Obrigkeit genehmigt Flitschelarlauf in Sautens
Nach drei Jahren ist es endlich soweit: Alle Bären sind eingefangen und Sautens geat wieder maschgarn
10. Feber 2026 | von
Friederike Hirsch
Zur Überraschung aller hatten der Bearntolar und sein Weibele ihren Nachwuchs (Leo, 3 Jahre) mit vom Bärental ins Dorf gebracht. Fotos: Hirsch
Eine Woche vor dem großen Umzug, dem „Flitschelarlauf“, werden in Sautens die Bären eingefangen. Am Wochenende war es nach drei Jahren endlich wieder so weit. Der „Bearntolar und sein Weibele“ sind aus dem Bärental ins Dorf gekommen. Zur Überraschung der rund 300 Zuschauer hat der „Bearntolar“ dieses Mal seinen Nachwuchs mitgebracht. Der „Bearntolar und sein Weibele“ verkörpern die Sautnar Maschgarade als solche. Die Zukunft des über 200 Jahre alten Brauchtums ist gesichert. Nur der „Bearntolar“ ist derjenige, der die Maschgarade eröffnen kann. Dazu müssen aber alle seine Bären eingefangen sein und der „Obrigkeit“, dem Bürgermeister Bernhard Gritsch, übergeben werden. Dieses Jahr galt es, fünf Bären, davon den Urbär, zu bändigen und an Ketten zu legen. Traditionell versuchen die Sautnar Laningar die Bären wieder freizulassen oder der Obrigkeit „falsche“ Bären unterzujubeln. Nicht etwa, weil sie nicht maschgarn gehen wollen, sondern weil sie einfach Spaß daran haben, die Obrigkeit hinters Licht zu führen. Der Bearntolar kennt seine Bären aber ganz genau und lässt sich keinen Bären aufbinden. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es dem Bearntolar immer wieder gelingt, alle seine Bären der Obrigkeit zu präsentieren. Ausgestattet mit einer offiziellen Genehmigung des Bürgermeisters verkündet der Bearntolar schließlich: „Dia Bear’n sein iatz oll gfong’n, ze Sautn’s weacht jiatz wieder maschgarn gong’n.“ Am 15. Februar startet der „Flitschelartlauf“ am Aufführungsplatz (Bushaltestelle Sautens) um 12 Uhr.

