hoch-Imst bleiben klassische Parkautomaten in Betrieb, an denen auch Barzahlung möglich ist. Darüber hinaus stehen flächendeckend App- (Parkster) sowie Kartenzahlung zur Verfügung. Die Bergbahnen unterstützen bei der Kennzeichenhinterlegung sowie der Aktivierung bestehender Saisonkarten. Die Wartung und Reinigung der Parkflächen erfolgt durch die Bergbahn. Die Kosten werden künftig mit der Stadtmarketing GmbH verrechnet. Gleichzeitig wird die Bergbahn durch die Übernahme des Winterdienstes durch die Stadtmarketing GmbH entlastet. Im Zuge der Diskussionen im Gemeinderat wurde angeregt, auch eine Regelung für die Regio-Card zu prüfen. Sie könne nachvollziehen, dass die Maßnahme gesetzt werde, so Gemeinderätin Erna Mujagic. In Anbetracht der aktuellen Krisen sei dies jedoch eine zusätzliche Belastung, insbesondere für Familien. Andere Stadt- und Gemeinderäte waren hingegen von der Akzeptanz in der Bevölkerung überzeugt.
EINHEITLICHE REGELUNG IM GESAMTEN STADTGEBIET. Mehrheitlich beschlossen wurde auch die Neuordnung und Vereinheitlichung der Geschwindigkeitsregelungen. Die bisherigen Regelungen waren über die Jahre hinweg uneinheitlich gewachsen, vielfach aufgrund konkreter Anlässe entstanden und nicht überall klar ersichtlich. Es entstand schließlich der Wunsch nach einem flächendeckenden Konzept, das in mehreren Sitzungen ausgearbeitet wurde. Dabei konnte unter anderem auch auf die PI Imst als Partner zurückgegriffen werden. Zudem brachte Vizebürgermeister Marco Seelos sein fachliches Wissen ein. Ziel des Konzepts ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Schutz für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern und eine einheitliche sowie rechtskonforme Regelung für das gesamte Stadtgebiet zu schaffen. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt ist die Reduzierung der Verkehrszeichen. In Wohngebieten sowie in Neben- und Siedlungsstraßen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ohnehin oft nicht schneller gefahren werden kann, soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit künftig auf 30 km/h reduziert werden. „Wichtig war auch, dass die übergeordneten Hauptverkehrsachsen nicht in ihrer Funktion und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden“, betonte Verkehrsreferent Schatz. „Ich glaube, das ist eine runde Sache, auf die man aufbauen kann.“ Seelos sprach von einer „sehr durchdachten, ganzheitlichen Regelung“, weshalb der Prozess auch entsprechend Zeit in Anspruch genommen habe. Als Beispiel nannte er die 30-km/h-Beschränkung im Ortsteil Brennbichl: Im vorderen Bereich, wo sich eine Schule befindet und die Straße schmal ist, sei die Geschwindigkeitsbegrenzung sinnvoll. Ab dem Bereich beim Hofer in Richtung Industriezone sind hingegen ausreichend Straßenbreite und Gehsteige vorhanden, weshalb die 30-km/h-Beschränkung dort aufgehoben werden soll. Die Umsetzung der neuen Geschwindigkeitsregelungen wird umgehend in Angriff genommen. Die verordneten Straßenverkehrszeichen werden Schritt für Schritt montiert. Mit der Beschilderung wird im Bereich Auf Arzill begonnen. Gemeinderat Norbert Praxmarer merkte an, dass die neuen Regelungen auch kontrolliert werden müssten.
PARKFLÄCHE VERDOPPELT. Die Parkfläche beim Pfarrwidum soll verdoppelt werden. „Für uns ist das ein wichtiger Bereich“, betonte Bürgermeister Stefan Weirather mit Blick auf die Entwicklung zentrumsnaher Parkplätze. Die Anlage soll so errichtet werden, dass eine vollständige Versiegelung vermieden und stattdessen eine ökologisch sinnvolle Lösung umgesetzt wird. Vorgesehen sind zudem E-Ladestationen. Geplant sind außerdem zwei Fußgängeranbindungen: einerseits in die Malchbachgasse und andererseits über den Garten des Vereinshauses. Eine zweispurige Aus- und Einfahrt soll den Verkehrsfluss und die Sicherheit gewährleisten. Im Gemeinderat stieß das Vorhaben auf durchweg positive Rückmeldungen. Der Mietvertrag wurde einstimmig beschlossen.
Tarife, Standorte und Bezahlung
Tarife:- Tagestarif: 30 Minuten gratis, jede weitere Stunde kostet 80 Cent und ist mit einem Maximalbetrag von 4 Euro gedeckelt (Tagesparkticket).
- Jahresparkticket: 60 Euro pro Jahr (ab Start 365 Tage Gültigkeit), gültig auf allen Freizeit- und Bergbahnparkplätzen.
- Saison-/Ganzjahreskarte Imster Bergbahnen („Erlebnisticket“): Parken inkludiert, pro Karte nur ein Kennzeichen hinterlegbar (auch Familienkarte), für weitere Kennzeichen ist ein zusätzliches Ticket erforderlich.
- Free-Flow-System (kamerabasiert): Hoch-Imst Nord, Glenthof, Sportzentrum
- Parkautomaten: Schwimmbad, Hoch-Imst Süd (unterer Parkplatz)
- Free-Flow-System: App (Parkster), Bankomat-/Kreditkarte, zusätzlicher Bezahlautomat
- Parkautomaten: Barzahlung, Karten- und App-Zahlung (Parkster)