Artikel teilen
Artikel teilen >

Neues Leben in alten Mauern

Impulsgespräch zur Stadtentwicklung in der Alten Sparkasse Imst

Kürzlich fand im Eltern-Kind-Zentrum in der Alten Sparkasse in Imst ein Impulsgespräch zur Stadtentwicklung statt. Gemeinsam mit Experten aus Architektur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wurde diskutiert, welche Impulse von historischen Gebäuden für die Entwicklung eines lebendigen Stadtkerns ausgehen könnten. Am Beispiel der behutsamen Revitalisierung der Alten Sparkasse wurden Möglichkeiten diskutiert, das Alte mit dem Neuen zu füllen.
8. Juli 2025 | von Friederike Hirsch
Neues Leben in alten Mauern
Architekt Harald Kröpfl demonstrierte anhand von erfolgreichen Revitalisierungen, wie es gelingen kann, Altes mit neuem Leben zu füllen und so das versteckte Potenzial zu erkennen und hervorzuheben. RS-Foto: Hirsch
Die Alte Sparkasse wurde vor rund zehn Jahren von der Stoll Bau Wohnen GmbH in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt umfassend revitalisiert. Entstanden ist ein Ort, der die gestalterische Kraft des Jugendstils bewahrt und zugleich mit modernem Komfort und vielfältiger Nutzung überzeugt – Wohnen, Arbeiten, soziales Engagement und kreative Unternehmen fanden hier ihren Platz. Heute gilt die Alte Sparkasse als gelungenes Beispiel für das Potenzial historischer Gebäude in der Stadtentwicklung – und als Impulsgeberin für weitere Projekte in Imst und darüber hinaus.

ALTES UND NEUES. Bürgermeister Stefan Weirather eröffnete das Impulsgespräch „Neues Leben in alten Mauern“ mit den Worten: „Man sollte mehr revitalisieren und weniger schnell den Bagger auffahren.“ Dieser Tenor zog sich durch den anschließenden Vormittag. Nachdem Architekt Harald Kröpfl einen kurzen Vortrag über achtsam erneuerte alte Strukturen gehalten hatte, wurde die Gesprächsrunde mit Vertretern aus Politik und Architektur moderiert von Architekt Florian Niedworok. Gerade in der Dorf- und Stadtentwicklung, die in den letzten Jahrzehnten mancherorts ohne Rücksicht auf die alten Kerne erfolgt ist, zeigt sich in den letzten Jahren eine Kehrtwende. 

DONUT-PRINZIP. Das Donut-Prinzip, auch Doughnut-Prinzip genannt, ist ein Konzept der Stadtentwicklung, das sich auf eine spezifische räumliche Struktur bezieht, bei der das Stadtzentrum eine geringere Bevölkerungsdichte oder Vitalität aufweist als die umliegenden Gebiete, ähnlich einem Donut mit einem Loch in der Mitte. Dieser Entwicklung wird heute, auch in Imst, vermehrt entgegengetreten. Bürgermeister Stefan Weirather dazu im Gespräch: „Die Alte Sparkasse Imst ist ein Beispiel dafür, wie aus einem denkmalgeschützten Objekt ein lebendiger Stadtraum werden kann – offen, vielfältig, zukunftsgerichtet. Ähnliche Prozesse wurden und werden in Imst gestartet. Wir haben historische Gebäude aufgelistet und einige Projekte sind bereits im Genehmigungsverfahren.“ Walter Stoll (Gründer der Stoll Bau Wohnen GmbH): „Es ist schön, dass heute in den Gemeinden und Städten, auch in Imst, besser hingeschaut und nicht gleich abgerissen wird.“ 

 
Neues Leben in alten Mauern
Nach der Revitalisierung überzeugt die Alte Sparkasse mit modernem Komfort und vielfältiger Nutzung, ohne die gestalterische Kraft des Jugendstils verloren zu haben. RS-Foto: Hirsch

Feedback geben

Feedback abschicken >
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.